Am 17. Dezember 2025 fand im Wiener Gemeinderat eine hitzige Debatte über den Budgetvoranschlag für das Jahr 2026 statt. Die Wiener Volkspartei, vertreten durch Gemeinderätin Ingrid Korosec, Stadträtin Kasia Greco und Gemeinderat Michael Gorlitzer, kritisierte die SPÖ-Neos-Stadtregierung für ihre Bu
Am 17. Dezember 2025 fand im Wiener Gemeinderat eine hitzige Debatte über den Budgetvoranschlag für das Jahr 2026 statt. Die Wiener Volkspartei, vertreten durch Gemeinderätin Ingrid Korosec, Stadträtin Kasia Greco und Gemeinderat Michael Gorlitzer, kritisierte die SPÖ-Neos-Stadtregierung für ihre Budgetplanung. Trotz historisch hoher Investitionen in Höhe von 7,368 Milliarden Euro im Gesundheitsbereich fehlen klare Prioritäten und messbare Ziele, die den Wiener Bürgern zugutekommen könnten.
Der Bereich Gesundheit und Soziales umfasst etwa ein Drittel des gesamten Wiener Haushalts, was einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gemeinderätin Ingrid Korosec betont, dass diese Summe kein Geschenk, sondern ein klarer Auftrag sei. Trotz des massiven Mitteleinsatzes verschärfen sich jedoch Personalmangel, Wartezeiten auf Operationen und organisatorische Defizite im Wiener Gesundheitsverbund weiter. Fast 500 Pflegekräfte fehlen, über 1.200 Betten sind gesperrt und die Wartezeiten auf Operationen sind monatelang. Diese Probleme zeigen, dass das System stark belastet ist.
Besonders alarmierend ist die Situation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Der schleppende Fortschritt bei der Digitalisierung, wie die fehlende Einführung digitaler Fieberkurven, wird als Führungsproblem gesehen. Korosec fordert eine flächendeckende Einführung der digitalen Fieberkurve bis Ende 2026 sowie eine zentrale OP-Planung mit echtem Zwei-Schicht-Betrieb.
Stadträtin Kasia Greco kritisiert die unverhältnismäßigen Einschnitte im Sportbereich. Obwohl Sparmaßnahmen notwendig sind, sollten diese ausgewogen und nach einem klaren Gesamtkonzept über alle Bereiche hinweg verteilt werden. Besonders betroffen sind die Sportstätten, deren Budget mehr als halbiert wurde. Dies betrifft Bereiche mit hohem Investitions- und Sanierungsbedarf wie veraltete Sportstätten und beschädigte Laufbahnen.
Sportstätten sind für die Gesundheit und Prävention der Bevölkerung von großer Bedeutung. Ohne klare Prioritäten und transparente Zeitpläne sieht Greco die Gefahr, dass Prävention, Nachwuchsarbeit und Vereinsstrukturen auf der Strecke bleiben. Sie fordert eine nachvollziehbare Gesamtstrategie und langfristige Planung für den Wiener Sport.
Gemeinderat Michael Gorlitzer kritisiert die fehlende Klarheit bei Investitionen in Milliardenhöhe. Der vorliegende Wirtschaftsplan sei kein verbindliches Dokument, sondern ein Dokument des „Voraussichtlich“ und des „Irgendwann“. Verzögerungen bei Klinik-Neubauten, unklare Zeitpläne und steigende Kosten würden verschleiert statt offen benannt. Gorlitzer fordert konkrete Meilensteine, volle Kostentransparenz und klare Rechenschaftspflichten bei Verzögerungen.
Die Wiener Volkspartei fordert von der SPÖ-Neos-Stadtregierung klare Prioritäten, effiziente Strukturen und messbare Ergebnisse im Gesundheitssystem, im Sport und bei Investitionen. Ohne diese Reformen sieht die Partei die Gefahr, dass Wien in den kommenden Jahren an Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität verliert.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich sowie zu Deutschland und der Schweiz, zeigt sich, dass Wien mit seinen Investitionen im Gesundheitssektor zwar an der Spitze steht, jedoch in der Umsetzung hinterherhinkt. Während in der Schweiz die Digitalisierung des Gesundheitswesens bereits weit fortgeschritten ist, kämpft Wien noch mit grundlegenden organisatorischen Problemen. Auch in Deutschland gibt es ähnliche Herausforderungen, allerdings sind dort die Investitionen oft zielgerichteter und von klaren Strategien begleitet.
Die Auswirkungen der aktuellen Budgetplanung sind für die Wiener Bürger spürbar. Lange Wartezeiten auf medizinische Behandlungen und unzureichende Sporteinrichtungen beeinträchtigen die Lebensqualität. Beispielsweise müssen Patienten oft monatelang auf notwendige Operationen warten, was nicht nur gesundheitliche, sondern auch psychologische Belastungen mit sich bringt. Der Mangel an modernen Sportstätten schränkt die Möglichkeiten für sportliche Betätigung ein, was sich langfristig negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken kann.
Statistiken zeigen, dass Wien im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten bei der Gesundheitsversorgung gut abschneidet, jedoch gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf in der Effizienz und Organisation. Die Investitionen in den Sportbereich sind im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich, was auf die fehlenden strategischen Planungen zurückzuführen ist.
Für die Zukunft ist es entscheidend, dass Wien seine Investitionen effizienter gestaltet. Eine klare Priorisierung und transparente Planung sind notwendig, um die Lebensqualität der Bürger zu verbessern. Die Wiener Volkspartei hat konkrete, finanzierbare Vorschläge eingebracht, um die Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Sport und Investitionen zu meistern. Dazu gehören die Einführung moderner Technologien im Gesundheitswesen und eine umfassende Sanierung der Sportstätten.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Wiener Stadtregierung vor der Herausforderung steht, ihre milliardenschweren Budgets in konkrete Verbesserungen umzusetzen. Die Bürger erwarten nicht nur Ankündigungen, sondern sichtbare Ergebnisse, die ihre Lebensqualität steigern.
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