European Innovation Scoreboard 2026: Österreich bleibt unter den ‚Strong Innovators‘, aber einige Indikatoren haben sich verschlechtert
Im European Innovation Scoreboard 2026 belegt Österreich Platz 8 (rund 113% des EU-Durchschnitts). WKÖ-Generalsekretär Danninger nennt Stärken und Handlungsfelder.
Österreich hat sich im European Innovation Scoreboard 2026 erneut auf Rang 8 positioniert und zählt damit weiterhin zur Gruppe der ‚Strong Innovators‘ in der Europäischen Union. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) kommentiert das Ergebnis als Bestätigung der vorhandenen Innovationsbasis in Unternehmen und Forschungseinrichtungen, sieht aber zugleich einen Bedarf an zusätzlicher Dynamik, um Anschluss an die europäische Spitzengruppe nicht zu verlieren.
Die WKÖ-Aussendung nennt konkrete Kennziffern: Österreich erreicht nach dem Scoreboard aktuell rund 113 Prozent des EU-Durchschnitts. Im Vergleich zu 2023, als der Wert bei knapp 120 Prozent lag, betont die WKÖ die Notwendigkeit gezielter Impulse in bestimmten Bereichen, die das Ranking beeinflussen.
Das European Innovation Scoreboard 2026 ordnet die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten ein und gruppiert Länder unter anderem nach Kategorien wie ‚Innovation Leaders‘ oder ‚Strong Innovators‘. Österreich rangiert laut der WKÖ-Presseaussendung in der Kategorie ‚Strong Innovators‘ und belegt den achten Rang innerhalb der EU.
Die Aussendung hebt hervor, dass Österreich insgesamt rund 113 Prozent des EU-Durchschnitts erreicht. Im Vergleich zum Jahr 2023 – damals lagen die Werte laut Aussendung bei knapp 120 Prozent – zeigt sich demnach ein Rückgang, den die WKÖ als Signal für Handlungsbedarf interpretiert.
WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger wertet den achten Platz als Bestandsaufnahme der aktuellen Innovationslage. In der Aussendung nennt Danninger die Platzierung „eine gute Ausgangsbasis“, führt aber zugleich Zahlen an, die aus seiner Sicht Schwächen belegen und die gezielte Reaktionen erfordern.
Die WKÖ verweist auf die Kombination aus bestehenden Stärken und konkreten Defiziten: Einerseits werden überdurchschnittliche Unternehmensaufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie hohe Aktivitäten bei öffentlich-privaten Ko-Publikationen und Designanmeldungen genannt. Andererseits listet die Aussendung Rückgänge bei staatlicher Unterstützung für betriebliche F&E, bei der Beteiligung am lebenslangen Lernen sowie vergleichsweise niedrige Venture-Capital-Investitionen als Bereiche mit Handlungsbedarf.
Jochen Danninger bewertet in der Aussendung insbesondere die Attraktivität des österreichischen Forschungssystems positiv. Namentlich nennt die WKÖ mehrere Bereiche, in denen Österreich europaweit zu den Spitzenreitern zählt: die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Unternehmen, öffentlich-privaten Ko-Publikationen sowie Designanmeldungen.
Die Aussendung zitiert Danninger mit den Worten: „Die Ergebnisse zeigen: Österreich verfügt über ein leistungsfähiges Forschungs- und Innovationssystem. Unsere Unternehmen investieren überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung – das ist die Grundlage für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und hochwertige Arbeitsplätze.“
Gegenüber den genannten Stärken benennt die WKÖ in ihrer Mitteilung auch konkrete Handlungsfelder, die das Scoreboard ausweise. Drei standortrelevante Faktoren hebt die Aussendung besonders hervor:
In Reaktion auf diese Punkte fordert Danninger laut Aussendung „verlässliche Rahmenbedingungen für F&E-Investitionen, einen stärkeren Fokus auf Qualifizierung und bessere Finanzierungsbedingungen für innovative Unternehmen." Zusätzlich betont er: „Innovation entsteht nicht nur im Labor, sondern auch durch Menschen, die neue Technologien entwickeln, anwenden und in die Betriebe bringen."
Das European Innovation Scoreboard ist ein Instrument zur vergleichenden Bewertung der Innovationsleistung von Ländern in der Europäischen Union. In der WKÖ-Aussendung wird es als Grundlage für das Ranking genannt, aus dem sich der achte Platz Österreichs ableitet. Das Scoreboard stützt sich auf verschiedene Indikatoren, die zusammen ein Bild der nationalen Innovationslage zeichnen.
„Strong Innovators" ist eine Kategorie innerhalb des Scoreboards, in die Länder mit überdurchschnittlicher Innovationsleistung eingestuft werden. Laut der WKÖ-Aussendung zählt Österreich weiterhin zu dieser Gruppe und belegt Rang 8. Die Einstufung signalisiert demnach ein Niveau über dem EU-Durchschnitt, aber unterhalb der Spitze der sogenannten Innovation Leaders.
Venture Capital bezeichnet Risikokapital, das insbesondere junge und wachstumsorientierte Unternehmen erhalten, um Entwicklung und Skalierung zu finanzieren. Die WKÖ-Aussendung stellt fest, dass Venture-Capital-Investitionen in Österreich trotz Verbesserungen mit knapp 60 Prozent des EU-Durchschnitts noch unter dem Durchschnitt liegen. Vor diesem Hintergrund wird in der Aussendung der Zugang zu Finanzierungen als eine der Herausforderungen für die Entwicklung innovativer Unternehmen benannt.
