Wirtschaft

dpa-Nachhaltigkeitsbericht 2025: CO2-Emissionen sinken

Vierter Bericht der Agentur, erstmals nach VSME-Standard; Dienstreisen fallen, Pendelverkehr steigt

21. Juli 2026

Die dpa veröffentlicht den vierten Nachhaltigkeitsbericht 2025: CO2-Emissionen sinken um 9,3 %, Fluktuation fällt, Bericht erstmals nach VSME-Standard.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat ihren vierten Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Der Bericht dokumentiert messbare Angaben für die gesamte Unternehmensgruppe in den drei Bereichen Umwelt (Planet), Mitarbeitende (People) und verantwortungsvolles Wirtschaften (Prosperity). Erstmals orientiert sich die dpa dabei an dem VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard) der EFRAG.

Die dpa benennt in der Aussendung konkrete Kennzahlen: Insgesamt meldet die Gruppe 2.737 Tonnen CO2-Äquivalente für 2025; das sind 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Neben der reinen Zahlenmeldung enthält die Veröffentlichung Angaben zu Personalstruktur, HR-Initiativen, Richtlinien für den Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie Angaben zu Angeboten zur Förderung der Nachrichtenkompetenz.

dpa veröffentlicht vierten Nachhaltigkeitsbericht 2025

Die Agentur beschreibt den Nachhaltigkeitsbericht 2025 als eine Zusammenstellung von Fortschritten, Herausforderungen und Entwicklungen für die dpa-Unternehmensgruppe im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2025. Nach Angaben der dpa handelt es sich um eine freiwillige Veröffentlichung; nach aktuellem Stand unterliege das Unternehmen keiner gesetzlichen Berichtspflicht. Ergänzend soll ein erstmals erschienenes Nachhaltigkeitsmagazin als Teil des Geschäftsberichts die Schwerpunktthemen zusammenfassen.

Die dpa gibt an, dass der Bericht sowohl das Basis- als auch das Comprehensive-Modul des VSME-Standards abdeckt. Eine externe Prüfung des Berichts habe nicht stattgefunden. Der Bericht bezieht sich laut Aussendung auf die gesamte dpa-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Hamburg, dem Standort Berlin sowie allen weiteren Büros und Tochtergesellschaften in Deutschland.

CO2-Emissionen: Zahlen und zentrale Emissionstreiber 2025

Für das Berichtsjahr 2025 verzeichnet die dpa-Gruppe insgesamt 2.737 Tonnen CO2-Äquivalente (CO2e). Im Vergleich zum Vorjahr 2024 (3.017 t CO2e) entspricht dies einem Rückgang von 9,3 Prozent. Bezogen auf die 1.320 Mitarbeiter des Konzerns nennt die dpa eine Pro-Kopf-Emission von 2,07 t CO2e.

Die Agentur benennt Sportgroßereignisse als zentrale Emissionstreiber. Laut Bericht verursachen diese insbesondere CO2-intensive Flugreisen, die dem Ziel dienen, eine umfassende Berichterstattung sicherzustellen. In einem Jahr ohne Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaft sanken die Emissionen aus Dienstreisen demnach von 1.430 auf 1.085 Tonnen CO2e.

Gleichzeitig nennt die dpa einen Anstieg der Emissionen aus dem Pendelverkehr von 615 auf 818 Tonnen CO2e (+33 Prozent). Als Grund für diesen Anstieg führt die Agentur eine stärkere Büropräsenz der Belegschaft an. Darüber hinaus wirken sich laut Meldung präzisierte Emissionsfaktoren für die Fernwärmeversorgung an den Standorten Hamburg und Frankfurt positiv auf die Bilanz aus.

Personalzahlen und HR-Initiativen der dpa

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 beschäftigt die dpa-Gruppe nach eigenen Angaben konzernweit 1.202 Mitarbeiter im In- und Ausland (ohne Aushilfen und Praktikanten). Die dpa berichtet über eine gesunkene Fluktuationsrate: Diese fiel demnach von 10,2 Prozent im Jahr 2024 auf 5,9 Prozent im Jahr 2025.

