Nach jahrzehntelangen Diskussionen und politischen Querelen sind die ersten Vorarbeiten zum Lückenschluss der S1 Wiener Außenring Schnellstraße gestartet. Während die Industriellenvereinigung Wien den Beginn ausdrücklich begrüßt, formiert sich Widerstand von Umweltorganisationen.
Die Industriellenvereinigung Wien begrüßt, dass mit den ersten Vorarbeiten zum Lückenschluss des Straßenprojekts „S1 Wiener Außenring Schnellstraße“ begonnen wurde. Geschäftsführer Johannes Höhrhan bezeichnete dies als "im Interesse der Wirtschaftsmetropole Wien ausdrücklich zu begrüßen" und betonte: "Eine wachsende, dynamische Stadt benötigt eine adäquate Infrastruktur. Der Lückenschluss um Wien wurde bereits viel zu lange verzögert. Es ist ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit der Stadt, dass dafür nun die ersten Arbeiten aufgenommen wurden."
Höhrhan kritisierte zudem die "reflexartige Ablehnung mancher NGOs" und fügte hinzu: "Mit dem Lastenrad kann die Logistik einer Millionen-Metropole nicht bewältigt werden. Und selbst die elektrisch betrieben LKW und PKW der Zukunft werden Straßen benötigen. Es ist unverständlich und bedauerlich, dass man sich hier vehement gegen eine moderne Infrastruktur stellt."
Er äußerte die Hoffnung, dass der Baubeginn im Freilandabschnitt von Groß-Enzersdorf bis Knoten Süßenbrunn nur der Anfang sei und ergänzte: "Auch der Lobautunnel muss zügig umgesetzt werden, um endlich den Lückenschluss um Wien zu vollenden!"