Mit der Ernennung von Priv.-Doz. Dr. Stefan Riss zum Primar für Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien wird ein bedeutender Schritt in der medizinischen Versorgung der Stadt gesetzt. Der gebürtige Wiener, der seit Mitte Juli 2025 die interimistische Leitung der Abteilung innehatte, br
Mit der Ernennung von Priv.-Doz. Dr. Stefan Riss zum Primar für Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien wird ein bedeutender Schritt in der medizinischen Versorgung der Stadt gesetzt. Der gebürtige Wiener, der seit Mitte Juli 2025 die interimistische Leitung der Abteilung innehatte, bringt eine beeindruckende Expertise in den Bereichen Beckenbodenerkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Roboterchirurgie und Darmkrebs mit. Am 14. Januar 2026 wurde seine Position offiziell bestätigt, was sowohl für das Krankenhaus als auch für die Patienten eine positive Entwicklung darstellt.
Dr. Stefan Riss begann seine medizinische Laufbahn an der Medizinischen Universität Wien, wo er 2005 promovierte. Seine Facharztausbildung in Allgemeinchirurgie schloss er 2012 ab, gefolgt von einem zweijährigen Fellowship in renommierten britischen Krankenhäusern, das seine Expertise in der Tumorchirurgie vertiefte. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zurück nach Wien, wo er bis 2025 an der Medizinischen Universität Wien/AKH tätig war. Dort erlangte er 2015 den Titel des assoziierten Professors und hatte zahlreiche leitende Positionen inne, darunter als Oberarzt für Chirurgie und Co-Leiter der kolorektalen Arbeitsgruppe.
Der Begriff Beckenbodenerkrankungen umfasst eine Reihe von Störungen, die den Beckenboden betreffen, darunter Inkontinenz und Prolaps. Diese Erkrankungen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, da sie oft mit Schmerzen und funktionellen Einschränkungen einhergehen.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind Krankheiten wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die durch anhaltende Entzündungen im Verdauungstrakt gekennzeichnet sind. Diese Erkrankungen erfordern eine lebenslange Behandlung und können zu Komplikationen wie Darmverengungen oder Krebs führen.
Die Roboterchirurgie ist eine moderne Technik, die Roboterarme verwendet, um chirurgische Eingriffe präziser und weniger invasiv durchzuführen. Diese Methode bietet Vorteile in Bezug auf Genauigkeit und Erholungszeit der Patienten.
Die Geschichte der Chirurgie in Wien ist eng mit der Entwicklung der medizinischen Wissenschaften in Österreich verbunden. Bereits im 18. Jahrhundert war Wien ein Zentrum medizinischer Innovationen. Die Gründung der ersten chirurgischen Kliniken und die Einführung moderner Operationstechniken haben die Stadt zu einem führenden Standort für medizinische Ausbildung und Forschung gemacht. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, als eines der ältesten Ordensspitäler, hat in dieser Entwicklung eine zentrale Rolle gespielt. Mit der Berufung von Dr. Riss wird diese Tradition fortgeführt, indem neueste Techniken und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz ist Österreich in der medizinischen Versorgung gut aufgestellt. Während Deutschland über ein dichtes Netz an Universitätskliniken verfügt, bietet die Schweiz mit ihren hochspezialisierten Einrichtungen ebenfalls erstklassige medizinische Versorgung. Wien, als Hauptstadt Österreichs, steht diesen Ländern in nichts nach und ist bekannt für seine qualitativ hochwertigen Gesundheitsdienste. Insbesondere die chirurgische Versorgung hat durch innovative Ansätze und die Integration moderner Technologien wie der Roboterchirurgie an Bedeutung gewonnen.
Die Ernennung von Dr. Riss zum Primar für Chirurgie hat direkte Auswirkungen auf die Patientenversorgung in Wien. Durch seine Spezialisierung auf minimal-invasive Techniken können Patienten mit komplexen Erkrankungen wie Darmkrebs oder Beckenbodenerkrankungen auf modernste Behandlungsansätze zählen. Dies führt nicht nur zu besseren Behandlungsergebnissen, sondern auch zu kürzeren Krankenhausaufenthalten und schnelleren Genesungszeiten. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung der Roboterchirurgie, die präzisere Eingriffe ermöglicht und das Risiko von Komplikationen reduziert.
In Wien gibt es über 20 Krankenhäuser, die eine umfassende medizinische Versorgung bieten. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ist mit 411 Betten und über 1.000 Mitarbeitern eines der größten. Jährlich werden hier Tausende von Operationen durchgeführt, wobei die Chirurgie eine der zentralen Abteilungen darstellt. Die Einführung neuer Technologien und die kontinuierliche Weiterbildung des Personals tragen maßgeblich zur hohen Qualität der medizinischen Versorgung bei.
Die Zukunft der Chirurgie in Wien sieht vielversprechend aus. Mit der fortschreitenden Entwicklung in der Medizintechnik und der zunehmenden Digitalisierung werden sich die Behandlungsmöglichkeiten weiter verbessern. Dr. Riss plant, die Abteilung für Chirurgie durch den Ausbau der Roboterchirurgie und die Einführung weiterer innovativer Behandlungsmethoden zu stärken. Zudem wird die Zusammenarbeit mit internationalen Forschungseinrichtungen intensiviert, um den Wissensaustausch zu fördern und neue Erkenntnisse schnell in die Praxis umzusetzen.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Berufung von Dr. Riss ein Gewinn für das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und die gesamte Wiener Bevölkerung ist. Seine umfassende Expertise und seine Visionen für die Zukunft versprechen eine Weiterentwicklung der chirurgischen Versorgung auf höchstem Niveau.
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