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Wirtschaft

Unternehmensstimmung stabilisiert sich in Österreich

WIFO: Konjunkturindikatoren nach Iran‑Krieg auf niedrigem Niveau

11. Juni 2026
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WIFO berichtet, dass sich die Unternehmensstimmung in Österreich im Mai stabilisierte; BIP wuchs im I. Quartal 2026 um 0,2%, Inflationsrate im Mai bei 3,7%.

Nach einem markanten Rückgang der Konjunkturindikatoren infolge des Kriegsbeginns im Iran berichtet das WIFO, dass sich die Indikatoren zuletzt auf einem niedrigen Niveau stabilisiert hätten. In Österreich blieb die Stimmung der Unternehmen im Mai mehrheitlich skeptisch; zugleich haben sich die Lageeinschätzungen nach Angaben des Instituts etwas verbessert.

Der aktuelle WIFO‑Konjunkturbericht konstatiert eine moderat expandierende Wirtschaftsleistung im I. Quartal 2026, die hauptsächlich durch positive Impulse aus der Industrie getragen wurde. Gleichzeitig weisen die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auf eine insgesamt stabile, wenngleich schwache Konjunktur hin.

WIFO‑Konjunkturbericht: Unternehmensstimmung und Lageeinschätzungen

Das WIFO fasst die Beobachtungen zur Unternehmensstimmung so zusammen: Nach dem Einbruch als Reaktion auf den Kriegsbeginn im Iran stabilisierten sich die Konjunkturindikatoren zuletzt auf niedrigem Niveau. Für Österreich stellt das Institut fest, dass die Stimmung der Unternehmen im Mai mehrheitlich skeptisch blieb, während sich die Lageeinschätzungen etwas verbesserten.

Der WIFO‑Konjunkturtest zeigte laut Aussendung verbesserte Lageeinschätzungen auf niedrigem Niveau; die Erwartungen für die kommenden Monate blieben dem Bericht zufolge jedoch gedämpft. Als ergänzende Indikatoren nennt die Meldung den UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex, der im Mai leicht auf 51,7 Punkte gestiegen sei und damit weiterhin ein geringfügiges Wachstum signalisiere.

Internationale Effekte: Iran‑Krieg, Straße von Hormus und Welthandel

Der Bericht verweist ausdrücklich auf Auswirkungen des Iran‑Krieges: "Infolge des Iran‑Krieges und der Blockade der Straße von Hormus ging der internationale Handel im März zurück, vor allem in den unmittelbar betroffenen Regionen", heißt es in der Aussendung mit einem Zitat von Sandra Bilek‑Steindl, der Autorin des aktuellen WIFO‑Konjunkturberichtes.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sei nach wie vor praktisch eingestellt, so das WIFO. Im März gingen dem Bericht zufolge der Welthandel und die weltweite Industrieproduktion zurück, eine Angabe, die das Institut dem Centraal Planbureau (CPB) zurechnet. In den vom Iran‑Krieg betroffenen Regionen seien Exporte und Importe eingebrochen; in den meisten Industrieländern legte der Außenhandel hingegen weiter zu, so die Meldung.

Konkrete Zahlen zur österreichischen Konjunktur im I. Quartal 2026

Die im Bericht erwähnten Ergebnisse der Anfang Juni veröffentlichten vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung weisen laut WIFO auf eine stabile, wenngleich schwache Konjunktur hin. Österreichs Bruttoinlandsprodukt (BIP) expandierte demnach im I. Quartal 2026 um 0,2% gegenüber dem Vorquartal (saison‑ und kalenderbereinigt).

Das WIFO hebt hervor, dass die Industrie positive Impulse lieferte, während die Produktion konsumnaher Dienstleistungen zurückging. Diese Differenzierung zwischen Industrie und Dienstleistungssektoren wird in der Aussendung als zentrales Merkmal des Quartals genannt.

Preis‑ und Inflationsentwicklung in Österreich

Die Aussendung führt aus, dass die Inflationsrate im Mai 2026 gemäß Schnellschätzung beim Verbraucherpreisindex (VPI) 3,7% betrug. Energie habe sich demnach um 9,8% verteuert. Dienstleistungen seien aufgrund ihres hohen Gewichts im Warenkorb und einer überdurchschnittlichen Teuerung von +4,4% erneut der wesentlichste Preistreiber.

Der Bericht stellt zudem auf internationaler Ebene fest, dass Rohöl der Sorte Brent im Mai durchschnittlich rund 100 US‑Dollar je Barrel kostete. In der Aussendung wird dieser Wert im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen genannt; auch weltweit hätten die Verbraucherpreise infolgedessen angezogen, so das WIFO.

Arbeitsmarkt: Arbeitslose und Quote Ende Mai 2026

Zum Arbeitsmarkt nennt das WIFO konkrete Angaben: Die Zahl der Arbeitslosen (einschließlich Personen in Schulung) lag Ende Mai bei 378.300 Personen. Das sei um 0,8% (+2.900 Personen) über dem Vorjahreswert, berichtet das Institut.

Die Aussendung differenziert nach Geschlecht: Während die Arbeitslosigkeit unter Männern leicht zurückging, stieg sie unter Frauen an. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition habe voraussichtlich 7,1% betragen; saisonbereinigt liege sie bei 7,6% und sei damit unverändert gegenüber April.

