Die Großhandelspreise für Strom sind seit März um 21,2 Prozent gestiegen, während die günstigsten Neukundentarife im Schnitt um 13,9 Prozent zulegten. Verbrauchende stehen vor der Frage, ob ein Wechsel zu einem Fixpreistarif sinnvoll ist.
Die Großhandelspreise für Strom sind seit dem 1. März um 21,2 Prozent gestiegen, während die günstigsten Neukundentarife im Durchschnitt um 13,9 Prozent zulegten. Diese Differenz legt nahe, dass aktuelle Stromtarife das Marktgeschehen nur unvollständig abbilden und weitere Preisanpassungen wahrscheinlich sind, so Stefan Spiegelhofer, Energieexperte beim Vergleichsportal durchblicker.
Seit Beginn des Monats profitieren rund 290.000 anspruchsberechtigte Haushalte vom neuen gesetzlichen Sozialtarif und zahlen künftig 6 Cent netto pro Kilowattstunde. Die Maßnahme stabilisiert die Situation von besonders betroffenen Haushalten. Für die große Mehrheit der Kund:innen bleibt aber entscheidend, wie sehr die Endkundentarife den gestiegenen Großhandelspreisen nachziehen.
Für Haushalte ohne langfristige Preisgarantie empfiehlt durchblicker, bestehende Verträge zu überprüfen und aktuelle Angebote zu vergleichen. „Eine Preisgarantie schützt vor späteren Anpassungen. Wer jetzt wechselt, kann sich gegen mögliche weitere Erhöhungen absichern", so Spiegelhofer. Ein Tarifvergleich helfe dabei, günstige Angebote rechtzeitig zu erkennen – bevor sich das verfügbare Angebot weiter verkleinert.