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Weltnichtraucher*innentag/Tabak- und Nikotinkonsum/Stadt Wien/Gesundheit/Gesellschaft

Weltnichtraucher*innentag: Prävention und Entwöhnung stärken

30. Mai 2026
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Anlässlich des Weltnichtraucher*innentags am 31. Mai 2026 macht die Stadt Wien auf die Gefahren von Tabak- und Nikotinkonsum aufmerksam. Gesundheitsrisiken und Zahlen Tabak- und Ni...

Anlässlich des Weltnichtraucher*innentags am 31. Mai 2026 macht die Stadt Wien auf die Gefahren von Tabak- und Nikotinkonsum aufmerksam.

Gesundheitsrisiken und Zahlen

Tabak- und Nikotinkonsum gehören zu den häufigsten vermeidbaren Gesundheitsrisiken und stehen in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen sowie verschiedenen Krebsformen. In Österreich sind jährlich schätzungsweise 8.500 Todesfälle bzw. zehn Prozent aller Todesfälle auf das Rauchen von Tabak zurückzuführen. Das entspricht rund 23 Todesfällen pro Tag. Unter Berücksichtigung aller Nikotinprodukte (Rauchwaren, elektronische Inhalationsprodukte, rauchfreie Nikotinprodukte) konsumieren rund 24 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren täglich Nikotin. Zudem verursacht das Rauchen allein in Österreich volkswirtschaftliche Folgekosten in Milliardenhöhe.

Neue Produkte und Dualkonsum

Ewald Lochner, Koordinator für Sucht- und Drogenfragen, warnt: „Aktuelle Daten zeigen, dass sich das Konsumverhalten insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen verändert. Neue Nikotinprodukte wie E-Zigaretten werden zunehmend genutzt. Besonders gesundheitsgefährdend ist der sogenannte Dualkonsum, also die parallele oder wechselnde Nutzung verschiedener Nikotinprodukte wie Zigaretten, E-Zigaretten, Nikotinbeutel oder anderer rauchfreier Nikotinprodukte. Neben den gesundheitlichen Folgen werden so auch Konsummuster aufrechterhalten, die den Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit erschweren. Die Stadt Wien setzt sich daher für eine konsequente Tabak- und Nikotinpolitik ein, die über Prävention hinausgeht und gezielt jene Rahmenbedingungen verändert, die Konsum fördern, Abhängigkeit begünstigen und besonders junge Menschen gefährden.“

Tobacco Control Scale 2025

Die im Mai vorgestellte Tobacco Control Scale 2025 bewertet die Umsetzung der von der WHO vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduzierung von Tabak- und Nikotinabhängigkeit mit 48 von 100 möglichen Punkten. Damit liegt Österreich im unteren Mittelfeld.

Lisa Brunner, Leiterin ARGE Suchtvorbeugung, erklärt: „Aus fachlicher Sicht gibt es gut belegte und wirksame Ansatzpunkte, um die Nikotinabhängigkeit zu reduzieren. Die WHO hat dazu klare Empfehlungen formuliert, die Österreich jederzeit umsetzen könnte. Dazu zählen sowohl präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Nikotinabhängigkeit – wie etwa deutlich höhere Preise für Tabak- und Nikotinprodukte oder umfassende Werbeverbote – als auch wirksame Maßnahmen zur Behandlung, insbesondere die Verfügbarkeit von Behandlungsangeboten für Menschen mit abhängigem Konsum inklusive Zugangs zu Medikation. Österreich hat Handlungsspielraum, der nicht genutzt wird!”

Entwöhnung und Unterstützung

Rund die Hälfte der Personen, die täglich oder fast täglich rauchen, denkt bereits über einen Rauchstopp nach. Eine Entwöhnung bringt spürbare Vorteile: Schon nach kurzer Zeit verbessert sich die Gesundheit, sowohl körperlich als auch psychisch, und das Risiko für schwere Erkrankungen sinkt langfristig deutlich. Am besten gelingt der Konsumstopp mit guter Vorbereitung, richtiger Unterstützung und einem klaren Plan. Besonders wirksam ist die Kombination aus verhaltenstherapeutischer Begleitung, Strategien für Risikosituationen und bei Bedarf medikamentöser Unterstützung in Form einer Nikotinersatztherapie oder anderer entwöhnungsunterstützender Medikamente.

  • Rauchfrei Telefon: kostenfreie Beratung durch klinische Psycholog*innen unter 0800 810 013, Montag bis Freitag 10:00–18:00 Uhr
  • Sucht- und Drogenkoordination Wien ist Kooperationspartnerin des Rauchfrei Telefons

Quelle: Stadt Wien - Kommunikation und Medien (KOM). Originalmeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260530_OTS0004/weltnichtraucherinnentag-praevention-und-entwoehnung-staerken-rahmenbedingungen-veraendern

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