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Politik

Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen beschlossen

ÖVP-Frauensprecherin Bogner-Strauß fordert umfassenden Gewaltschutz und mehr Zivilcourage

26. März 2026
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Die Bundesregierung legt ressortübergreifende Strategie vor. Besonderer Fokus auf Prävention und vulnerable Gruppen.

Die österreichische Bundesregierung hat einen Nationalen Aktionsplan (NAP) gegen Gewalt an Frauen vorgelegt, der eine umfassende, ressortübergreifende Strategie mit konkreten Maßnahmen darstellt. In der Debatte im Nationalrat unterstrich ÖVP-Frauensprecherin Juliane Bogner-Strauß die Bedeutung dieser Initiative.

Gewalt als gesellschaftliches Problem

"Gewalt an Frauen kennt keine Rechtfertigung. Sie wird in keiner Form akzeptiert oder toleriert. Jede Frau, die Opfer von Gewalt wird, ist eine Frau zu viel", stellte Bogner-Strauß klar. Die Abgeordnete sagte, Gewalt sei kein Randphänomen und keine Privatsache, sondern ein gesellschaftliches Problem und eine Straftat.

Die OTS nennt verschiedene Erscheinungsformen von Gewalt: körperliche, psychische und sexuelle, aber auch finanzielle oder digitale Gewalt. Ebenso werden soziale Isolation, Ausgrenzung sowie ehr-kulturell begründete und importierte Gewalt genannt. In diesem Zusammenhang verwies die Abgeordnete auf einen parlamentarischen Antrag zur konsequenten Unterbindung weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) in Österreich. Dieser ergänze den Nationalen Aktionsplan in einem zentralen Punkt, da er eine besonders schwere Form geschlechtsspezifischer Gewalt klar benenne und festhalte, dass diese weder aus kulturellen noch aus traditionellen Gründen toleriert werden dürfe.

Schwerpunkte des Nationalen Aktionsplans

Der vorgelegte Nationale Aktionsplan weist laut OTS mehrere hervorgehobene Merkmale auf:

  • ein starker Fokus auf Prävention bereits im Kindes- und Jugendalter
  • die Einbindung von mehr als 250 Expertinnen und Experten
  • eine enge ressortübergreifende Zusammenarbeit als klares politisches Bekenntnis
  • die gezielte Berücksichtigung besonders vulnerabler Gruppen

Weitere Punkte aus der Debatte

Darüber hinaus unterstrich Bogner-Strauß die Bedeutung eines gewaltfreien Gesundheitswesens und sicherer Arbeitsplätze für Frauen.

Bereits erfolgte Maßnahmen

Bereits in den vergangenen Jahren seien wichtige Schritte gesetzt worden, etwa durch den Ausbau von Gewaltambulanzen in Graz und Wien, die Stärkung der Gewaltschutzzentren sowie zusätzliche Beratungsangebote für Mädchen und Frauen. Dieser Weg müsse konsequent fortgesetzt werden. Gleichzeitig brauche es mehr Zivilcourage in der Gesellschaft: "Nicht wegschauen, sondern hinschauen und handeln", so die Frauensprecherin. "Gemeinsam sollten wir dafür Sorge tragen, dass Mädchen und Frauen in Österreich keine Angst haben müssen – weder in den eigenen vier Wänden, noch in dunklen Gassen oder Parkanlagen – und auch nicht vor falschen Traditionen", schloss Bogner-Strauß.

Schlagworte

#Gewaltschutz#Frauen#ÖVP#Parlament#Nationaler Aktionsplan#Bogner-Strauß

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