Thomas E. Dorner übernimmt Gerontologie-Professur an MedUni Wien
Neu geschaffene Professur für Alterswissenschaften in Kooperation mit dem Haus der Barmherzigkeit
Thomas E. Dorner leitet seit Juli die neu eingerichtete Professur für Gerontologie am Zentrum für Public Health der MedUni Wien. Die Kooperation mit dem Haus der Barmherzigkeit verbindet Lehre und praxisnahe Forschung.
Thomas E. Dorner, Leiter der Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit, hat mit Juli zusätzlich die Professur für Gerontologie am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien übernommen. Die neu geschaffene Professur für Alterswissenschaften entstand in Zusammenarbeit mit dem Haus der Barmherzigkeit und richtet ihren Fokus auf die wissenschaftlichen Grundlagen des gesunden Alterns sowie auf Fragen der Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung älterer Menschen.
Die MedUni Wien und das Haus der Barmherzigkeit arbeiten bereits seit Jahren zusammen; die neue Professur ist Teil dieser etablierten Kooperation. Im Vordergrund der Zusammenarbeit stehen forschungsgeleitete und interprofessionelle Ausbildungsangebote sowie der Zugang zu unterschiedlichen Gruppen älterer Menschen und zu klinischen Routinedaten für die wissenschaftliche Arbeit der Gerontologie.
Thomas E. Dorner: Professur für Gerontologie an der MedUni Wien
Die Professur für Gerontologie ist am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien angesiedelt. Laut Aussendung der Trägerinstitutionen liegen die inhaltlichen Schwerpunkte in der Professur auf den wissenschaftlichen Grundlagen des gesunden Alterns sowie auf Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung älterer Menschen.
Die Schaffung dieser Professur wurde in der Mitteilung explizit als Verstärkung von Forschung und Lehre in Bezug auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft genannt. Die Stelle knüpft an bestehende Lehr- und Forschungsaktivitäten zwischen Universität und Haus der Barmherzigkeit an.
Lehrkrankenhaus und Forschungspartner: Haus der Barmherzigkeit und MedUni Wien
Das Haus der Barmherzigkeit ist laut Meldung seit 2009 als Lehrkrankenhaus der MedUni Wien in die Ausbildung von Medizinern eingebunden. Ein konkret genanntes Lehrangebot ist das Pflichtpraktikum „Soziale Kompetenz“, in dem jährlich rund 760 Studenten des ersten Semesters an Standorten des Haus der Barmherzigkeit Erfahrungen sammeln.
Bei diesen Praktika setzen sich die Studenten mit gerontologischen Themen auseinander und sammeln Erfahrungen im Umgang mit chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen. Die gemeinsame Lehre umfasst laut Mitteilung darüber hinaus weitere Angebote im Bereich Alterswissenschaften, darunter die Ringvorlesung „Geriatrie und Gerontologie“.
Zugang zu Daten und Praxis: Forschungsperspektiven der Kooperation
Die Kooperation zwischen MedUni Wien und Haus der Barmherzigkeit bietet aus Sicht der Herausgeberin der Aussendung wichtige Voraussetzungen für Forschungsarbeiten: Der Zugang zu unterschiedlichen Gruppen älterer Menschen und zu klinischen Routinedaten schaffe die Grundlage für praxisnahe wissenschaftliche Arbeit der Gerontologie. In der Mitteilung heißt es, Erkenntnisse könnten so rasch in die Versorgung einfließen und neue Ansätze in Prävention, Diagnostik und Betreuung wissenschaftlich begleitet werden.
Die Aussendung betont das Zusammenspiel von Praxis und Forschung als Bestandteil der neu eingerichteten Professur und der bestehenden Partnerschaft zwischen Universität und Pflegeeinrichtung.
Über Thomas E. Dorner
Thomas E. Dorner leitet weiterhin die Akademie für Altersforschung sowie die Abteilung Forschung und Lehre am Haus der Barmherzigkeit. An der MedUni Wien ist er am Zentrum für Public Health tätig, an dem er nun die Professur für Gerontologie antritt.
Weitere in der Meldung genannte Funktionen Dorners umfassen die Leitung des von ihm 2020 gegründeten Karl Landsteiner Instituts für Gesundheitsförderungsforschung. Nach zwölf Jahren als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Public Health ist er seit 2023 deren Ehrenpräsident.
Seine in der Aussendung aufgeführten Forschungsinteressen umfassen Gerontologie, Versorgungs- und Gesundheitsförderungsforschung sowie Determinanten von Gesundheit, Lebensstil, chronische Erkrankungen und Arbeitsfähigkeit. Die Mitteilung nennt zudem, dass Dorner in diesem Forschungsfeld über 200 wissenschaftliche Artikel in renommierten Journals publiziert hat.
Die „Haus der Barmherzigkeit“-Gruppe: Trägerin der Kooperation
Das gemeinnützige Haus der Barmherzigkeit bietet laut Eigenangaben Langzeitpflege und -betreuung für schwer pflegebedürftige Menschen. In sieben Pflegeeinrichtungen in Wien und Niederösterreich betreut die Gruppe rund 1.300 Bewohner mit chronischen Erkrankungen. Zur Einrichtung gehört nach Mitteilung auch das Kinderpflegedomizil FRIDOLINA mit 14 Kindern und Jugendlichen.
Mit HABIT, dem Haus der Barmherzigkeit Inklusionsteam, stellt die Organisation rund 480 Betreuungsplätze für Menschen mit mehrfachen Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf bereit. Diese Plätze verteilen sich laut Aussendung auf 17 Wohngemeinschaften, Garconnierenverbunde sowie Angebote im zeitlich befristeten Wohnen, fünf Tageszentren und die Mobile Begleitung.