  • 46 Prozent der Beschäftigten sind Frauen
  • 91 Prozent der Mitarbeitenden haben unbefristete Verträge
  • 8 Prozent der Belegschaft sind unter 30 Jahre alt
  • 70 Prozent der Volontäre sind Frauen

Ein Schwerpunkt der HR-Arbeit lag den Angaben zufolge auf einer konzernweiten Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU), die sich über die Jahre 2024 und 2025 erstreckte. Vier Themenfelder standen im Mittelpunkt: Kommunikation & Feedback, Arbeitsorganisation & Zusammenarbeit, Führung & Verantwortung sowie Workload, Erholung & Selbstmanagement.

Im Rahmen des vom Konzernbetriebsrat initiierten Projekts "Angstfreie Kommunikation im dpa-Konzern" wurden Spannungsfelder zwischen jüngeren und älteren Beschäftigten identifiziert und mit einer konzernweiten Diskussionsveranstaltung unter dem Motto "Generations United - gemeinsam stark" adressiert. Das Führungskräftenachwuchsprogramm "dpa steps" wurde 2025 laut Meldung fortgesetzt.

Die dpa verweist zudem auf die journalistische Ausbildung: Der Großteil der Volontariatsabsolventinnen und -absolventen sei wie in den Vorjahren in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen worden, und zahlreiche frühere Volontäre bekleiden demnach heute Führungspositionen innerhalb der Gruppe. Für berufsbedingte Belastungssituationen stellt die dpa dauerhaft eine Krisen-Akutintervention über den TÜV Nord bereit.

KI, Informationssicherheit und die Initiative #UseTheNews

Im Bereich "Prosperity" nennt die dpa verbindliche KI-Guidelines. Nach Angaben der Agentur regeln diese unter anderem, dass keine mit KI-Unterstützung erstellten Inhalte ohne menschliche Kontrolle und das Vieraugenprinzip ausgeliefert werden. Parallel nennt die dpa die Entwicklung von Innovationen wie einen KI-Rechercheassistenten.

Die dpa beschreibt außerdem Initiativen zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz junger Menschen. Die Initiative #UseTheNews fördere zusammen mit Medienpartnern und der Zivilgesellschaft die Nachrichtenkompetenz unter anderem durch Newscamps und das Projekt "Zuversicht". Neu sei zudem ein Competence Center Young Audiences (CCYA), das sich gezielt an jüngere Zielgruppen richte.

VSME-Standard, Berichtsumfang und Prüfhinweis

Die dpa gibt an, dass der Nachhaltigkeitsbericht 2025 erstmals am VSME-Standard der EFRAG orientiert sei und sowohl das Basis- als auch das Comprehensive-Modul umfasse. Der VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard) wird in der Meldung als Bezugsrahmen genannt; die dpa weist darauf hin, dass die Veröffentlichung freiwillig erfolgt und das Unternehmen nach aktuellem Stand keiner gesetzlichen Berichtspflicht unterliege.

Die Agentur teilt mit, dass keine externe Prüfung des Berichts stattgefunden hat. Der Bericht bezieht sich laut dpa auf die gesamte Unternehmensgruppe inklusive Hauptsitz Hamburg, Standort Berlin sowie weiteren Büros und Tochtergesellschaften in Deutschland. Ergänzend veröffentlicht die dpa ein als Teil des Geschäftsberichts gestaltetes Nachhaltigkeitsmagazin, das die Schwerpunktthemen zusammenfasst.

Begriffe aus dem Bericht erklärt

VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard)

Der VSME-Standard wird in der Meldung als Referenzrahmen genannt, an dem sich die dpa erstmals orientiert. Die dpa gibt an, sowohl das Basis- als auch das Comprehensive-Modul dieses Standards im Bericht abzudecken. Nach Angaben der dpa erfolgt die Anwendung freiwillig.

