PRESSEFEUER
StartseiteFeaturesPreiseToolsDocs
Zurück zum Newsroom
Umwelt

Sport Arena Wien: Warum klimaaktiv Gold mehr ist als eine Plakette

29. Mai 2026
Teilen:

Die Sport Arena Wien erhält klimaaktiv Gold und wird zugleich Bühne der Sport Austria Finals. Das Energiekonzept verbindet Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie und eine neue Generation von Sportinfrastruktur.

Die Sport Arena Wien setzt neue Maßstäbe im nachhaltigen Sportstättenbau: Für ihr Energiekonzept wurde die multifunktionale Anlage im 2. Bezirk mit der klimaaktiv Gold-Plakette ausgezeichnet. Die Plakette wurde am Donnerstag von Sportstadtrat Peter Hacker und Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky enthüllt. Kommende Woche – von 3. bis 7. Juni – gastieren die Sport Austria Finals in der energieneutralen Sportstätte.

Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau

Das Energiekonzept basiert vollständig auf erneuerbaren Energiequellen und kombiniert Photovoltaik, Solarthermie und Geothermie zu einem Gesamtsystem. Energieplaner Jan Kuster: „Energie ist zu kostbar, um sie zu verheizen.“

Zum Einsatz kommen 70 Tiefensonden mit einer Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern, über die das Gebäude nachhaltig beheizt und gekühlt wird. Ergänzt wird das System durch die größte thermisch genutzte PV-Anlage Europas mit insgesamt 1.134 Paneelen auf dem Dach. Die PVT-Anlage wiegt fast 33 Tonnen. Die erzeugte Energiemenge beträgt 500.000 Kilowattstunden – das entspricht dem Jahresverbrauch von 150 Einfamilienhäusern.

Vorzeigeprojekt für Sport- und Klimastandort Wien

Im Zuge der Zertifizierung für das klimaaktiv-Programm erreichte die Sport Arena Wien 948 von 1.000 möglichen Punkten. Im Bereich Energie wurde die volle Punktezahl erzielt. Zuvor wurde die Anlage 2025 mit dem Österreichischen Solarpreis ausgezeichnet.

Sportstadtrat Peter Hacker: „Die Stadt Wien setzt bei allen neuen Sportstätten konsequent auf erneuerbare Energie und moderne, klimafreundliche Infrastruktur. Mit ihrem Energiekonzept setzt die Sport Arena neue Maßstäbe und stellt eine echte Benchmark für nachhaltigen Sportstättenbau in Österreich dar. Die klimaaktiv Gold-Auszeichnung bestätigt unseren Weg.“

Nachhaltig und innovativ für Breiten- und Spitzensport

Christoph Joklik und Sonja Zahradník-Leonhartsberger, Geschäftsführung Wien Holding Sport: „Mit intelligenter Lüftung und Kühlung, konsequenter Wärmerückgewinnung sowie flächendeckender Bauteilaktivierung schaffen wir optimale Bedingungen für Sportler*innen und Besucher*innen – und betreiben das Gebäude gleichzeitig höchst energieeffizient. Damit setzen wir ein klares Zeichen für eine neue Generation von Sportstätten, die Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Klimaverantwortung vereinen.“

Anatol Richter, Abteilungsleiter Sport Wien (MA 51): „Die Sport Arena Wien steht beispielhaft für eine neue Generation moderner Sportstätten: multifunktional, nachhaltig und auf die Bedürfnisse von Breiten- und Spitzensport gleichermaßen ausgerichtet. Mit dem innovativen Energiekonzept und der klimaaktiv Gold-Auszeichnung zeigt Wien, dass Sportinfrastruktur und Klimaschutz erfolgreich zusammengedacht werden können. Gleichzeitig schaffen wir mit der Sport Arena Wien einen zentralen Austragungsort für nationale und internationale Sportveranstaltungen wie die Sport Austria Finals 2026.“

