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Kunstfreiheit vs. Wohlverhalten: Kontroverse um Salzburg

Prominente Künstler warnen vor politischer Einflussnahme

18. März 2026
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Die art_curia kritisiert den Begriff "Wohlverhalten" in der Debatte um Markus Hinterhäuser und warnt vor Einschränkungen der Kunstfreiheit.

Die art_curia / Kurie Kunst tritt dafür ein, dass Kunst frei bleibt – jenseits politischer Bindungen und persönlicher Loyalitäten. Unter den Unterzeichnern der Stellungnahme sind VALIE EXPORT, Martha Jungwirth, Franz Koglmann, Peter Noever (Vorsitzender der Kurie), Wolf dPrix, Carl Pruscha, Gerhard Rühm, Eva Schlegel, Franz Schuh, Kurt Schwertsik, Elfie Semotan und Marlene Streeruwitz.

Historische Wurzeln des "Wohlverhaltens"

Der Begriff „Wohlverhalten“, der in der Debatte um Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen auftaucht, stammt aus dem k. u. k. Beamtenrecht. Er bezeichnete nicht nur das Dienstverhältnis zum Staat, sondern auch ein persönliches Treueverhältnis zum Monarchen.

Verfassungsrechtliche Garantien der Kunstfreiheit

Artikel 17a des Staatsgrundgesetzes garantiert: "Das künstlerische Schaffen, die Vermittlung von Kunst sowie deren Lehre sind frei." Auch die EU-Charta der Grundrechte bekräftigt: "Kunst und Forschung sind frei. Die akademische Freiheit wird geachtet."

Warnung vor politischer Einflussnahme

In der Stellungnahme heißt es, würde der Begriff "Wohlverhalten" zur Kategorie gemacht, entstünde dadurch "ein Instrument politischer Einflussnahme". Weiter heißt es, Grundrechte sicherten die Freiheit der Kunst; behördliches Handeln könne Grundrechte verletzen. Dann sei das ein Fall für den Verfassungsgerichtshof.

Schlagworte

#Kunstfreiheit#Salzburger Festspiele#Kulturpolitik#Verfassungsrecht#art_curia#Kunst & Kultur

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