Der Begriff „lebenslanges Lernen" bezeichnet die Beteiligung von Menschen an kontinuierlichen Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen über die gesamte Lebensspanne. In der WKÖ-Aussendung wird ein Rückgang der Beteiligung der Bevölkerung am lebenslangen Lernen um 14,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr genannt. Die WKÖ nennt deshalb Qualifizierung als einen zentralen Bereich, in dem ein stärkerer Fokus nötig sei.
Als Designanmeldung wird die formale Registrierung eines Produkt- oder Mustergestaltungsschutzes verstanden. Die WKÖ-Aussendung nennt Designanmeldungen als einen Bereich, in dem Österreich europaweit zu den Spitzenreitern gehört. Solche Anmeldungen werden in der Aussendung als ein Indikator für Schutz geistigen Eigentums und kreative Aktivität angeführt.
In ihrer Aussendung fordert die WKÖ laut Jochen Danninger „verlässliche Rahmenbedingungen für F&E-Investitionen, einen stärkeren Fokus auf Qualifizierung und bessere Finanzierungsbedingungen für innovative Unternehmen." Diese Punkte werden als Reaktion auf die im Scoreboard ausgewiesenen Rückgänge und Defizite genannt.
Die WKÖ benennt zudem konkrete Zukunftsfelder, in denen Österreich ihrer Darstellung nach über hervorragende Voraussetzungen verfüge: Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Mikroelektronik, Life Sciences und die grüne Transformation. Nach Darstellung der Aussendung müsse das vorhandene Potenzial in diesen Bereichen noch konsequenter in Innovation, Wertschöpfung, Exporte und qualifizierte Arbeitsplätze übersetzt werden.
Die WKÖ-Aussendung nennt drei Schwerpunktbereiche für Maßnahmen: verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Forschung und Entwicklung, einen stärkeren Fokus auf Qualifizierung und bessere Finanzierungsbedingungen. Diese Forderungen werden in der Mitteilung als direkte Antworten auf die im Scoreboard genannten Schwächen dargestellt.
Konkrete politische oder gesetzliche Schritte werden in der Aussendung nicht im Detail beschrieben; die WKÖ formuliert eher zentrale Zielpunkte, die aus ihrer Sicht angegangen werden sollten, um die Innovationskraft weiter zu stärken und den Abstand zu den europäischen Spitzenländern zu verkleinern.
Laut der WKÖ-Aussendung belegt Österreich im European Innovation Scoreboard 2026 Rang 8 und wird weiterhin zur Gruppe der ‚Strong Innovators‘ gezählt. Die Meldung nennt explizit, dass Österreich rund 113 Prozent des EU-Durchschnitts erreicht. Damit liegt Österreich nach WKÖ-Angaben über dem EU-Durchschnitt, aber unter den führenden Innovationsländern.
Die Aussendung vergleicht den aktuellen Wert von rund 113 Prozent mit dem Ergebnis von 2023, das bei knapp 120 Prozent lag. Die WKÖ interpretiert diese Differenz als Hinweis, dass zusätzliche Dynamik nötig ist, um den Anschluss an die europäischen Spitzenländer nicht zu verlieren. Die Aussendung nennt keine detaillierten Ursachenanalysen, sondern betont die Notwendigkeit gezielter Impulse.
Die WKÖ hebt in ihrer Mitteilung besonders die Attraktivität des österreichischen Forschungssystems hervor. Genannt werden die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Unternehmen, öffentlich-private Ko-Publikationen und Designanmeldungen als Bereiche, in denen Österreich zu den Spitzenreitern zählt. Diese Stärken beschreibt die WKÖ als Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit und qualifizierte Arbeitsplätze.
Die Aussendung führt drei standortrelevante Schwächen an: einen Rückgang der staatlichen Unterstützung für betriebliche F&E um 28,3 Prozentpunkte, einen Rückgang der Beteiligung am lebenslangen Lernen um 14,4 Prozentpunkte und weiterhin vergleichsweise niedrige Venture-Capital-Investitionen von knapp 60 Prozent des EU-Durchschnitts. Die WKÖ sieht in diesen Werten Bereiche, die gezielte Maßnahmen erfordern.
Nach der WKÖ-Aussendung spricht Jochen Danninger von der Notwendigkeit „verlässlicher Rahmenbedingungen für F&E-Investitionen, einen stärkeren Fokus auf Qualifizierung und bessere Finanzierungsbedingungen für innovative Unternehmen." Diese Forderungen werden in der Meldung als zentrale Handlungsfelder genannt, ohne dass die WKÖ im Aussendungstext konkrete legislative Schritte oder Programme detailliert beschreibt.
Die WKÖ nennt Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Mikroelektronik, Life Sciences und die grüne Transformation als Zukunftsfelder, in denen Österreich nach ihrer Darstellung hervorragende Voraussetzungen habe. In der Aussendung wird betont, dass dieses Potenzial in Innovation, Wertschöpfung, Exporte und qualifizierte Arbeitsplätze übersetzt werden soll.
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich, Presseaussendung anlässlich der Veröffentlichung des European Innovation Scoreboard 2026 (Aussendungstext mit Kommentaren von WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger).
Kontakt (WKÖ): Andreas Jilly, Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich, Telefon: 0590900 4462, E-Mail: andreas.jilly[at]wko.at