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Wien: Bis zu 1.500€ Förderung für Sonnenschutz beantragen

Stadt zahlt bereits über 25 Millionen Euro an Wiener:innen aus

28. Februar 2026 um 11:18
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Rechtzeitig vor dem Sommer: Wien fördert außenliegenden Sonnenschutz mit bis zu 1.500 Euro pro Wohnung. 2024 war Rekordjahr.

Der Sommer steht vor der Tür, und damit auch die Zeit der heißen Temperaturen, die Wohnungen schnell überhitzen lassen. Die Stadt Wien bietet Bewohner:innen eine attraktive Lösung: eine großzügige Förderung für nachträglich montierte Sonnenschutzeinrichtungen wie Rollläden, Jalousien oder Markisen. Die Nachfrage ist enorm – und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Rekordnachfrage bei Sonnenschutzförderung

Die Wiener:innen haben die städtische Sonnenschutzförderung regelrecht erobert. Seit der Einführung im Jahr 2020 wurde die Förderung bereits über 22.000-mal in Anspruch genommen. Das Ergebnis: Die Stadt Wien hat bisher über 25 Millionen Euro an Fördergeldern für Sonnenschutzmaßnahmen ausbezahlt. Allein heuer wurden bereits über eine Million Euro ausgeschüttet.

Besonders beeindruckend sind die Zahlen von 2024: Mit 4.515 genehmigten Anträgen und 5,45 Millionen Euro an Fördersumme war es ein absolutes Rekordjahr. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 50 Prozent bei den ausgeschütteten Fördergeldern.

"Es ist sehr erfreulich, dass die Sonnenschutzförderung von den Wienerinnen und Wienern so gut angenommen wird", erklärt Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál. "Wir können mit der Förderung unterstützen, die Wohnqualität auch während der sommerlicher Hitzephasen sicherzustellen."

Förderkonditionen: 50 Prozent der Kosten übernommen

Die Förderung ist bewusst großzügig gestaltet: Die Stadt Wien übernimmt 50 Prozent der anfallenden Kosten für die Nachrüstung mit außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen, maximal jedoch 1.500 Euro pro Wohneinheit. Dabei ist es unerheblich, ob die Rechnung 100 Euro oder 5.000 Euro beträgt – bis zur Höchstgrenze zahlt die Stadt immer die Hälfte mit.

Ein weiterer Vorteil: Die Förderung kann sogar zweimal in Anspruch genommen werden, falls der Einbau schrittweise erfolgt und der Maximalbetrag von 1.500 Euro noch nicht erreicht wurde. Dies ermöglicht es Bewohner:innen, ihre Wohnung nach und nach mit Sonnenschutz auszustatten.

Wichtig ist, dass die vorgelegte Rechnung zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als sechs Monate sein darf. Ein Antrag ist jederzeit möglich – ideal also, um noch rechtzeitig vor Sommerbeginn aktiv zu werden.

Diese Sonnenschutzarten werden gefördert

Die Förderung umfasst verschiedene außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen, die nachweislich effektiv gegen Überhitzung helfen:

  • Rollläden
  • Lamellenbehänge und Jalousien
  • Vertikale Fassadenmarkisen
  • Fensterläden

Der Fokus liegt bewusst auf außenliegenden Systemen, da diese deutlich effektiver sind als innenliegender Sonnenschutz. Durch den Einsatz dieser Einrichtungen werden Innenräume spürbar weniger aufgeheizt, was den Energiebedarf für eine etwaige Raumkühlung effektiv verringert.

Vereinfachte Regelungen seit 2024

Seit Inkrafttreten der Sanierungs- und Dekarbonisierungsverordnung 2024 gelten vereinfachte Bestimmungen. Das wichtigste: Es gibt kein Mindestalter für das Bestandsgebäude mehr. Diese Regelungsänderung hat nicht nur den Kreis der Förderwerber:innen erweitert, sondern auch die Abwicklung deutlich vereinfacht.

Antragsberechtigt sind alle Eigentümer:innen, Mieter:innen und Nutzungsberechtigte einer Wohnung im mehrgeschossigen Wohnbau in Wien, die ihren Hauptwohnsitz in der betreffenden Wohnung haben. Bei Mietwohnungen ist allerdings die schriftliche Zustimmung der Hauseigentümer:innen zur Montage erforderlich.

Wirtschaftlicher als Klimaanlagen

Außenliegender Sonnenschutz ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft. Im Vergleich zu Klimaanlagen, die in der Anschaffung sehr teuer sind und im Betrieb viel Energie verbrauchen, bieten Sonnenschutzeinrichtungen eine nachhaltige und kostengünstige Alternative.

Die Investition zahlt sich doppelt aus: Einerseits durch die städtische Förderung, andererseits durch die langfristigen Energieeinsparungen. Bei sommerlichen Temperaturen können gut beschattete Räume bis zu 10 Grad kühler bleiben als ungeschützte.

Benötigte Unterlagen für den Antrag

Für eine reibungslose Abwicklung sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Rechnung einer Montagefirma (nicht älter als 6 Monate)
  • Bei Fassadenmarkisen: Qualitätsnachweis des Herstellers
  • Bei Mietwohnungen: schriftliche Zustimmung der Hauseigentümer:innen
  • In Schutzzonen: Bewilligung der MA 19 über die MA 37

Wichtig: Reine Materialkosten mit Eigenleistungen können nicht gefördert werden. Es müssen Rechnungen von professionellen Montagefirmen vorgelegt werden, die sowohl Material als auch Montage umfassen.

So funktioniert die Antragstellung

Der Antrag kann auf zwei Wegen gestellt werden: Entweder persönlich bei der MA 50 am Maria-Restituta-Platz 1 im 20. Bezirk (6. Stock) oder bequem online über die städtische Website. Die Online-Abwicklung hat sich als besonders beliebt erwiesen und ermöglicht eine schnelle Bearbeitung.

Die Bearbeitungszeit ist in der Regel kurz, da die Förderkriterien klar definiert sind. Nach positiver Prüfung wird die Förderung zeitnah ausbezahlt.

Klimaschutz und Wohnqualität im Fokus

Die Sonnenschutzförderung ist Teil der umfassenden Klimastrategie der Stadt Wien. In Zeiten des Klimawandels und steigender Temperaturen werden passive Kühlungsmaßnahmen immer wichtiger. Außenliegender Sonnenschutz trägt dazu bei, den Energieverbrauch für Kühlung zu reduzieren und damit CO2-Emissionen zu vermeiden.

Gleichzeitig verbessert sich die Wohnqualität erheblich. Gut beschattete Räume bleiben auch an heißen Tagen angenehm kühl und bieten einen besseren Schlafkomfort – ein wichtiger Faktor für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner:innen.

Wer noch für diesen Sommer vorsorgen möchte, sollte zeitnah handeln. Die rechtzeitige Beantragung vor Sommerbeginn stellt sicher, dass die neuen Sonnenschutzeinrichtungen noch vor den heißesten Monaten montiert werden können.

Schlagworte

#Wien#Sonnenschutz#Wohnbauförderung#Klimaschutz#Gaál

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