Begriffe und Institutionen erklärt

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Bericht die zentrale Größe zur Messung der Wirtschaftsleistung. Das WIFO nennt für Österreich einen Anstieg des BIP um 0,2% im I. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal (saison‑ und kalenderbereinigt).

Verbraucherpreisindex (VPI) und Inflationsrate

Der VPI ist die in der Aussendung genannte Grundlage für die Inflationsangabe von 3,7% im Mai 2026 (Schnellschätzung). Energie und Dienstleistungen werden in der Meldung als maßgebliche Komponenten mit konkreten Änderungsraten angegeben.

WIFO‑Konjunkturtest

Der WIFO‑Konjunkturtest wird in der Aussendung als Quelle für die Einschätzung der Unternehmenslage und der Erwartungen genannt. Dem Bericht zufolge verbesserten sich die Lageeinschätzungen laut diesem Test auf niedrigem Niveau, die Erwartungen blieben jedoch gedämpft.

UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex (PMI)

Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex wird in der Meldung als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung genannt. Der Index stieg im Mai leicht auf 51,7 Punkte und signalisiere damit weiterhin ein geringfügiges Wachstum, so das WIFO.

Straße von Hormus

Die Straße von Hormus wird in der Aussendung als entscheidender Schifffahrtsweg genannt, dessen Blockade durch den Konflikt im Iran den internationalen Handel beeinträchtigte. Das WIFO berichtet, dass der Schiffsverkehr durch diese Route nach wie vor praktisch eingestellt sei.

Welche Aussagen nennt das WIFO direkt?

Die zentralen, wörtlich oder sinngemäß in der Aussendung enthaltenen Aussagen sind: die Stabilisierung der Konjunkturindikatoren auf niedrigem Niveau nach dem Einbruch infolge des Iran‑Krieges; die mehrheitlich skeptische Unternehmensstimmung in Österreich im Mai; das moderate Wachstum des BIP im I. Quartal 2026 (+0,2% gegenüber Vorquartal); die Inflationsrate von 3,7% im Mai (VPI, Schnellschätzung); sowie die Zahl der Arbeitslosen Ende Mai mit 378.300 Personen.

Darüber hinaus benennt das WIFO internationale Indikatoren wie den Rückgang von Welthandel und Industrieproduktion im März (Quelle: CPB), den Brent‑Preis von rund 100 US‑Dollar je Barrel im Mai und einen S&P Manufacturing PMI für die USA von 55,1 Punkten im Mai.

FAQ zur aktuellen WIFO‑Analyse

Was sagt das WIFO zur Unternehmensstimmung in Österreich?

Das WIFO berichtet, dass die Stimmung der Unternehmen im Mai mehrheitlich skeptisch blieb, wobei sich laut Konjunkturtest die Lageeinschätzungen etwas verbesserten. Die Aussendung spricht dabei von einer Stabilisierung der Indikatoren auf einem niedrigen Niveau nach dem Einbruch infolge des Iran‑Krieges.

Welche internationalen Effekte nennt das WIFO als Einflussfaktoren?

Die Meldung hebt ausdrücklich den Iran‑Krieg und die Blockade der Straße von Hormus hervor: Demnach ging der internationale Handel im März zurück, vor allem in den unmittelbar betroffenen Regionen, und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sei praktisch eingestellt.

Wie entwickelte sich das BIP in Österreich im I. Quartal 2026?

Laut WIFO expandierte Österreichs BIP im I. Quartal 2026 um 0,2% gegenüber dem Vorquartal (saison‑ und kalenderbereinigt). Der Bericht nennt die Industrie als Lieferantin positiver Impulse, während die Produktion konsumnaher Dienstleistungen zurückging.

Wie hoch war die Inflationsrate im Mai 2026?

Die Aussendung gibt die Inflationsrate (VPI, Schnellschätzung) für Mai 2026 mit 3,7% an. Energie verteuerte sich demnach um 9,8%, und Dienstleistungen trugen mit einer Teuerung von +4,4% wesentlich zum Gesamtanstieg bei.

Welche Arbeitsmarktzahlen nennt das WIFO?

Das Institut berichtet, dass die Zahl der Arbeitslosen (einschließlich Personen in Schulung) Ende Mai bei 378.300 Personen lag, was einem Anstieg von 0,8% (+2.900) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition wird mit voraussichtlich 7,1% angegeben; saisonbereinigt liegt sie bei 7,6% und damit unverändert gegenüber April.

Welche Indikatoren aus anderen Ländern werden erwähnt?

In der Aussendung werden mehrere internationale Indikatoren genannt: Der S&P Manufacturing PMI für die USA erhöhte sich im Mai auf 55,1 Punkte; im Euro‑Raum stabilisierte sich der Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung (ESI) im Mai; in Deutschland habe sich das ifo‑Geschäftsklima wieder etwas aufgehellt.

Quellen und Kontakt

Quelle: WIFO, Aussendung zum WIFO‑Konjunkturbericht, 11. Juni 2026.

Für Rückfragen steht Mag. Dr. Marcus Scheiblecker am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, von 10 bis 13 Uhr zur Verfügung. Kontakt: Tel. (1) 798 26 01 – 245 (angegeben als Ansprechpartner in der Aussendung). E‑Mail: marcus.scheiblecker [at] wifo.ac.at.

Schlagworte

#Unternehmensstimmung#Konjunktur#Inflation#Arbeitsmarkt#Energie#WIFO#Preise

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