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Aspanggründe: Warum das Stadtteilfest mehr als ein Fest war

30. Mai 2026
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Auf den Aspanggründen wächst ein neues Wiener Stadtquartier. Das Stadtteilfest zeigte, warum Nachbarschaftsarbeit, Information und leistbares Wohnen zusammengehören.

Das Stadtteilfest auf den Aspanggründen war mehr als ein Nachbarschaftsnachmittag mit Programm. Es zeigte, wie ein neues Wiener Stadtquartier nicht nur gebaut, sondern sozial zusammengesetzt wird. Am 29. Mai 2026 lud das GB*Stadtteilmanagement auf den Aspanggründen im 3. Bezirk zum Fest und zur Eröffnung der Ausstellung „Unsere Aspanggründe“. Dabei ging es um Information, Begegnung und die Frage, wie neue Bewohnerinnen und bestehende Nachbarschaft zusammenfinden.

Die Aspanggründe liegen auf dem Gelände des ehemaligen Aspangbahnhofs. Dort entstehen beziehungsweise entstanden die Teilbereiche Eurogate und Village im Dritten. Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung begleitet die Entwicklung vor Ort und informiert über Bauprojekte, Grünräume, Wege, Veranstaltungen und Nachbarschaftsangebote.

Warum ein Stadtteilfest bei Neubaugebieten wichtig ist

Ein Neubaugebiet ist nicht automatisch ein funktionierendes Grätzl. Wohnungen, Parks und Wege schaffen die Grundlage, aber Nachbarschaft entsteht erst durch Begegnung, Information und gemeinsame Nutzung. Genau hier setzt Stadtteilmanagement an. Es erklärt Planungen, nimmt Fragen auf, organisiert Aktivitäten und hilft, Unsicherheiten in einer Phase starker Veränderung abzubauen.

Auf den Aspanggründen ist das besonders relevant, weil der Stadtteil in mehreren Phasen wächst. Menschen, die schon länger in der Umgebung wohnen, treffen auf neue Bewohnerinnen und Bewohner. Gleichzeitig verändern sich Wege, Freiräume, Nutzungen und Alltagspunkte. Ein Fest ist in so einem Kontext kein bloßes Event, sondern ein sichtbarer Einstieg in Austausch.

Die Ausstellung „Unsere Aspanggründe“ verstärkt diesen Ansatz. Sie verbindet Geschichte, aktuelle Entwicklung und Zukunft des Gebiets. Wer versteht, was auf einem ehemaligen Bahnhofsareal entsteht, kann Veränderungen besser einordnen und eigene Fragen gezielter stellen.

Was auf den Aspanggründen entsteht

Die GB* beschreibt die Aspanggründe als rund 20 Hektar großes Stadtentwicklungsgebiet in zentraler Lage im 3. Bezirk. Nach vollständiger Entwicklung sollen insgesamt rund 3.250 Wohnungen entstehen, etwa die Hälfte davon gefördert. Dazu kommen ein Park, zwei Schulen sowie Büros und Geschäfte. Der erste Teil, Eurogate, ist fertiggestellt; der zweite Teil, Village im Dritten, wird derzeit errichtet.

Eurogate ist vor allem durch seine Passivhaussiedlung bekannt. Laut GB* entstanden dort mehr als 1.200 Wohnungen, der Großteil davon gefördert. Der Leon-Zelman-Park mit 11.000 Quadratmetern ist seit 2014 fertiggestellt, der Bildungscampus Aron Menczer seit dem Schuljahr 2021/22 in Betrieb.

Das Village im Dritten entsteht zwischen Landstraßer Gürtel und Otto-Preminger-Straße. Die Stadt Wien beschreibt die aktuelle Entwicklungsphase als neues Wohnviertel mit klassisch geförderten Wohnungen, SMART-Wohnungen, Gemeindewohnungen und speziellen Wohnformen. Die GB* nennt für das Village im Dritten mehr als 4.000 künftige Bewohnerinnen und Bewohner, 742 geförderte Wohnungen, davon 278 SMART-Wohnungen und 146 Gemeindewohnungen Neu, sowie den 20.000 Quadratmeter großen Bert-Brecht-Park.

Was das GB*Stadtteilmanagement konkret macht

Das GB*Stadtteilmanagement ist vor Ort kein Bauträger und keine politische Bühne, sondern eine Anlaufstelle. Es informiert Interessierte über die Entwicklung des Gebiets, beantwortet Fragen und unterstützt das Zusammenwachsen des neuen Stadtteils mit der bestehenden Nachbarschaft. Auf der GB*-Website wird der Treffpunkt Aspanggründe als Ort beschrieben, an dem regelmäßig Informationen gegeben, Fragen beantwortet und Anregungen aufgenommen werden.

Das ist für ein großes Neubaugebiet praktisch wichtig. Bewohnerinnen wollen wissen, wann welcher Park nutzbar ist, wo Wege verlaufen, welche Angebote es gibt, wie Veranstaltungen funktionieren oder welche Bauphase als Nächstes kommt. Gleichzeitig brauchen neue Bewohnerinnen niedrigschwellige Möglichkeiten, Nachbarinnen kennenzulernen. Flohmärkte, Nachbarschaftsfeste, Touren und kreative Angebote erfüllen genau diese Funktion.

