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VKI-Test: Nur ein Kinderfahrrad überzeugt vollständig

Gefährliche Bremsen und Schadstoffe in den meisten getesteten Modellen

24. März 2026
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Der VKI testete elf 14-Zoll-Kinderfahrräder. Fünf fielen durch problematische Bremsen auf, nur eines erhielt die Note "gut".

Pünktlich zur Osterzeit, wenn viele Eltern ihren Kindern ein Fahrrad schenken möchten, bringt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ernüchternde Testergebnisse heraus. Von elf getesteten 14-Zoll-Kinderfahrrädern für drei- bis fünfjährige Kinder konnte nur ein einziges mit einer "guten" Bewertung überzeugen. Fünf Modelle erhielten aufgrund problematischer Bremsen ein "nicht zufriedenstellend".

Gefährliche Vorderbremsen

Bei vier der getesteten Fahrräder - den Modellen von Academy, Bachtenkirch, Bikestar und Cube - sind die Vorderbremsen sehr stark. Im Praxistest verloren einige Kinder dadurch die Kontrolle über ihr Fahrrad und stürzten über den Lenker; sie blieben aber – auch dank Helm – unverletzt. Ein weiteres Rad von Dino Bikes fiel aufgrund einer zu schwachen Hinterbremse durch. Zudem brach beim Belastungstest der Gabelschaft - das senkrechte Rohr, das die Fahrradgabel mit dem Lenker verbindet.

Schadstoffe in Sätteln entdeckt

In den Sätteln von Academy, Bulls, Cube und Puky wurden hohe Mengen Benzo(ghi)perylen gefunden. Dabei handelt es sich um einen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff (PAK), der im Verdacht steht, erbgutverändernd zu wirken. Im Sattel von Bikestar wurden hohe Mengen des Weichmachers DPHP nachgewiesen. Dieser Weichmacher ist zwar nicht verboten, in Kinderprodukten sollte aber laut Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) darauf verzichtet werden. DPHP schädigte im Tierversuch Schilddrüse und Hirnanhangdrüse.

Preise und Einstellmöglichkeiten

Getestet wurden Marken wie Bulls, Cube, Decathlon, Puky oder Woom, deren Preisspanne von 115 bis 533 Euro reicht.

Beim Kauf von Rädern sollten Eltern darauf achten, dass die Sattelhöhe zur Beinlänge des Kindes passt. Als Faustregel gilt: Wenn ein Kind im Sattel sitzt, sollte es mit den Fußspitzen stabil den Boden erreichen können. Während manche Räder im Test nur wenige Zentimeter Höhenverstellung zulassen (z. B. Bulls mit 4,5 Zentimetern), bieten andere deutlich mehr Spielraum (z. B. Puky mit elf Zentimetern).

Weitere Punkte

  • Bremsen sollten kindgerecht eingestellt sein - weder zu stark noch zu schwach
  • Schadstofffreie Materialien, insbesondere bei Teilen, die mit der Haut in Berührung kommen
  • Ausreichende Höhenverstellbarkeit für längere Nutzungsdauer

Testverfügbarkeit

Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 26.03.2026 in der April-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und online auf www.vki.at/kinderfahrrad-2026.

Schlagworte

#Kinderfahrräder#VKI-Test#Fahrradsicherheit#Verbraucherschutz#Kindersicherheit

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