29. Mai 2026 — In seinem neuesten Bericht zu den österreichischen Stromnetzen empfiehlt der Rechnungshof, dass die E-Control das Netzkosten-System überarbeiten soll. SPÖ-Energiesprecher Alois Schro...
29. Mai 2026 — In seinem neuesten Bericht zu den österreichischen Stromnetzen empfiehlt der Rechnungshof, dass die E-Control das Netzkosten-System überarbeiten soll. SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll sieht hier einen zentralen Hebel, um die Menschen bei ihren Energiekosten zu entlasten: „Die Netzkosten sind ungleich verteilt. Die Kleinen zahlen aktuell mehr Netzkosten als die Großen. Diese Schieflage im System gehört abgeschafft. Die Großen sollen ihren gerechten Beitrag leisten, um die Kleinen zu entlasten“, so Schroll.
Der Rechnungshof empfiehlt, dass die E-Control systemdienliches Verhalten stärker in den Mittelpunkt stellen und die Kostenwälzung der Netzebenen neu aufsetzen soll. Aktuell zahlen große Unternehmen, die an höheren Netzebenen angeschlossen sind, viel weniger Netzentgelt pro Kilowattstunde als KMU oder Haushalte, die an niedrigeren Netzebenen angeschlossen sind. Hebt man die Netzentgelte der großen Konzerne an, sinken im gleichen Ausmaß die Netzkosten für Haushalte und KMU. „Im Sinne der Verursachergerechtigkeit wäre das einfach nur fair“, so Schroll.
Der Rechnungshof empfiehlt ebenso, einen stärkeren Fokus auf netz- und systemdienliches Einspeisen zu legen. „Mit dem Versorgungsinfrastrukturbeitrag ist es uns bereits gelungen, dass profitorientierte bzw. gewerbliche Einspeiser über 20 kW erstmals einen regelmäßigen Beitrag zu den Netzkosten leisten. Die E-Control sollte alle Möglichkeiten ausschöpfen, große Kraftwerke und Unternehmen stärker an den Kosten zu beteiligen und damit die Kosten für die kleinen Stromkund:innen zu dämpfen“, so Schroll.
Quelle: SPÖ-Parlamentsklub. Originalmeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260529_OTS0137/spoe-schroll-zu-netzkosten-bericht-des-rechnungshofs-die-grossen-sollen-ihren-gerechten-beitrag-leisten-um-die-kleinen-zu-entlasten