Bühne für die Sport Austria Finals 2026

Von 3. bis 7. Juni finden die Sport Austria Finals erstmals in Wien statt. Mehr als 7.000 Athlet*innen in 46 Sportarten treten in der Bundeshauptstadt an. Neben dem Rathausplatz ist die Sport Arena Wien einer der wichtigsten Austragungsorte mit Wettkämpfen im Ringen, Karate, Jiu-Jitsu, Cheersport und Tischfußball. Die Finals erreichen ein Millionenpublikum durch Berichterstattung im ORF, digitale Live-Streams und mediale Präsenz.

Quelle: Stadt Wien - Kommunikation und Medien (KOM) / OTS

Warum klimaaktiv Gold Gewicht hat

klimaaktiv ist die Klimaschutzinitiative des Bundes und bewertet Gebäude nach Kriterien wie Energieeffizienz, erneuerbarer Energie, Komfort, Ausführungsqualität und Standort. Gold ist die höchste Auszeichnungsstufe. Dass die Sport Arena Wien 948 von 1.000 Punkten erreicht hat, ist deshalb nicht nur eine nette Urkunde, sondern ein Hinweis auf ein konsequent geplantes Gebäude.

Gerade Sportstätten sind energetisch anspruchsvoll. Sie brauchen große Hallen, Beleuchtung, Lüftung, Kühlung, Heizung und Infrastruktur für Besucherinnen, Besucher und Athletinnen sowie Athleten. Wenn eine solche Anlage im Betrieb übers Jahr gerechnet mehr Energie für den technischen Gebäudebetrieb erzeugt, als sie benötigt, ist das ein starkes Signal für künftige Bauprojekte.

Geothermie, PVT und Bauteilaktivierung

Das Energiekonzept kombiniert mehrere Technologien. Laut Stadt Wien kommen 70 Tiefensonden mit mehr als zehn Kilometern Gesamtlänge zum Einsatz. Über sie wird das Gebäude nachhaltig beheizt und gekühlt. Ergänzt wird das System durch eine thermisch genutzte Photovoltaikanlage mit 1.134 Paneelen am Dach. Sie erzeugt Strom und Wärme und wird damit doppelt genutzt.

Hinzu kommen intelligente Lüftung, Kühlung, Wärmerückgewinnung und flächendeckende Bauteilaktivierung. Diese Kombination ist wichtig, weil nachhaltige Gebäude nicht durch eine einzelne Technologie entstehen. Erst das Zusammenspiel aus Erzeugung, Speicherung, Gebäudemasse, Steuerung und Nutzung macht aus einer Sporthalle ein energieeffizientes Gesamtsystem.

Sportinfrastruktur als Klimafrage

Sportstätten werden oft über Kapazität, Tribünen, Wettkampftauglichkeit oder Vereinsnutzung diskutiert. Die Sport Arena Wien zeigt, dass Sportinfrastruktur zugleich Klimainfrastruktur sein kann. Wer heute öffentliche Gebäude errichtet, entscheidet über Energiebedarf, Betriebskosten und Emissionen für viele Jahre. Gerade städtische Bauprojekte müssen deshalb mehr können als funktional zu sein.

Für Wien ist der Standort auch ein Signal an den Breiten- und Spitzensport. Eine moderne Halle soll Training, Wettkampf und Veranstaltungen ermöglichen, aber gleichzeitig wirtschaftlich und ökologisch tragfähig bleiben. Das ist besonders relevant, weil Sportvereine und Veranstalter oft mit hohen Betriebskosten kämpfen. Energieeffizienz kann daher langfristig auch finanzielle Stabilität unterstützen.

Bühne für die Sport Austria Finals

Von 3. bis 7. Juni 2026 finden die Sport Austria Finals erstmals in Wien statt. Mehr als 7.000 Athletinnen und Athleten treten in 46 Sportarten an. Die Sport Arena Wien wird dabei einer der wichtigsten Austragungsorte, unter anderem für Ringen, Karate, Jiu-Jitsu, Cheersport und Tischfußball.

