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2/3 der Schüler fühlen sich nicht auf Zukunft vorbereitet

Schülerunion übergibt offenen Brief an Bildungsminister Wiederkehr

17. März 2026
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Eine bundesweite Umfrage zeigt: Zwei Drittel der Schüler wissen nicht, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Die Schülerunion fordert bessere Orientierung.

Zwei von drei Schüler:innen fühlen sich laut einer bundesweiten Umfrage der Schülerunion Österreich nicht ausreichend auf ihre Zukunft vorbereitet. An der Umfrage nahmen mehrere tausend Schüler:innen teil. Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl und Bundesgeschäftsführerin Bernadette Krall übergaben einen offenen Brief an Bildungsminister Christoph Wiederkehr.

Ergebnisse der Umfrage

„Zwei von drei Schüler:innen wissen nicht, welchen Beruf sie später einmal ausüben möchten“, erklärt Bernadette Krall, Bundesgeschäftsführerin der Schülerunion. Die Organisation fordert, Bildungs- und Berufsorientierung im Schulsystem stärker zu fördern und besser zu verknüpfen.

Forderungen der Schülerunion

Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl spricht sich dafür aus, Schüler:innen frühzeitig Einblicke in unterschiedliche Ausbildungswege zu ermöglichen. Als Maßnahmen nennt sie Praktika, Informationsveranstaltungen und Gespräche mit Fachkräften und Studierenden. Die Schülerunion betont, dass berufliche Ausbildung und Studium gleichwertig betrachtet werden sollen.

Verpflichtende Testungen ab der 6. Schulstufe

Die Schülerunion kritisiert in ihrem Schreiben zudem die fehlende Absicherung der Grundkompetenzen. Bundesobmann Maximilian Pech sagt: „Alle Schüler:innen sollen nach der Sekundarstufe I sicher lesen, schreiben und rechnen können, unabhängig davon, ob sie später eine Lehre beginnen oder ein Studium anstreben.“

Die Organisation schlägt vor, bereits in der 6. oder 7. Schulstufe verpflichtende IKM-Testungen durchzuführen. Bei festgestellten Defiziten sollen individuelle Entwicklungsgespräche zwischen Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen stattfinden, um gezielte Fördermaßnahmen festzulegen.

Weitere vorgeschlagene Maßnahmen

Die Schülerunion fordert, dass Lehrkräfte konkrete Schritte setzen, damit betroffene Schüler:innen die notwendigen Grundkompetenzen bis zum Ende der Sekundarstufe I erreichen. Außerdem schlägt sie eine verbindliche Überprüfung dieser Grundkompetenzen im ersten Semester der Abschlussstufe der Sekundarstufe I vor.

Nach Vorstellung der Schülerunion soll bei negativem Ergebnis eine verpflichtende Sommerschule stattfinden, gefolgt von einer Wiederholungsprüfung. Nur mit einem positiven Abschluss soll ein weiterführender Bildungsweg möglich sein. Die Organisation fordert zugleich ein begleitendes System zur Abfederung von Prüfungsangst.

Übergabe des offenen Briefs

Mit der Übergabe des offenen Briefs fordert die Schülerunion Bildungsminister Christoph Wiederkehr auf, konkrete Maßnahmen zur Bildungs- und Berufsorientierung zu setzen. Den offenen Brief stellt die Schülerunion online zur Verfügung.

Über die Schülerunion Österreich

Die Schülerunion hat nach eigenen Angaben über 30.000 Mitglieder. Sie bietet unter anderem einen Schulrechtsnotruf und Weiterbildungen an. In der Bundesschülervertretung (BSV) stellt die Schülerunion im Schuljahr 2025/26 23 von 29 Mandaten. Die Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl kommt von der Schülerunion.

Schlagworte

#Bildung#Schülerunion#Wiederkehr#Berufsorientierung#Bildungspolitik#Pech#Krall#Bundesschulsprecherin#Innenpolitik

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