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ASFINAG erhöht Mautpreise: Das kostet Autofahren ab 2026

Inflationsbedingte Anpassung bei Streckenmaut auf Brenner, Tauern, Arlberg und Co.

30. Dezember 2025
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Ab 1. Jänner 2026 werden Einzelfahrten und Mehrfahrtenkarten auf Österreichs Sondermautstrecken teurer. Was Autofahrer jetzt wissen müssen.

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Wer im kommenden Jahr über Österreichs mautpflichtige Alpenübergänge fahren möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Die ASFINAG hat eine Anpassung der Tarife für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf mehreren Streckenmaut-Abschnitten angekündigt. Die neuen Preise gelten ab dem 1. Jänner 2026.

Inflation als Grund für die Preiserhöhung

Als Begründung für die Tarifanpassung führt die ASFINAG den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der vergangenen Jahre an. Dieser EU-weit einheitliche Maßstab für die Preisentwicklung dient als Grundlage für die Berechnung der neuen Mautgebühren. Die Erhöhungen fallen je nach Strecke unterschiedlich aus und bewegen sich im Bereich von wenigen Cent bis zu mehreren Euro.

Die Anpassung betrifft sowohl Einzelfahrten als auch die bei Vielfahrern beliebten Mehrfahrtenkarten, die für jeweils zehn Durchfahrten gültig sind. Letztere bieten nach wie vor einen Preisvorteil gegenüber dem Kauf von Einzeltickets.

Mehrfahrtenkarten: Neue Preise im Überblick

Die Mehrfahrtenkarten, die jeweils zehn Fahrten auf der entsprechenden Strecke ermöglichen, werden wie folgt angepasst:

  • A 10 Tauernautobahn: 90 Euro (bisher 87 Euro) – Erhöhung um 3 Euro
  • A 9 Pyhrnautobahn: 80 Euro (bisher 77,50 Euro) – Erhöhung um 2,50 Euro
  • S 16 Arlberg Schnellstraße: 78 Euro (bisher 75 Euro) – Erhöhung um 3 Euro
  • A 13 Brennerautobahn: 75 Euro (bisher 72 Euro) – Erhöhung um 3 Euro

Prozentual betrachtet liegt die Steigerung bei den Mehrfahrtenkarten zwischen rund 3,2 und 4,2 Prozent. Wer regelmäßig eine dieser Strecken nutzt, sollte noch vor dem Jahreswechsel über den Kauf einer Mehrfahrtenkarte zum alten Preis nachdenken.

Einzelfahrten werden ebenfalls teurer

Auch bei den Einzeltarifen gibt es Anpassungen. Die neuen Preise im Detail:

  • A 10 Tauern/Katschberg: 15,00 Euro (bisher 14,50 Euro) – Erhöhung um 50 Cent
  • S 16 Arlberg: 13,00 Euro (bisher 12,50 Euro) – Erhöhung um 50 Cent
  • A 13 Brenner: 12,50 Euro (bisher 12,00 Euro) – Erhöhung um 50 Cent
  • A 9 Gleinalm: 12,00 Euro (bisher 11,50 Euro) – Erhöhung um 50 Cent
  • A 11 Karawanken: 9,00 Euro (bisher 8,80 Euro) – Erhöhung um 20 Cent
  • A 9 Bosruck: 7,00 Euro (unverändert)

Bemerkenswert ist, dass die Maut für den Bosrucktunnel auf der A 9 als einzige Strecke nicht erhöht wird und bei 7 Euro verbleibt.

Was bedeutet das für Urlaubsreisende?

Die Tariferhöhungen treffen vor allem jene Autofahrerinnen und Autofahrer, die regelmäßig Alpenübergänge nutzen. Für Urlaubsreisende in den Süden, die etwa über den Brenner oder die Tauernautobahn fahren, summieren sich die Mehrkosten bei Hin- und Rückfahrt auf einen bis zwei Euro pro Strecke.

