Bund stellt 2025/26 je 7,72 Mio. Euro bereit – Projekte, Zahlen und Forderungen der alpinen Vereine
Bei einer Wanderung mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig berichteten alpine Vereine über Förderungen für Schutzhütten, Wege und konkrete Sanierungsprojekte.
Bei einer gemeinsamen Wanderung zum Peilstein-Haus im Wienerwald informierten Vertreter der alpinen Vereine Bundesminister Norbert Totschnig darüber, wie Fördermittel dringend notwendige Sanierungen von Wegen und Schutzhütten ermöglichten. Die Teilnehmenden betonten bei dem Treffen, dass alpine Infrastruktur im öffentlichen Interesse nur dann erhalten werden könne, wenn auch künftig eine Unterstützung aus öffentlicher Hand gesichert bleibe.
Der Austausch fand am 10. Juli statt, zum Beginn der Sommerferien. Anlass waren aktuelle Herausforderungen bei der Betreuung von Wegen und Hütten durch ehrenamtliche und freiwillige Kräfte sowie die Darstellung konkreter Förderungen, die der Bund für 2025 und 2026 bereitgestellt hat.
Am 10. Juli tauschte sich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig mit Vertretern der alpinen Vereine bei einer Wanderung zum Peilstein-Haus über aktuelle Herausforderungen in der Pflege und Sanierung alpiner Infrastruktur aus. In der Aussendung des Verbandes alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) wurde darauf hingewiesen, dass Wege und Schutzhütten zumeist von Ehrenamtlichen und Freiwilligen betreut werden und diese zunehmend an ihre Grenzen stoßen.
Als Gründe für die zunehmenden Belastungen werden in der Mitteilung steigende Bau- und Sanierungskosten, komplexere behördliche Auflagen und häufiger auftretende Schäden durch Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels genannt. Die Gesprächspartner thematisierten die Rolle öffentlicher Fördermittel bei der Erhaltung dieser Infrastruktur.
Für die Jahre 2025 und 2026 hat der Bund laut Aussendung jährlich jeweils 7,72 Mio. Euro bereitgestellt. Die Förderoffensive war demnach bereits im vergangenen Jahr von Tourismus‑Staatssekretärin Elisabeth Zehetner angekündigt. Aus der Gesamtfördersumme werden 2,72 Millionen Euro regulär vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) finanziert.
Weitere fünf Mio. Euro stammen laut Mitteilung aus dem EU‑Förderprogramm zur Ländlichen Entwicklung (LE), deren Verteilung dem Ministerium von Norbert Totschnig obliegt und die vom Tourismusressort des BMWET kofinanziert werden. Insgesamt wurden für 2025 und 2026 damit um vier Mio. Euro mehr als in den Jahren zuvor bereitgestellt.
Die Regierung habe laut Aussendung auf die von den alpinen Vereinen initiierte Petition „Notruf aus den Alpen“ reagiert, hinter der sich 2025 über 100.000 Unterstützer:innen stellten. In der Mitteilung heißt es, der neue Call für die LE‑Förderung werde in der kommenden Woche erwartet.
Die alpinen Vereine setzen sich demnach dafür ein, dass die Förderung der alpinen Infrastruktur über das EU‑Programm jedenfalls bis 2034 gesichert bleibt. In der Aussendung wird außerdem der Hinweis auf die nationale und regionale Planung der EU für den Budgetzeitraum 2028 bis 2034 genannt.
Die Mitteilung nennt mehrere konkrete Projekte, die mit den Mitteln im laufenden Jahr 2026 umgesetzt werden können. Dazu zählen:
Leopold Füreder, Landesvorsitzender der Naturfreunde Tirol, wird in der Aussendung mit der Erklärung zitiert, die Förderungen kämen dort an, "wo die Mittel am dringendsten gebraucht werden": bei der Sanierung von Schutzhütten, bei Maßnahmen zur Energie‑ und Wasserversorgung sowie beim Erhalt von Wegen und sicherheitsrelevanter Infrastruktur.
Clemens Matt, Generalsekretär des Österreichischen Alpenvereins, wird mit den Worten wiedergegeben: „Die Alpine Infrastruktur sorgt für Sicherheit am Berg, für naturverträgliche Besucherlenkung, für regionale Wertschöpfung und für den freien Zugang zur Bergwelt. Entscheidend ist jetzt, diese Wirkung nicht als einmalige Entlastung zu verstehen, sondern als Auftakt für eine langfristige Finanzierung.“
Aus Sicht des Verbandes alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) stellen die erhöhten Förderungen einen Meilenstein dar, schreibt die Organisation in der Aussendung. VAVÖ‑Präsident Gerald‑Dunkel Schwarzenberger wird darin zitiert und nennt zugleich eine Schätzung des Finanzbedarfs: Zur Sanierung und Bewahrung des rund 50.000 Kilometer langen Wegenetzes und der 272 Schutzhütten in alpiner Lage seien insgesamt 95 Mio. Euro erforderlich.