Das Timing ist passend: Eine frisch ausgezeichnete Sportstätte wird unmittelbar öffentlich und sportlich sichtbar. Wenn nationale Meisterschaften dort stattfinden, wird das Energiekonzept nicht nur in Fachkreisen wahrgenommen, sondern auch von Sportlerinnen, Sportlern, Vereinen und Publikum. Genau so kann nachhaltige Infrastruktur Akzeptanz gewinnen: Sie muss im Alltag funktionieren.

Der Unterschied zwischen Bauprojekt und Vorbild

Ein einzelnes ausgezeichnetes Gebäude löst die Klimafrage im Sport nicht allein. Aber es kann Standards setzen. Wenn Planung, Ausführung und Betrieb zeigen, dass große Sportinfrastruktur mit erneuerbarer Energie und hoher technischer Qualität möglich ist, entsteht ein Vorbild für weitere Projekte. Besonders öffentliche Bauherren können daraus lernen.

Entscheidend wird die Betriebsphase bleiben. Zertifizierungen bewerten Planung und Umsetzung, doch die tatsächliche Wirkung zeigt sich im laufenden Betrieb: Energieerzeugung, Wartung, Nutzerverhalten, Auslastung und technische Steuerung müssen zusammenspielen. Die Sport Arena Wien wird daran gemessen werden, ob sie die angekündigte Effizienz dauerhaft hält.

FAQ zur Sport Arena Wien

Was bedeutet klimaaktiv Gold?

klimaaktiv Gold ist die höchste Auszeichnungsstufe im Gebäudebewertungssystem der Klimaschutzinitiative klimaaktiv. Bewertet werden unter anderem Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Gebäudekriterien.

Welche Energietechnik nutzt die Sport Arena?

Das Konzept kombiniert Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Wärmerückgewinnung, Lüftung, Kühlung und Bauteilaktivierung.

Warum ist die Sport Arena für die Finals wichtig?

Sie ist einer der zentralen Austragungsorte der Sport Austria Finals 2026 in Wien und beherbergt mehrere Sportarten.

Ist die Anlage wirklich energieneutral?

Laut Stadt Wien produziert die Anlage übers Jahr gerechnet mehr Energie, als für den technischen Gebäudebetrieb benötigt wird. Die tatsächliche Wirkung hängt vom laufenden Betrieb ab.

Quellen und weiterführende Links

  • Stadt Wien: Sport Arena Wien erhält klimaaktiv Gold
  • Stadt Wien: Sport Austria Finals 2026
  • Sport Austria Finals: Offizielle Website
  • klimaaktiv: Gebäude in Österreich

Schlagworte

#Sport Arena Wien#Sportinfrastruktur#klimaaktiv Gold#Auszeichnung

Weitere Meldungen

OTS
Umwelt

Gesteinsverwitterung mindert CO2-Emissionen aus Permafrost

17. Juni 2026
Lesen
OTS
Umwelt

20 Jahre NÖ Frühjahrsputz: 630.000 engagierte Helfer

16. Juni 2026
Lesen
OTS
Umwelt

STAUD’S Wien: Nachhaltigkeit als Erfolgsrezept in Ottakring

16. Juni 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen
PRESSEFEUER

Deutschsprachige KI-PR-Software aus Österreich für den DACH-Raum.

Produkt

  • Features
  • Preise
  • API & Agents
  • Docs

Ressourcen

  • Kostenlose Tools
  • Tools-Doku
  • MCP für Agenten
  • MCP Tool-Referenz
  • Agent Security
  • llms.txt
  • llms-full.txt
  • agents.txt

Unternehmen

  • Über uns
  • Kontakt

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB

© 2026 Pressefeuer.at. Powered by AdSimple.