Am 29. Jänner 2026 wird in Wien ein entscheidendes Pressegespräch stattfinden, das die Zukunft des österreichischen Gewerbes und Handwerks beleuchten soll. Mit über 233.500 Betrieben stellt dieser Sektor nicht nur die größte Arbeitgebersparte dar, sondern ist mit 44.000 Lehrlingen auch der bedeutend
Am 29. Jänner 2026 wird in Wien ein entscheidendes Pressegespräch stattfinden, das die Zukunft des österreichischen Gewerbes und Handwerks beleuchten soll. Mit über 233.500 Betrieben stellt dieser Sektor nicht nur die größte Arbeitgebersparte dar, sondern ist mit 44.000 Lehrlingen auch der bedeutendste Lehrlingsausbilder des Landes. Die Veranstaltung, organisiert von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), verspricht Antworten auf dringende Fragen zur konjunkturellen Entwicklung und den Herausforderungen der Fachkräftesicherung.
Das Gewerbe und Handwerk in Österreich steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Ein zentraler Aspekt ist die Fachkräftesicherung. Der Begriff 'Fachkräftesicherung' beschreibt die Maßnahmen, die ergriffen werden, um sicherzustellen, dass genügend qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Dies umfasst sowohl die Ausbildung neuer Fachkräfte als auch die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter.
Historisch gesehen hat das österreichische Handwerk eine lange Tradition. Die Zünfte des Mittelalters legten den Grundstein für das heutige System der dualen Ausbildung, das Theorie und Praxis kombiniert. Diese Tradition hat sich über Jahrhunderte bewährt und ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Wirtschaft.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass das österreichische System der dualen Ausbildung ähnlich strukturiert ist, jedoch mit spezifischen Anpassungen an die lokalen Gegebenheiten. In Deutschland etwa ist die Anzahl der Lehrlinge pro Betrieb oft höher, während in der Schweiz ein stärkerer Fokus auf innovative Technologien gelegt wird.
Die Auswirkungen der Entwicklungen im Handwerk auf die österreichischen Bürger sind vielfältig. Ein Beispiel ist die Verfügbarkeit qualifizierter Handwerker für Bauprojekte, die direkt die Baukosten und die Qualität der Bauausführung beeinflussen. Zudem spielt das Handwerk eine entscheidende Rolle in der regionalen Wirtschaft, indem es Arbeitsplätze schafft und zur lokalen Wertschöpfung beiträgt.
Die jüngsten Statistiken der KMU Forschung Austria zeigen, dass sich die konjunkturelle Lage im Jahr 2025 stabilisiert hat. Die vierteljährliche Konjunkturbeobachtung weist auf einen leichten Anstieg der Auftragslage hin, was auf eine Erholung nach der Flaute der letzten Jahre hindeutet. Diese Zahlen sind ein positives Signal für die Branche und lassen auf weiteres Wachstum hoffen.
Die Zukunftsperspektiven für das österreichische Handwerk sind vielversprechend. Experten prognostizieren, dass die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen wird. Die Einführung neuer Technologien könnte die Effizienz steigern und neue Geschäftsfelder eröffnen. Gleichzeitig wird die Weiterbildung von Fachkräften immer wichtiger, um mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das österreichische Gewerbe und Handwerk gut aufgestellt ist, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und moderner Technologie bietet zahlreiche Chancen. Die Bürger sind eingeladen, die Entwicklungen im Auge zu behalten und sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich.