Endbericht zur digitalen Transformation der Verwaltung jetzt im Parlaments‑Webportal verfügbar
Das Parlament legt den Endbericht zur digitalen Transformation der Verwaltung vor. Der Bericht benennt Handlungsoptionen zu digitaler Souveränität, Kooperation und Menschenbeteiligung.
Das Parlament hat im vergangenen Oktober das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit einer Studie zur digitalen Transformation der Verwaltung beauftragt. Der nun vorliegende Endbericht steht ab sofort im Webportal des Parlaments zum Download bereit.
Die Untersuchung widmete sich vor dem Hintergrund einer bevorstehenden Pensionierungswelle im öffentlichen Dienst sowie geopolitischer Entwicklungen der Frage, wie staatliche Kontrolle über digitale Technologien und Daten gesichert, Abhängigkeiten reduziert und digitale Selbstbestimmung und Souveränität gefördert werden können. Der Bericht erhebt den Status Quo der digitalen Transformation in der österreichischen Verwaltung und gibt Einblicke in Praxisbeispiele aus anderen europäischen Ländern.
Der Endbericht der Studie ist laut Aussendung ab sofort im Webportal des Parlaments verfügbar. Das Webportal wird im Originaltext als Download-Ort genannt: Webportal des Parlaments.
Auftraggeberin der Studie war demnach das Parlament; die Durchführung erfolgte durch das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Der Bericht ist das Ergebnis mehrmonatiger Arbeiten, in denen der Status Quo der digitalen Transformation in der Verwaltung – bezeichnet als "Datafizierung des Staates" – erhoben wurde.
Der Bericht präsentiert mehrere Handlungsoptionen für das Parlament und die öffentliche Verwaltung. In der Aussendung heißt es, die Förderung digitaler Souveränität könne bestehende Abhängigkeiten von marktbeherrschenden Systemen reduzieren, wird demnach argumentiert.
Als Maßnahmen nennt der Bericht laut Meldung die Notwendigkeit klarer Strategien, rechtlicher Rahmenbedingungen und gezielter Förderung von Open‑Source‑Technologien. Die Autorinnen und Autoren sprechen sich dem Text zufolge zudem dafür aus, die digitale Transformation zwischen den Ebenen der Verwaltung sowie auf nationaler und europäischer Ebene kooperativ zu gestalten und die Menschen in diesem Prozess einzubinden.
Im Endbericht wird die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung als Eintritt in eine neue Phase beschrieben, die durch künstliche Intelligenz, algorithmische Entscheidungsunterstützung, Automatisierung und vermehrten Einsatz von Datenanalysen geprägt sei. Dabei gehe es nicht nur um einzelne Technologien, sondern auch um die Neuausrichtung von Prozessen und den Aufbau vernetzter Dateninfrastrukturen.
Als bereits bestehende Möglichkeiten und Initiativen werden im Bericht unter anderem der elektronische Akt (ELAK), die ID Austria und Digital Austria Data Exchange (dadeX) genannt. Die Umsetzung des One‑Stop‑Shop‑Gedankens zeige sich laut Meldung bereits in Plattformen wie "oesterreich.gv.at" und "Mein Postkorb". Außerdem werden Initiativen wie "Digital Austria" als zentrale Anlaufstelle für Strategien und Maßnahmen zum Ausbau digitaler Services und Infrastrukturen genannt.
Der Bericht legt nach Angaben der Aussendung besonderen Wert auf Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gebietskörperschaften und zwischen den Bundesministerien. Der Föderalismus wird demnach als Ausgangspunkt für eine gelingende digitale Transformation bezeichnet.
Interdisziplinäre und kooperative Prozesse sollen laut Text in gemeinsamer Beschaffung, Lern‑ und Austauschformaten sowie in der Projektumsetzung langfristig Wissenstransfer, Menschenzentrierung und Kosteneinsparungen fördern. Die Autorinnen und Autoren haben zudem Transformationsbeispiele aus anderen europäischen Ländern analysiert, darunter Estland, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Frankreich, Deutschland und die Schweiz.