Die Leistungen des Hauses der Barmherzigkeit werden nach Angaben der Organisation durch den Fonds Soziales Wien (FSW) aus Mitteln der Stadt Wien sowie durch das Land Niederösterreich gefördert. In der Mitteilung hebt die Organisation hervor, neben pflegerischer, therapeutischer und medizinischer Betreuung besonderen Wert auf ein selbstbestimmtes und abwechslungsreiches Leben zu legen.
Begriffe und Zusammenhänge erklärt
Gerontologie
Gerontologie bezeichnet das wissenschaftliche Forschungsfeld, das sich mit Alterungsprozessen und den Lebensbedingungen älterer Menschen befasst. In der Aussendung wird die neue Professur ausdrücklich der Gerontologie und den wissenschaftlichen Grundlagen des gesunden Alterns zugeordnet.
Zentrum für Public Health
Das Zentrum für Public Health ist die Einheit der MedUni Wien, an der die neue Professur für Gerontologie angesiedelt ist. In der Meldung wird die Professur als Teil dieses Zentrums genannt, ohne detaillierte organisatorische Angaben zur Struktur des Zentrums zu machen.
Lehrkrankenhaus
Als Lehrkrankenhaus bezeichnet die Meldung Einrichtungen, die in die Ausbildung von Medizinstudenten eingebunden sind. Das Haus der Barmherzigkeit ist der MedUni Wien seit 2009 als Lehrkrankenhaus zugeordnet, heißt es in der Aussendung.
Klinische Routinedaten
Klinische Routinedaten sind nach dem Wortlaut der Mitteilung Daten, die im regulären Versorgungsbetrieb anfallen und die Forschung unterstützen können. Die Aussendung nennt den Zugang zu solchen Daten als eine Voraussetzung für praxisnahe wissenschaftliche Arbeit der Gerontologie.
Gesundheitsförderungsforschung
Gesundheitsförderungsforschung untersucht nach der Darstellung in der Meldung Maßnahmen und Bedingungen, die Gesundheit beeinflussen. Dorner leitet laut Aussendung das Karl Landsteiner Institut für Gesundheitsförderungsforschung, das 2020 gegründet wurde.
Welche Ausbildungs- und Forschungszugänge die Kooperation bietet
- Seit 2009 ist das Haus der Barmherzigkeit als Lehrkrankenhaus der MedUni Wien in die Ausbildung eingebunden.
- Jährlich absolvieren rund 760 Studenten des ersten Semesters ein Pflichtpraktikum „Soziale Kompetenz“ an Standorten des Haus der Barmherzigkeit.
- Gemeinsame Lehrangebote im Bereich Alterswissenschaften umfassen laut Meldung u. a. die Ringvorlesung „Geriatrie und Gerontologie“.
- Der Zugang zu unterschiedlichen Gruppen älterer Menschen und zu klinischen Routinedaten wird als Basis für praxisnahe Forschung genannt.
Diese Punkte listet die Aussendung als konkrete Schnittstellen von Lehre und Forschung zwischen Universität und Trägerorganisation auf.
FAQ zur Professur und zur Kooperation
Wer hat die Professur übernommen?
Thomas E. Dorner hat mit Juli die Professur für Gerontologie am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien übernommen. Gleichzeitig leitet er weiterhin die Akademie für Altersforschung und die Abteilung Forschung und Lehre am Haus der Barmherzigkeit.
Worauf konzentriert sich die neue Professur?
Der in der Mitteilung genannte Schwerpunkt der Professur liegt auf den wissenschaftlichen Grundlagen des gesunden Alterns sowie auf Fragen der Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung älterer Menschen. Diese Themen werden als zentrale Inhalte der Forschung und Lehre der Stelle benannt.
Seit wann besteht die Zusammenarbeit zwischen MedUni Wien und dem Haus der Barmherzigkeit?
Das Haus der Barmherzigkeit ist laut Mitteilung bereits seit 2009 als Lehrkrankenhaus der MedUni Wien in die Ausbildung eingebunden. Die neue Professur baut auf dieser langjährigen Zusammenarbeit auf.
Wie viele Studenten sind in das Pflichtpraktikum eingebunden?
Jährlich absolvieren nach Aussagen in der Aussendung rund 760 Studenten des ersten Semesters im Rahmen der Lehrveranstaltung „Soziale Kompetenz“ ein Pflichtpraktikum an Standorten des Haus der Barmherzigkeit.
Welche Angebote der Haus der Barmherzigkeit-Gruppe werden genannt?
Die Meldung nennt sieben Pflegeeinrichtungen in Wien und Niederösterreich mit rund 1.300 Bewohnern mit chronischen Erkrankungen, das Kinderpflegedomizil FRIDOLINA mit 14 Kindern und Jugendlichen sowie das HABIT-Inklusionsteam mit rund 480 Betreuungsplätzen in 17 Wohngemeinschaften, Garconnierenverbunden, befristetem Wohnen, fünf Tageszentren und in der Mobilen Begleitung.
Wer fördert die Leistungen des Haus der Barmherzigkeit?
Nach Angaben in der Mitteilung werden die Leistungen durch den Fonds Soziales Wien (FSW) aus Mitteln der Stadt Wien sowie durch das Land Niederösterreich gefördert. Dies nennt die Organisation als Finanzierungsquelle für ihre Angebote.
Quellen und Kontakt
Quelle: Haus der Barmherzigkeit (Aussendung)
Kontakt der Organisation laut Mitteilung:
Haus der Barmherzigkeit
MMag. Robert Schafleitner
Seeböckgasse 30a, 1160 Wien
01/ 40 199-1321
robert.schafleitner [at] hb.at
hb.at
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