Am 23. Mai 2026 erlebte Wien einen weiteren Meilenstein seiner Wirtschaftsentwicklung: Die ViennaUP zog in nur fünf Tagen mehr als 14.000 Teilnehmende aus über 90 Ländern an und bestätigte damit di...
Am 23. Mai 2026 erlebte Wien einen weiteren Meilenstein seiner Wirtschaftsentwicklung: Die ViennaUP zog in nur fünf Tagen mehr als 14.000 Teilnehmende aus über 90 Ländern an und bestätigte damit die Hauptstadt als internationales Zentrum für Startups und Innovationen. Die Bilanz der Wirtschaftsagentur Wien zeigt einen Ausnahmezustand an Interesse und Aktivität, der weit über ein Festival hinausweist und konkrete Impulse für Ansiedelungen, Investments und Technologiekooperationen setzt. Schon in der Eröffnungssession im Wiener Rathaus war das weltweite Interesse spürbar, als mehr als 1000 CEOs, Gründerinnen, Investorinnen und Stakeholder erstmals zusammenkamen, um Vernetzungen zu starten und Geschäftsmodelle voranzutreiben.
Die ViennaUP 2026 setzte mit über 65 Veranstaltungen an 43 Locations neue Maßstäbe. Mehr als 14.000 registrierte Teilnehmende und über 1000 C-Level-Vertreterinnen und Vertreter signalisieren, dass Wien als Bühne für Skalierung, Kooperation und Finanzierung fest etabliert ist. Programmschwerpunkte waren Skalierung und Wachstum, Künstliche Intelligenz, Healthtech sowie digitale Souveränität. Formate wie der Connect Day, die Impact Days und die Female Founders Experience trugen dazu bei, dass Gründerinnen, Investoren und Unternehmen praxisnah zusammenfinden konnten. Die ViennaUP war zudem Gastgeber des World Summit Awards Global Congress, wo digitale Lösungen mit gesellschaftlichem Mehrwert präsentiert wurden. Insgesamt ist die ViennaUP 2026 mehr als ein Festival: Sie ist ein Katalysator für Ökosystementwicklung.
Wien hat sich in den letzten Jahren als Standort positioniert, der neben Lebensqualität auch attraktive Rahmenbedingungen für Forschung und Gründungen bietet. Die Wirtschaftsagentur Wien fungiert dabei als Motor und Wegbereiter und hat die ViennaUP initiiert, um Sichtbarkeit und Vernetzung zu schaffen. Die diesjährige Ausgabe zeigte, dass internationale Delegationen aus 28 Ländern Wien nutzen, um neue Märkte zu sondieren und Partnerschaften aufzubauen. Der Bericht der Wirtschaftsagentur verweist zudem darauf, dass allein 7,6 Millionen Euro an ausgelösten Investitionen im Vorjahr auf die ViennaUP zurückzuführen sind. Diese Zahl unterstreicht, wie konkret ein Event in der Folge wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen kann.
Deep-Tech: Deep-Tech beschreibt Technologien, deren Basis in tiefgehender Forschung und komplexer Ingenieursarbeit liegt. Anders als bei vielen schnell skalierenden Software-Startups steht bei Deep-Tech oft ein wissenschaftlicher Durchbruch oder eine anspruchsvolle technische Entwicklung im Zentrum, etwa in Materialwissenschaft, Robotik, Quantencomputing oder industrieller Prozessautomatisierung. Für Laien bedeutet Deep-Tech häufig längere Entwicklungszyklen, höhere Investitionsbedarfe in Forschung und Entwicklung sowie eine stärkere Verknüpfung mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Startups wie factorymaker, die mit einer KI-gestützten Planungsplattform für die Industrie arbeiten, fallen unter das Deep-Tech-Label, weil sie komplexe Algorithmen und branchenspezifisches Know-how verbinden, um industrielle Abläufe effizienter zu machen.
Künstliche Intelligenz (KI): Künstliche Intelligenz bezeichnet die Nutzung von Algorithmen und Rechenleistung, um Muster in Daten zu erkennen, Entscheidungen zu unterstützen oder Aufgaben zu automatisieren, die früher Menschen vorbehalten waren. KI reicht von einfachen Entscheidungsbäumen bis zu tiefen neuronalen Netzen und maschinellem Lernen, die große Datenmengen analysieren. Für die praktische Anwendung in Unternehmen bedeutet KI oft, Prozesse zu optimieren, Vorhersagen zu treffen oder individualisierte Dienstleistungen zu ermöglichen. Datenschutz, Erklärbarkeit der Algorithmen und die Frage, wer die Kontrolle über Modelle hat, sind zentrale Themen. Bei der ViennaUP war KI ein zentrales Thema, weil viele Startups und Investorinnen das Potential sehen, Geschäftsmodelle fundamental zu verändern.
