Die Kollektivvertragsverhandlungen für Gastronomie und Hotellerie sind am 29. Mai 2026 ohne Ergebnis beendet worden. Das letzte, nochmals verbesserte Angebot der Arbeitgeberseite wurde von den Gewe...
Die Kollektivvertragsverhandlungen für Gastronomie und Hotellerie sind am 29. Mai 2026 ohne Ergebnis beendet worden. Das letzte, nochmals verbesserte Angebot der Arbeitgeberseite wurde von den Gewerkschaften abgelehnt.
Die WKÖ-Obmänner der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie, Alois Rainer und Georg Imlauer, legten in erneuten Gesprächen einen weiteren Vorschlag für einen Lohn- und Gehaltsabschluss vor. Dieser berücksichtigt nach Angaben der Arbeitgeberseite die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie soziale Aspekte.
Auch dieser Vorschlag wurde von den Gewerkschaften abgelehnt; zugleich wurde signalisiert, dass die Verhandlungen beendet seien. Für die Betriebe und deren Mitarbeiter:innen bedeutet das Scheitern, dass die bestehenden Lohn- und Gehaltstabellen mit Stand 1.5.2025 aufrecht bleiben.
„Wir haben uns in den Lohn- und Gehaltsverhandlungen immer an dem orientiert, was für die Betriebe tragbar ist. Unsere wirtschaftlichen Spielräume sind ausgeschöpft. Es ist nun mal ein Fakt, dass die um die Inflation bereinigten Betriebsergebnisse vieler Betriebe stagnieren bzw. teilweise sogar rückläufig sind. Es ist sehr bedauerlich, dass die Gewerkschaften trotz unserer Bemühungen hier nicht im Interesse der vielen Mitarbeiter:innen im Hotel- und Gastgewerbe agieren“, bedauern Rainer und Imlauer das Scheitern der Lohn- und Gehaltsverhandlungen.
Die WKÖ-Vertreter kritisieren, dass die Verhandlungen „zunehmend von öffentlichen Zuspitzungen und medialen Eskalationen des vida-Vorsitzenden Roman Hebenstreit begleitet“ worden seien. Statt sachlicher Gespräche habe die Gewerkschaft laut Arbeitgeberseite verstärkt auf öffentliche Angriffe und pauschale Verurteilungen der Branche gesetzt. Dies habe bei vielen Betrieben für Unverständnis und Unmut gesorgt und Zweifel an der Lösungsbereitschaft der vida geweckt.
„Sozialpartnerschaft kann nur funktionieren, wenn beide Seiten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, die wirtschaftliche Realität anzuerkennen und sich aufeinander zuzubewegen“, betonen Rainer und Imlauer. „Einen einfachen kleinen Schritt auf uns als Arbeitgeber zuzugehen würde ausreichen und wir haben einen Abschluss. Wir erwarten uns, dass die Gewerkschaften nicht nur im Sinne ihrer Mitglieder, sondern vor allem im Sinne aller Arbeitnehmer:innen unseren Vorschlag erneut bewerten und als das anerkennen was er ist: mehr als fair und verantwortungsbewusst“, so Imlauer und Rainer.
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich / Originalmeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260529_OTS0148/kv-verhandlungen-in-gastronomie-und-hotellerie-enden-ohne-ergebnis