Am 6. Februar, dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C), haben Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig erneut die Bedeutung verstärkter Maßnahmen gegen diese Form geschlechtsbezogener Gewalt betont. FGM/C, die teilweise oder
Am 6. Februar, dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C), haben Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig erneut die Bedeutung verstärkter Maßnahmen gegen diese Form geschlechtsbezogener Gewalt betont. FGM/C, die teilweise oder vollständige Entfernung beziehungsweise Verletzung äußerer weiblicher Genitalien ohne medizinische Notwendigkeit, stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar. Die psychischen und physischen Langzeitfolgen für die Betroffenen sind gravierend.
Laut einer Studie des BM für Frauen, Wissenschaft und Forschung leben in Österreich schätzungsweise 8.000 Frauen, die von FGM/C betroffen sind oder Gefahr laufen, betroffen zu werden. Diese Zahl verdeutlicht die Dringlichkeit, mit der das Thema behandelt werden muss. Die FGM/C-Koordinationsstelle spielt dabei eine zentrale Rolle, indem sie nicht nur als Anlaufstelle für Betroffene dient, sondern auch präventiv tätig ist.
Die Zukunftsperspektiven im Kampf gegen FGM/C in Österreich sind vielversprechend, jedoch auch mit Herausforderungen verbunden. Die Bundesregierung plant, die Mittel für Präventionsprogramme und Unterstützungsstrukturen weiter auszubauen. Dies umfasst auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen.
Ein weiterer Fokus liegt auf der internationalen Zusammenarbeit, um FGM/C auch in den Herkunftsländern der betroffenen Frauen wirksam zu bekämpfen. Durch bilaterale Abkommen und Kooperationen mit Nichtregierungsorganisationen soll der Schutz von Mädchen und Frauen weltweit verbessert werden.
Österreich hat im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung bereits wichtige Schritte unternommen, doch es bleibt noch viel zu tun. Die Kombination aus rechtlichen Maßnahmen, Prävention und Aufklärung ist entscheidend, um FGM/C nachhaltig zu bekämpfen. Die Gesellschaft ist aufgerufen, sich aktiv an der Sensibilisierung zu beteiligen und Betroffene zu unterstützen. Weitere Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie auf der Webseite des BM für Frauen, Wissenschaft und Forschung.