Digitale Souveränität: Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit, digitale Infrastruktur, Daten und Dienste so zu kontrollieren, dass gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Handlungsoptionen erhalten bleiben. Für Staaten und Regionen bedeutet das, Abhängigkeiten von externen Großplattformen zu reduzieren, offene Standards zu fördern und eigene Kompetenzen in Schlüsseltechnologien aufzubauen. Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck; sie zielt darauf ab, Freiheit, Datenschutz und ökonomische Stabilität zu sichern. Lösungen, die auf der ViennaUP vorgestellt wurden, adressierten genau diese Themen, indem sie alternative Plattformen und datenethische Ansätze präsentierten.
Die ViennaUP wurde von der Wirtschaftsagentur Wien initiiert, um Wien international als Innovations- und Gründerstandort sichtbarer zu machen. Laut Angaben der Wirtschaftsagentur findet die Veranstaltung 2026 zum sechsten Mal statt, was auf eine etablierte Reihe hindeutet. Historisch betrachtet ist Wien nicht über Nacht zum Startup-Hub geworden: Jahre der Netzwerkbildung, Förderung von Forschungsinfrastruktur, gezielte Standortpolitik und die Schaffung von Labor- und Produktionsflächen haben die Grundlage gelegt. Die Wirtschaftsagentur als Standortagentur der Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, Transformation und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und passende Angebote für Industrie, Gewerbe und Life Sciences bereitzustellen. Festivals wie die ViennaUP fungieren dabei als operative Plattformen, um internationale Sichtbarkeit zu erzeugen und Entscheidungsträgerinnen zu mobilisieren.
Eine Folge dieser Entwicklung sind internationale Delegationen und Partnerschaften: Die ViennaUP 2026 verzeichnete Gäste aus 28 Ländern, darunter Delegationen aus Indien, Korea und den CEE-Ländern. Solche Austauschformate sind Teil einer Strategie, die Vernetzung und Markterschließung ermöglicht und langfristig zur Ansiedlung von Unternehmen beitragen kann.
Im Vergleich zu anderen österreichischen Bundesländern nimmt Wien eine Sonderrolle ein. Als Hauptstadt bündelt sie administrative Strukturen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und internationale Netzwerke. Während Bundesländer in Österreich oft starke regionale Cluster in einzelnen Branchen aufbauen, bietet Wien eine Breite an Infrastrukturen, die von Life Sciences bis Digitalwirtschaft reicht. Das führt zu einem höheren Grad an Internationalisierung und zu Veranstaltungen mit globaler Reichweite wie der ViennaUP.
Im Vergleich zu Deutschland, das über mehrere große Startup-Hubs wie Berlin, München und Hamburg verfügt, ist Wien zwar kleiner, kann aber durch hohe Lebensqualität, strategische Förderungen und konzentrierte Standortförderung eine attraktive Alternative darstellen. Die Schweiz wiederum punktet durch eine starke F&E-Basis und enge Verknüpfung von Wissenschaft und Industrie. Wien profitiert davon, dass es sich als Gateway zu CEE-Märkten versteht und gleichzeitig mit Mitteleuropa auf Augenhöhe agiert. Die ViennaUP fungiert in diesem Vergleich als Instrument, das Wiens Alleinstellungsmerkmale international kommuniziert und konkret zugängliche Angebote für Investorinnen und Startups schafft.
Die Auswirkungen der ViennaUP sind nicht nur für Gründerinnen oder Investorinnen spürbar, sondern haben konkrete Effekte auf die Bevölkerung. Beispiele und Wirkmechanismen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Erstens schafft die Ansiedlung und Skalierung von Unternehmen Arbeitsplätze. Die Wirtschaftsagentur nennt die Schaffung qualitätsvoller Arbeitsplätze als eines ihrer Ziele. Zweitens hat die Förderung von Healthtech-Startups direkten Nutzen für Patientinnen und Patienten: Technologien wie die KI-gestützte Analyse von Augenhintergrundbildern, wie sie das Startup CheckEye aus der Ukraine vorstellte, können Diagnosen früher ermöglichen und Versorgungswege effizienter machen. Drittens erzeugen Investments in lokale Firmen Wertschöpfungsketten, von denen Zulieferer und Dienstleister profitieren.