Die Aussendung stellt geopolitische Spannungen und die Abhängigkeit von großen Tech‑Konzernen als Triebkräfte der Debatte um digitale Souveränität heraus. Österreich und Europa verfolgten laut Bericht das Ziel, durch digitale Souveränität Unabhängigkeit gegenüber außereuropäischen Akteuren zu erreichen, sensible Daten zu schützen, wirtschaftliche Innovation zu stärken und nachhaltige sowie resiliente Infrastrukturen zu schaffen.
Im Bericht werden Open‑Source‑Technologien und strategische Kapazitäten wie die Entwicklung eigener Technologien sowie die Diversifizierung von Lieferketten als wichtig hervorgehoben. Die Autorinnen und Autoren plädieren für strategische Koordination zwischen den EU‑Mitgliedstaaten und die Entwicklung interoperabler Lösungen.
Der Bericht betont laut Aussendung die Bedeutung der frühzeitigen Einbindung von Mitarbeitenden und die Berücksichtigung der Lebensrealitäten der Bürgerinnen und Bürger. Solche Beteiligungsformen werden als förderlich für die digitale Transformation genannt.
Zur Einführung und Nutzung von KI, Algorithmen und Datenanalysen in der Verwaltung fordert der Bericht eine umfassende Begleitung, Evaluierung und demokratische Kontrollmechanismen. In der Aussendung wird angeführt, damit könnten Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und ein effektiver Ressourceneinsatz gewährleistet werden, so die Autorinnen und Autoren.
Der Bericht gibt laut Meldung einen Überblick über technische Entwicklungen und legt den Fokus auf Trends wie generative KI, automatisierte Prozesse, One‑Stop‑Shop‑Systeme, Open Source und Cloudlösungen. Diese Technologien werden im Text als Schwerpunkte des Berichts genannt.
Außerdem wird im Bericht dem öffentlichen Beschaffungswesen eine Rolle zugeschrieben: Klare Leitlinien und Standards im Beschaffungswesen könnten laut Aussendung eine Schlüsselrolle spielen, um verantwortungsvollen und sicheren KI‑Einsatz zu fördern.
Wie kam die Studie zustande? Der Auftrag erfolgte laut Meldung im vergangenen Oktober durch das Parlament an das Institut für Technikfolgen‑Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Untersuchung resultierte in einem Endbericht, der nun veröffentlicht wurde.
Was ist das Ziel der Studie? Der Bericht widmete sich der Frage, wie staatliche Kontrolle über digitale Technologien und Daten gesichert, Abhängigkeiten reduziert und digitale Selbstbestimmung und Souveränität gefördert werden können. Diese Zielsetzungen werden in der Aussendung als Gegenstand der Analyse genannt.
Welche Handlungsempfehlungen werden genannt? Der Text spricht von mehreren Handlungsoptionen, darunter Förderung digitaler Souveränität, klare Strategien, rechtliche Rahmenbedingungen, gezielte Förderung von Open‑Source‑Technologien und verstärkte Kooperation zwischen Verwaltungsebenen sowie auf nationaler und europäischer Ebene.
Welche Rolle spielt das öffentliche Beschaffungswesen laut Bericht? Im Bericht wird dem öffentlichen Beschaffungswesen laut Meldung eine Schlüsselrolle zugeschrieben: Durch klare Leitlinien und Standards im Beschaffungswesen könne verantwortungsvoller und sicherer KI‑Einsatz gefördert werden, heißt es in der Aussendung.
Welche Länder wurden als Beispiele analysiert? Die Analyse im Bericht umfasst Transformationsbeispiele aus anderen europäischen Ländern; im Text werden Estland, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Frankreich, Deutschland und die Schweiz explizit genannt.
Wo finde ich die Ergebnisse der Studie? Die Ergebnisse der Studie sind laut Meldung im Webportal des Parlaments verfügbar. Die Aussendung verweist explizit auf das Webportal des Parlaments als Download‑Ort.
Quelle: Pressedienst der Parlamentsdirektion – Parlamentskorrespondenz. Die Studie und alle bisher veröffentlichten Studien sind laut Meldung im Webportal des Parlaments abrufbar: Webportal des Parlaments.
Kontakt: Pressedienst der Parlamentsdirektion, Parlamentskorrespondenz; Tel. +43 1 40110/2272; E‑Mail: pressedienst [at] parlament.gv.at; weitere Informationen unter www.parlament.gv.at/Parlamentskorrespondenz.