In Salzburg informierten sich am Dienstag, 17. März 2026 über 150 ukrainische Vertriebene sowie Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte direkt bei Arbeitgebern über Einstiegsmöglichkeiten in Gesundheits- und Pflegeberufe.
Am Dienstag, 17. März 2026 fand eine Karriereplattform des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Salzburg zum Schwerpunkt Gesundheits- und Pflegeberufe statt. Über 150 arbeitssuchende ukrainische Vertriebene sowie Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte erhielten vor Ort die Möglichkeit, sich direkt bei Unternehmen über potenzielle Stellen zu informieren.
An der Informationsveranstaltung nahmen Einrichtungen wie die Salzburger Arbeitsstiftung für Pflege-, Gesundheits- & Sozialberufe, das Magistrat Städtische Seniorenwohnhäuser, Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Barmherzige Brüder sowie das BFI teil. Soziallandesrat Wolfgang Fürweger und die Salzburger Sozialstadträtin Andrea Brandner eröffneten die Veranstaltung.
Die Teilnehmer/innen hatten direkt vor Ort die Möglichkeit, sich bei den ausstellenden Betrieben zu bewerben oder einen Termin für ein weiterführendes Bewerbungsgespräch zu vereinbaren. Seitens des ÖIF wurden CV-Checks durchgeführt, um die Lebensläufe der Teilnehmer/innen zu verbessern und hilfreiche Tipps für ihre weiteren Bewerbungen zu sammeln – auch über die berufsbegleitenden Deutschlernangebote wurde informiert. Laut der Pflegepersonalbedarfsprognose der Gesundheit Österreich (GÖG) fehlen bis zum Jahr 2050 in Österreich rund 200.000 Pflege- und Betreuungspersonen. Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs in Österreich lag der Fokus der Informationsveranstaltung darauf, einen raschen Einstieg in Pflege- und Gesundheitsberufe zu ermöglichen sowie den Teilnehmer/innen Informationen über das Berufsfeld niederschwellig zugänglich zu machen.
Um arbeitssuchende Teilnehmer/innen aus ÖIF-Deutschkursen über Beschäftigungsmöglichkeiten im Pflege- und Gesundheitsbereich zu informieren, organisiert der ÖIF eigene Karriereplattformen in ganz Österreich; Termine finden laufend statt. Im Rahmen dieser Info-Veranstaltungen informieren Einrichtungen wie das AKH, die Innsbrucker Sozialen Dienste, die AUVA, die Caritas oder das Rote Kreuz über offene Stellen und über Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten im Gesundheits- und Pflegebereich.
Das ÖIF-Integrationsservice für Fachkräfte hat 2024 die Fördermöglichkeit für die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und Qualifikationen im Gesundheits- und Pflegebereich gezielt ausgebaut, damit diese möglichst rasch in Österreich eingesetzt werden können. Refundiert werden Studienbeiträge von einer österreichischen Universität oder einer österreichischen Fachhochschule für Zuwander/innen während der Nostrifizierung von Gesundheitsberufen wie etwa Ärzt/innen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen oder Hebammen.
Neben den im Integrationsgesetz festgeschriebenen Deutschkursen stellt der ÖIF allen Zuwander/innen unabhängig vom Aufenthaltstitel am frei zugänglichen ÖIF-Sprachportal ein umfassendes Angebot an Online-Deutschkursen und Lernangeboten zur Verfügung. Dort finden sich über 5.000 interaktive Übungen, mehr als 500 audiovisuelle Features und wöchentlich über 70 Live-Online-Kurse. Zusätzlich bietet der ÖIF auf sprachportal.at den frei zugänglichen Online-Deutschkurs „Deutsch lernen für die Pflege“ an: Der berufsspezifische Kurs richtet sich an Personen, die sich für eine Ausbildung im Pflegebereich interessieren, sich bereits in einer Pflegeausbildung befinden oder einem Pflegeberuf nachgehen. Der Kurs enthält Übungen zu berufsspezifischem, medizinischem Wortschatz und Sprechen mit praxisnahen Situationen aus dem Berufsalltag.
Abdruckbare Fotos sind in Kürze auf der ÖIF-Website abrufbar.