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VKI-Test: UV-Shirts für Kinder – Hälfte fällt durch

28. Mai 2026
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28. Mai 2026 – Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Rahmen des EU-geförderten Projektes „ToxFree LIFE for all“ gemeinsam mit europäischen Verbraucherorganisationen UV-Shirts für Kinde...

28. Mai 2026 – Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Rahmen des EU-geförderten Projektes „ToxFree LIFE for all“ gemeinsam mit europäischen Verbraucherorganisationen UV-Shirts für Kinder getestet. Das Ergebnis: Rund die Hälfte der 12 in Österreich erhältlichen Shirts bietet keinen ausreichenden UV-Schutz, und acht Produkte enthielten Bisphenole. Insgesamt wurden 4 „gut“, 1 „durchschnittlich“, 2 „weniger zufriedenstellend“ und 5 „nicht zufriedenstellend“ vergeben.

Die Hälfte versagt beim UV-Schutz

Ein UV-Shirt mit UV-Schutzfaktor (UPF) 50+ sollte vereinfacht gesagt dieselbe Schutzwirkung bieten wie Sonnencreme mit entsprechender Auslobung. Im Test hielten jedoch nur 6 von 12 Produkten den angegebenen UV-Schutz tatsächlich ein. Zum Vergleich wurden zwei normale Baumwollshirts getestet: Das weiße Leibchen bot keinen UV-Schutz, das schwarze T-Shirt erreichte einen Schutzfaktor von 50+. "Das schwarze T-Shirt bot damit in vielen Fällen besseren Schutz als die getesteten UV-Shirts", betont VKI-Projektleiterin Birgit Schiller. Sie ergänzt: "Als Faustregel gilt: Je dunkler die Farbe eines Shirts, desto besser ist der Sonnenschutz – unabhängig vom Material. Zusätzlich kommt es aber auch auf die Qualität des Stoffes und die Verarbeitung an."

Bisphenole gefunden

Bisphenole zählen laut VKI zu den meistproduzierten Industriechemikalien und können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen sowie das Hormonsystem stören. Sie wurden in 8 von 12 getesteten UV-Shirts nachgewiesen. "Zwar konnten wir in keinem T-Shirt Bisphenol A (BPA) in zu hohen Mengen nachweisen. Allerdings fanden wir ‚Ersatz-Bisphenole‘ wie BPS oder BPF, die jedoch nicht weniger besorgniserregend sind", so VKI-Chemikalienexpertin Birgit Schiller. In drei Shirts war die Belastung so hoch, dass sie in diesem Prüfpunkt als "nicht zufriedenstellend" bewertet wurden – konkret bei Produkten von Hofer, Takko und Tchibo. "Von keinem der getesteten Produkte geht dahingehend jedoch eine unmittelbare Gefahr aus", beruhigt Schiller.

Mikrofasern als Problem

Als Quelle für Mikroplastik nennt der VKI den Faserabrieb synthetischer Kleidung wie Polyester und Elastan, aus denen viele UV-Shirts bestehen. Mikrofasern finden sich inzwischen in Trinkwasser, Luft, Hausstaub, Ackerböden, Lebensmitteln und sogar im menschlichen Körper. "Erschwerend kommt hinzu, dass Mikrofasern Schadstoffe binden können", informiert Birgit Schiller. Bei diesem Testkriterium erhielten die getesteten Shirts von Decathlon und Tchibo die Bewertung "weniger zufriedenstellend"; der Großteil der Produkte wurde mit "durchschnittlich" beurteilt.

Tipps der Expertin

  • Marke und Preis sind keine Indikatoren: Ein Zusammenhang zwischen Marke und Produktqualität ließ sich nicht feststellen. Produkte von Temu und Shein waren zwar schadstofffrei, versagten jedoch klar beim UV-Schutz.
  • Verfallsdatum beachten: UV-Kleidung hat ein Verfallsdatum. Ist dieses überschritten, kann der ausgelobte UV-Schutz nicht mehr gewährleistet werden.
  • Alternativen nutzen: Ein dicht gewebtes, dunkles oder schwarzes Baumwollshirt kann mitunter eine vergleichbare UV-Schutzwirkung bieten.
  • Eincremen nicht vergessen: Körperstellen, die nicht von Kleidung bedeckt sind, sollten weiterhin mit Sonnencreme geschützt werden; auch geeignete Kopfbedeckung ist wichtig.

Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab heute in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/kinder-uvshirts-2026. Quelle: Verein für Konsumenteninformation (VKI).

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