Konkretes Beispiel: factorymaker, ein Wiener Deep-Tech-Startup, gewann beim Startup World Cup ein Ticket für das globale Finale im Silicon Valley. Solche Erfolge schaffen Sichtbarkeit und können Folgeinvestitionen anstoßen, die wiederum Arbeitsplätze schaffen und Know-how transferieren. Auch die 7,6 Millionen Euro an ausgelösten Investitionen, die laut Wirtschaftsagentur Wien auf die ViennaUP zurückzuführen sind, haben einen Multiplikatoreffekt: Sie fließen in Forschung, Personal und Infrastruktur und stärken so die lokale Wirtschaft.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das ferner besseren Zugang zu Innovationen, etwa im Gesundheitsbereich oder in Energie- und Mobilitätslösungen. Die ViennaUP fungiert somit als Beschleuniger für Projekte, die gesellschaftlichen Nutzen stiften.
Die wichtigsten Zahlen der ViennaUP 2026 in der Übersicht und ihre Einordnung: 14.000 Teilnehmende aus über 90 Ländern signalisieren globale Reichweite. Mehr als 1000 CEOs und Gründerinnen zeigen, dass Entscheidungsträger persönlich nach Wien kommen. 65 Veranstaltungen an 43 Locations dokumentieren eine räumliche und thematische Vielfalt. 45 Programmpartnerinnen und Programmpartner verdeutlichen, dass die Veranstaltung auf ein breites Ökosystem zurückgreift. 28 internationale Delegationen stehen für konkrete Markterschließung. Die 7,6 Millionen Euro an ausgelösten Investitionen aus dem Vorjahr sind ein messbarer Indikator für wirtschaftliche Wirkung. Zusammen betrachtet belegen diese Zahlen, dass die ViennaUP nicht nur als Networking-Event fungiert, sondern reale wirtschaftliche Konsequenzen nach sich zieht.
Für die Zukunft ist zu erwarten, dass Wien seine Position als zentrale Bühne für Innovation weiter ausbauen will. Die ViennaUP kann dabei als wiederkehrendes, strategisches Instrument dienen, um internationale Talente, Investorinnen und Kooperationspartner zu gewinnen. Kurz- bis mittelfristig dürften folgende Entwicklungen plausibel sein: verstärkte Fokussierung auf Deep-Tech und Healthtech, Ausbau digitaler Souveränität durch Unterstützung nationaler und europäischer Plattformlösungen sowie die weitere Internationalisierung durch gezielte Delegationsarbeit und Partnerschaften mit Technologiemetropolen.
Auf operativer Ebene könnte die Wiener Standortförderung weiterhin in Spezialimmobilien und Laborflächen investieren, um Startups langfristig zu halten. Die Kombination aus Festivals wie der ViennaUP, Förderprogrammen und Infrastrukturprojekten ist ein erfolgversprechender Hebel, um Know-how in der Stadt zu binden. Zudem bleibt die Frage der Finanzierung zentral: Venture-Capital- und Corporate-Investments müssen in größerem Umfang mobilisiert werden, um die Skalierung von Deep-Tech- und Healthtech-Unternehmen nachhaltig zu ermöglichen.
Ökologisch und sozial orientierte Innovationen dürften ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Formate wie die Impact Days zeigen, dass Investorinnen und Gründerinnen zunehmend gesellschaftlichen Mehrwert als Bewertungskriterium berücksichtigen. Damit steigt die Chance, dass Wien nicht nur als technologisches, sondern auch als verantwortungsvolles Innovationszentrum wahrgenommen wird.
Die ViennaUP 2026 hat mit einem klaren Besucherrekord, thematischen Schwerpunkten und sichtbaren Erfolgen wie dem Auftritt von factorymaker eindrucksvoll demonstriert, wie Stadtmarketing, Standortförderung und Ökosystemarbeit zusammenwirken können. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies bessere Gesundheitslösungen, mehr Arbeitsplätze und eine stärkere Einbindung Wiens in internationale Innovationsnetzwerke. Für Unternehmen und Investorinnen ist die ViennaUP ein wirksames Forum zum Networking und zur Geschäftsanbahnung.
Bleibt die Frage: Kann Wien die erzeugte Dynamik in langfristige Ansiedlungen und nachhaltige Innovationsökosysteme ummünzen? Die Antwort hängt von weiteren Schritten in Infrastruktur, Kapitalverfügbarkeit und strategischer Partnerschaftsbildung ab. Weitere Informationen und Bildmaterial stellt die Wirtschaftsagentur Wien, Herausgeberin der ViennaUP, auf Anfrage zur Verfügung. Kontaktadressen aus der Pressemitteilung: Michaela Reichel, Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Barbara Novak, Telefon: +43 1 4000 81203, E-Mail: [email protected]; Uschi Kainz, Kommunikation Wirtschaftsagentur Wien, Telefon: +43 699 1408 6583, E-Mail: [email protected]. Weitere Berichte zum Thema finden Sie unter /wirtschaft, /startups und /innovation.