Leistbares Wohnen als Kernfrage

Die Aspanggründe sind auch deshalb interessant, weil dort leistbarer Wohnraum in einem zentralen Bezirk entsteht. Wien verweist beim Village im Dritten auf geförderte Wohnungen, SMART-Wohnungen und Gemeindewohnungen Neu. Das ist stadtpolitisch relevant, weil zentral gelegene Flächen knapp sind und neue Quartiere schnell in Richtung hochpreisiger Immobilienentwicklung kippen können.

Die Mischung aus gefördertem Wohnbau, freifinanzierten Wohnungen, Bildungseinrichtungen, Parks und Stadtteilmanagement soll verhindern, dass ein Gebiet nur gebaut, aber nicht sozial verankert wird. Ob das gelingt, zeigt sich nicht am Eröffnungstag, sondern im Alltag: Werden Wege genutzt? Treffen Menschen einander? Funktionieren Parks, Schulen und Nahversorgung? Bleibt Information zugänglich?

Was Besucherinnen beim Fest mitnehmen konnten

Das Fest verband Information und Mitmachangebote. Laut bestehender Meldung gab es unter anderem Kreativangebote für Kinder, Austauschmöglichkeiten und die Ausstellungseröffnung. Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch und Bezirksvorsteher Erich Hohenberger stellten den sozialen und nachbarschaftlichen Charakter des Projekts in den Vordergrund.

Solche Formate sind besonders dann wertvoll, wenn die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Sie machen sichtbar, dass ein Stadtteil nicht erst mit der letzten fertiggestellten Wohnung beginnt. Nachbarschaft wächst während der Bauphase, beim Einziehen, beim ersten Parkbesuch und bei Fragen im Stadtteilbüro.

Was noch offen bleibt

Auch ein gut organisiertes Stadtteilfest beantwortet nicht alle Fragen. Entscheidend wird sein, wie gut das Gebiet in den kommenden Jahren an Alltag, Mobilität, Schulen, Nahversorgung und Grünräume angebunden bleibt. Neue Quartiere funktionieren dann, wenn nicht nur Wohnungen übergeben werden, sondern auch soziale Treffpunkte, verständliche Information und verlässliche Wege entstehen.

Für die Aspanggründe ist deshalb der Zeitraum bis zur geplanten Fertigstellung besonders wichtig. Das Stadtteilmanagement kann Fragen sichtbar machen, aber es ersetzt keine gute Planung, keine ausreichende Infrastruktur und keine laufende Kommunikation zwischen Stadt, Bauträgern und Bewohnerinnen. Genau darin liegt die Stärke solcher Formate: Sie zeigen früh, wo Nachbarschaft funktioniert und wo nachgeschärft werden muss.

Für die weitere Entwicklung wird vor allem zählen, ob die Informationen im Stadtteilbüro aktuell bleiben und ob neue Angebote auch jene Menschen erreichen, die nicht von selbst zu Veranstaltungen kommen. Gute Stadtteilarbeit muss deshalb wiederkehrend, niederschwellig und mehrsprachig anschlussfähig sein.

Die wichtigsten Daten zu den Aspanggründen

  • Ort: ehemaliges Aspangbahnhof-Areal im 3. Wiener Bezirk.
  • Gesamtfläche laut GB*: rund 20 Hektar.
  • Geplante Gesamtentwicklung: rund 3.250 Wohnungen, etwa die Hälfte gefördert.
  • Eurogate: mehr als 1.200 Wohnungen, Leon-Zelman-Park und Bildungscampus Aron Menczer.
  • Village im Dritten: mehr als 4.000 künftige Bewohnerinnen und Bewohner, 742 geförderte Wohnungen und Bert-Brecht-Park.
  • Stadtteilmanagement: Information, Austausch, Veranstaltungen und Unterstützung für Nachbarschaft.

FAQ zu den Aspanggründen

Was sind die Aspanggründe?

Die Aspanggründe sind ein Stadtentwicklungsgebiet im 3. Bezirk auf dem ehemaligen Aspangbahnhof-Areal. Es umfasst unter anderem Eurogate und Village im Dritten.

Was ist das Village im Dritten?

Das Village im Dritten ist die zweite Entwicklungsphase der Aspanggründe zwischen Landstraßer Gürtel und Otto-Preminger-Straße.

Warum gibt es ein Stadtteilmanagement?

Das Stadtteilmanagement informiert über die Entwicklung, beantwortet Fragen, organisiert Angebote und unterstützt das Zusammenwachsen von neuer und bestehender Nachbarschaft.

Bis wann soll das Village im Dritten fertig sein?

Die GB* nennt 2027 als Zieljahr für die Fertigstellung des neuen Stadtteils.

Quellen und Kontakt

Quellen: GB* zu Aspanggründen und Eurogate und Stadt Wien zur aktuellen Entwicklungsphase Aspanggründe-Eurogate II / Village im Dritten. Kontakt laut GB*-Website: sued [at] gbstern.at.

Schlagworte

#Aspanggründe#Village im Dritten#Wien Landstraße#Stadtteilmanagement#leistbares Wohnen#Hanel-Torsch#Hohenberger#Wohnbau

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