In der Aussendung heißt es weiter, die alpinen Vereine hätten seit Jahrzehnten mit öffentlichen Mitteln verantwortungsvoll und wirkungsorientiert gearbeitet und forderten Verlässlichkeit über 2027 hinaus. Gerald Dunkel‑Schwarzenberger verweist zudem auf den Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplan der EU für den Budgetzeitraum 2028 bis 2034, in dem laut Mitteilung Wege und Schutzhütten berücksichtigt werden müssten.
EU‑Förderprogramm zur Ländlichen Entwicklung (LE): In der Aussendung wird aufgeführt, dass aus dem LE‑Programm fünf Mio. Euro für die Jahre 2025 und 2026 bereitgestellt werden. Die Verteilung dieses EU‑Mittels liegt laut Mitteilung beim Ministerium von Norbert Totschnig und wird kofinanziert vom Tourismusressort des BMWET.
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET): Das BMWET finanziert regulär 2,72 Millionen Euro der genannten Fördermittel für 2025 und 2026, so die Mitteilung.
Verband alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ): Der VAVÖ ist Herausgeber der Aussendung. In der Mitteilung übernimmt der Verband die Interessenvertretung der alpinen Vereine und nennt die von ihm ermittelten Zahlen zu Wegenetz und Schutzhütten.
Schutzhütten: In der Aussendung werden 272 Schutzhütten in alpiner Lage genannt. Als Aufgabenfeld der Hüttenbetreiberinnen und Hüttenbetreiber werden Sanierungen, Energie‑ und Wasserversorgung sowie sicherheitsrelevante Infrastruktur aufgeführt.
Nationaler und Regionaler Partnerschaftsplan der EU (2028–2034): In der Mitteilung wird dieser Plan als Bezugspunkt genannt, in dem Wege und Schutzhütten entsprechend der Petition "Notruf aus den Alpen" berücksichtigt werden sollten.
Die Aussendung listet Projekte und Maßnahmen, die mit den bereitgestellten Mitteln umgesetzt beziehungsweise ermöglicht werden können: Generalsanierungen von Hütten, Umbauten, die Erneuerung beschädigter Materialseilbahnen sowie Maßnahmen zur Energie‑ und Wasserversorgung. Diese Projektauflistung wird durch die Nennung konkreter Objekte wie Schneealpen‑Haus, Peter‑Anich‑Hütte, Roseggerhaus und Graf‑Meran‑Haus untermauert.
Weiterhin wird in der Mitteilung betont, dass die Mittel dort ankommen sollen, "wo der Bedarf am größten ist – bei konkreten Projekten in den Regionen", so ein Zitat von Norbert Totschnig, Bundesminister für Land‑ und Forstwirtschaft, Klima‑ und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
Bei einer Wanderung am 10. Juli tauschte sich Bundesminister Norbert Totschnig mit Vertretern der alpinen Vereine zum Thema Wege und Schutzhütten aus. Anlass war laut Aussendung die Darstellung aktueller Herausforderungen und die Wirkung bereitgestellter Fördermittel.
Der Bund hat für 2025 und 2026 laut Mitteilung jährlich jeweils 7,72 Mio. Euro bereitgestellt. Diese Summe setzt sich gemäß Aussendung aus 2,72 Mio. Euro regulären Mitteln des BMWET und fünf Mio. Euro aus dem EU‑LE‑Programm zusammen.
In der Aussendung heißt es, die Erhöhung um insgesamt vier Mio. Euro gegenüber den Jahren zuvor sei eine Reaktion auf die Petition „Notruf aus den Alpen“, die 2025 über 100.000 Unterstützer:innen hatte. Die alpinen Vereine setzen sich demnach dafür ein, die Förderung über das EU‑Programm bis 2034 zu sichern.
Als Beispiele für 2026 nennt die Mitteilung die Generalsanierung des Schneealpen‑Hauses (Steiermark), die Peter‑Anich‑Hütte (Tirol), den Umbau des Roseggerhauses (Steiermark) sowie die Erneuerung der Materialseilbahn zum Graf‑Meran‑Haus (Steiermark). Diese Projekte werden in der Aussendung ausdrücklich als durch die Mittel möglich bezeichnet.
Laut Mitteilung werden Wege und Hütten zumeist von Ehrenamtlichen und Freiwilligen alpiner Vereine betreut. Die Aussendung verweist zugleich auf zunehmende Belastungen für diese Ehrenamtlichen, etwa durch steigende Kosten, komplexere Auflagen und Wetter‑bedingte Schäden.
Der VAVÖ fordert in der Aussendung Verlässlichkeit über 2027 hinaus und weist auf einen geschätzten Gesamtbedarf von 95 Mio. Euro zur Sanierung des rund 50.000 Kilometer langen Wegenetzes und der 272 Schutzhütten in alpiner Lage hin. Weiterhin wird auf die Berücksichtigung von Wegen und Schutzhütten im Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplan 2028–2034 verwiesen.
Quellen: Verband alpiner Vereine Österreichs (Aussendung). Weiterführender Link zur Petition: notruf‑aus‑den‑alpen.at
Kontakt zum Verband alpiner Vereine Österreichs: Verband alpiner Vereine Österreichs, Mag. Miriam Aigner‑Köthe, Telefon: +43 664 9734602, E‑Mail: vavoe [at] vavoe.at, Website: https://vavoe.at