Eine Familie, die beispielsweise zweimal jährlich über die Tauernautobahn in den Urlaub fährt, zahlt künftig für vier Einzelfahrten 60 Euro statt bisher 58 Euro – eine Mehrbelastung von 2 Euro pro Jahr. Wer häufiger unterwegs ist, profitiert nach wie vor von den Mehrfahrtenkarten, auch wenn diese ebenfalls teurer werden.

Streckenmaut zusätzlich zur Vignette

Wichtig für alle Autofahrer: Die Streckenmaut auf den genannten Abschnitten fällt zusätzlich zur regulären Autobahnvignette an. Diese Sondermautstrecken finanzieren besonders aufwendige Infrastrukturprojekte wie Tunnel und Brücken in alpinem Gelände.

Die Vignette, die für das gesamte österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz gilt, ist von dieser Anpassung nicht betroffen. Ihre Preise werden gesondert festgelegt und in der Regel ebenfalls jährlich angepasst.

Bezahlmöglichkeiten und digitale Optionen

Die ASFINAG bietet verschiedene Möglichkeiten, die Streckenmaut zu bezahlen. Neben der klassischen Barzahlung an den Mautstationen stehen auch Kartenzahlung sowie digitale Lösungen zur Verfügung. Mit der Videomaut können Autofahrer ihre Fahrten vorab online bezahlen und ohne Halt an den Mautstellen durchfahren.

Auch die Mehrfahrtenkarten sind mittlerweile digital erhältlich und können bequem über die ASFINAG-Website oder die App erworben werden. Dies spart Zeit an den Mautstationen und ermöglicht eine bessere Übersicht über die noch verfügbaren Fahrten.

Hintergrund: Der harmonisierte Verbraucherpreisindex

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), auf dessen Basis die Tarifanpassung erfolgt, ist ein EU-weit standardisiertes Maß für die Inflation. Er misst die Preisentwicklung eines festgelegten Warenkorbs und ermöglicht internationale Vergleiche.

In den vergangenen Jahren war die Inflation in Österreich und der gesamten Eurozone deutlich erhöht. Nach Spitzenwerten von über 8 Prozent im Jahr 2022 hat sich die Teuerung zwar wieder abgeschwächt, liegt aber weiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent. Die ASFINAG passt ihre Tarife regelmäßig an diese Entwicklung an, um die Kosten für Betrieb und Instandhaltung der Infrastruktur zu decken.

Tipps für Autofahrer

Wer bei den Mautkosten sparen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten:

  • Mehrfahrtenkarten noch 2025 kaufen: Wer weiß, dass er eine Strecke mehrfach nutzen wird, kann noch vor dem Jahreswechsel zum alten Preis zugreifen. Die Karten haben in der Regel eine längere Gültigkeitsdauer.
  • Fahrgemeinschaften bilden: Die Maut fällt pro Fahrzeug an, nicht pro Person. Wer sich die Kosten teilt, fährt günstiger.
  • Reisezeit flexibel planen: Außerhalb der Hauptreisezeiten sind die Mautstationen weniger frequentiert, was Zeit spart – auch wenn der Preis derselbe bleibt.
  • Digitale Bezahlmethoden nutzen: Videomaut und digitale Mehrfahrtenkarten ermöglichen schnelleres Durchfahren und bessere Kostenkontrolle.

Ausblick auf 2026

Die Tarifanpassung der ASFINAG ist Teil der regelmäßigen Preisgestaltung im österreichischen Mautsystem. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten die neuen Preise bei ihrer Reiseplanung für das kommende Jahr berücksichtigen.

Weitere Informationen zu den Mautstrecken, Tarifen und Bezahlmöglichkeiten finden sich auf der offiziellen Website der ASFINAG unter asfinag.at. Dort können auch Mehrfahrtenkarten erworben und die Videomaut eingerichtet werden.

Schlagworte

#ASFINAG#Maut#Autobahngebühren#Brenner#Tauernautobahn#Arlberg#Verkehr Österreich#Auto#Verkehrsinfo#Transport#Preise

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