CO2-Äquivalente (CO2e)

Die dpa nutzt in ihrer Berichterstattung die Einheit CO2-Äquivalente, um verschiedene Treibhausgase in einer gemeinsamen Maßeinheit auszudrücken. Im Bericht nennt die Agentur die Gesamtmenge von 2.737 Tonnen CO2e für 2025 und eine Pro-Kopf-Emission von 2,07 t CO2e bezogen auf 1.320 Mitarbeiter.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBU)

Die GBU ist nach Angaben der dpa eine konzernweite Bestandsaufnahme, die sich über 2024 und 2025 erstreckt hat. Bei der dpa standen Kommunikation & Feedback, Arbeitsorganisation & Zusammenarbeit, Führung & Verantwortung sowie Workload, Erholung & Selbstmanagement im Mittelpunkt.

Volontariat

Die dpa verweist auf die journalistische Ausbildung in Form von Volontariaten: Der Großteil der Absolventinnen und Absolventen sei in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen worden, und viele ehemalige Volontäre bekleiden heute Führungspositionen bei der dpa-Gruppe.

Welche Inhalte der Bericht enthält

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 enthält nach Angaben der dpa Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen, Aufstellungen zu Emissionsquellen wie Dienstreisen und Pendelverkehr, Personalstatistiken mit Angaben zu Fluktuation, Vertragsformen und Altersstruktur sowie Beschreibungen von HR-Projekten wie der GBU und dem Programm "dpa steps".

Darüber hinaus beschreibt der Bericht Richtlinien und Initiativen im Bereich Künstliche Intelligenz, nennt Maßnahmen zur Informationssicherheit und stellt Projekte zur Förderung der Nachrichtenkompetenz junger Menschen vor. Ergänzend fasst das Nachhaltigkeitsmagazin diese Schwerpunkte als Teil des Geschäftsberichts zusammen.

FAQ zum Nachhaltigkeitsbericht 2025

Wer hat den Bericht erstellt und welchen Zeitraum deckt er ab?

Die dpa hat laut eigener Angabe den vierten Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 veröffentlicht. Der Bericht bezieht sich auf die gesamte dpa-Unternehmensgruppe inklusive Hauptsitz Hamburg, dem Standort Berlin sowie weiteren Büros und Tochtergesellschaften in Deutschland.

Nach welchem Standard wurde berichtet?

Erstmals orientiert sich die dpa an dem VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard) der EFRAG und gibt an, sowohl das Basis- als auch das Comprehensive-Modul abzudecken. Die Agentur weist darauf hin, dass die Veröffentlichung freiwillig erfolgt und nach aktuellem Stand keine gesetzliche Berichtspflicht besteht.

Wie haben sich die CO2-Emissionen entwickelt?

Die dpa nennt für 2025 insgesamt 2.737 Tonnen CO2-Äquivalente, was einem Rückgang von 9,3 Prozent gegenüber 2024 (3.017 t CO2e) entspricht. Dienstreisen wurden mit 1.085 Tonnen CO2e angegeben, das sei ein Rückgang gegenüber 1.430 Tonnen im Vorjahr, während die Emissionen aus dem Pendelverkehr von 615 auf 818 Tonnen CO2e stiegen.

Welche Personalkennzahlen nennt die dpa?

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 gibt die dpa 1.202 Mitarbeiter an (ohne Aushilfen und Praktikanten). Die Fluktuationsrate sank laut Bericht von 10,2 Prozent (2024) auf 5,9 Prozent (2025). Weitere Angaben betreffen Anteilswerte bei Frauen, Vertragsformen und Altersstruktur.

Wie regelt die dpa den Einsatz von Künstlicher Intelligenz?

Die dpa nennt verbindliche KI-Guidelines, nach denen keine mit KI-Unterstützung erstellten Inhalte ohne menschliche Kontrolle und das Vieraugenprinzip ausgeliefert werden dürfen. Parallel berichtet die Agentur über die Entwicklung eines KI-Rechercheassistenten als Innovationsmaßnahme.

Wurde der Bericht extern geprüft?

Die dpa gibt an, dass eine externe Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts 2025 nicht stattgefunden hat. Die Veröffentlichung erfolgt nach Angaben der Agentur auf freiwilliger Basis.

Quellen und Kontakt

Web-Version des Nachhaltigkeitsberichts 2025: dpa-nachhaltigkeit2025.verso.de

PDF-Version (Login via dpa ID): epaper.dpa.com

Weitere Hinweise zur Unabhängigkeit der dpa: dpa.com: Unabhängigkeit

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