Die politische Debatte um Österreichs Neutralität erreicht eine neue Dimension: SPÖ-Niederösterreich-Chef Sven Hergovich fordert ein komplettes Verbot von US-Militärflügen über österreichischem Luftraum im Zusammenhang mit dem eskalierenden Iran-Konflikt. Seine Forderung richtet sich direkt an Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
SPÖ-Niederösterreich-Vorsitzender Sven Hergovich fordert, keine Überflüge des US-Militärs mehr über Österreich zu genehmigen. Er begründet dies mit dem wirtschaftlichen Schaden, den der Krieg in der Golfregion für Österreich und Europa verursache, und warnt vor steigender Arbeitslosigkeit und Inflation sowie nicht absehbaren Auswirkungen eines Angebotsschocks.
Hergovich richtet seine Forderung direkt an Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und spricht sich dafür aus, keine Transporte und sonstige logistische Unterstützungen der US-Militärflüge zu genehmigen. Er nennt als Vorbild andere Länder und fordert ein Verbot aller Überflüge als Beitrag zu einem von ihm sogenannten "Osterfrieden".
Hergovich kritisiert Ex-Kanzler Sebastian Kurz mit der Feststellung, Kurz fordere mehr europäische Unterstützung für die Politik von US-Präsident Trump. Er bezeichnet den Krieg als völkerrechtswidrig und fordert als neutrales Land ein Vorgehen gegen kriegerische Auseinandersetzungen.