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Österreich in Kulinarik-Elite: Regionalität als Schwachstelle

Trotz Platz 3 im MICHELIN-Ranking fehlt oft heimische Herkunft am Teller

25. März 2026
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Österreichs Gastronomie glänzt international, doch Experten fordern mehr regionale Produkte und verpflichtende Herkunftskennzeichnung.

Mit dem nun errungenen Platz 3 im internationalen MICHELIN-Ranking hat Österreich gute Chancen, sich als Kulinarik-Destination zu behaupten. Diese Diskrepanz zwischen internationaler Anerkennung und dem Einsatz heimischer Produkte wurde bei einem Live-Podcast des Vereins "Land schafft Leben" thematisiert.

Landschaft lockt Touristen, Importfleisch wandert ins Schnitzel

Hannes Royer, Gründer von "Land schafft Leben", sagte: "Unsere Landschaft ist der Hauptgrund, warum Menschen in Österreich Urlaub machen. Landwirtschaft, Lebensraum und Tourismus sind untrennbar miteinander verbunden. Aber oft fehlt die Zusammenarbeit. Während Bäuerinnen und Bauern unsere Kulturlandschaft pflegen, setzt die Gastronomie auf ausländisches Schweinefleisch fürs Schnitzel. Obwohl es genug aus Österreich gäbe."

Gastronomie als Schlüsselakteur im System

Alois Rainer, Gastronomie-Obmann der Wirtschaftskammer Österreich, sagte: "Es liegt an uns, dass wir uns gegenseitig unterstützen und das Beste füreinander herausholen. Regionale Versorgung funktioniert nur, wenn Landwirtschaft, Produzenten, Handel und Gastronomie enger zusammenarbeiten."

Großhandel zwischen Kostendruck und Qualitätsanspruch

Manuel Hofer, Geschäftsleiter Einkauf von Transgourmet Österreich, sagte: "Viele Kunden greifen zur günstigen Importware. Die Absatzzahlen zeigen deutlich: Das Preiseinstiegssegment wächst aktuell am stärksten."

Er ergänzte: "In Summe ist allerdings das Österreichsortiment immer noch das größte. Gleichzeitig steigt auch Bio mit einem Zuwachs von mehr als 20 Prozent." Außerdem widersprach er einem Argument der Branche: "Wenn Kunden Ware aus Österreich wollen, dann ist Österreich auch verfügbar."

Herkunftskennzeichnung: Freiwilligkeit versus Verpflichtung

Bei dem Podcast diskutierten die Teilnehmenden die Herkunftskennzeichnung. Alois Rainer und Manuel Hofer plädierten dafür, die freiwillige Herkunftskennzeichnung weiter voranzutreiben, anstatt sie gesetzlich zu verankern, um hohe bürokratische Auflagen zu vermeiden. Hannes Royer forderte hingegen eine verpflichtende Regelung: "Österreich hat alles, was es braucht: einzigartige Kulturlandschaft, hochwertige Lebensmittel, starke touristische Nachfrage und kulinarische Top-Liga. Das müssen wir nutzen. Ohne verpflichtende Herkunftskennzeichnung gelingt es nicht."

Podcast als Dialogplattform

Der Schladminger Bauernladen "Heimatgold" wurde zur Podcast-Bühne: Hannes Royer, Manuel Hofer und Alois Rainer diskutierten dort, warum Regionalität am Teller in der Praxis oft scheitert und welche Maßnahmen diskutiert werden, damit Transparenz auf der Speisekarte sichtbarer wird. Der Podcast "Wer nichts weiß, muss alles essen" ist ab Donnerstag auf gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Schlagworte

#Gastronomie#MICHELIN#Herkunftskennzeichnung#Regionalität#Tourismus#Guide Michelin#Lebensmittel#Spitzengastronomie#Bild#Agrar#Essen und Trinken#G

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