Am 14. Mai 2026 reagiert der ORF mit einer kurzfristigen Programmänderung auf das Ableben der Medien- und Performance-Künstlerin Valie Export. Für viele Österreicherinnen und Österreicher ist Valie...
Am 14. Mai 2026 reagiert der ORF mit einer kurzfristigen Programmänderung auf das Ableben der Medien- und Performance-Künstlerin Valie Export. Für viele Österreicherinnen und Österreicher ist Valie Export nicht nur ein Name, sondern ein Symbol künstlerischer Provokation und gesellschaftlicher Debatte. Die angekündigten Ausstrahlungen am Sonntag, dem 17. Mai, setzen ein öffentliches Statement im Fernsehen: Eine Dokumentation über Leben und Werk sowie eine Regie-Arbeit stehen im Abendprogramm von ORF2. Die Entscheidung spiegelt die Bedeutung, die der ORF kulturschaffenden Persönlichkeiten beimisst, und bietet zugleich Raum für kollektives Erinnern. Dieser Artikel erläutert, was gesendet wird, weshalb die Änderung vorgenommen wurde, welche Programme entfallen und wie sich das konkret auf Zuschauerinnen und Zuschauer in Österreich auswirkt. Das Datum der Berichterstattung ist der 14. Mai 2026.
Der ORF hat für Sonntag, den 17. Mai 2026, sein Programm angepasst. Ab 23.05 Uhr zeigt ORF2 die Dokumentation 'Valie Export – Ikone und Rebellin' von Claudia Müller aus dem Jahr 2015. Im Anschluss, ab 23.50 Uhr, folgt Exports eigene Regie-Arbeit 'Die Praxis der Liebe' (1984). Das ursprünglich für denselben Tag geplante Projekt 'dokFilm: Homo ludens – Warum wir spielen' entfällt. Zusätzlich wiederholt Ö1 am Nachmittag ab 14.05 Uhr die Ausgabe der Sendereihe 'Menschenbilder' mit dem Titel 'Eine vielstimmige Frau – Valie Export' aus dem Jahr 1996. Weitere Informationen und die offizielle Mitteilung finden sich beim Pressearchiv des ORF unter http://presse.ORF.at
Eine Dokumentation ist ein filmisches oder audiovisuelles Format, das reale Personen, Ereignisse und Sachverhalte nachzeichnet und einordnet. Anders als fiktionale Formate basiert eine Dokumentation auf recherchierten Fakten, Interviews, Archivmaterial und Expertenkommentaren. Ziel ist die informative und oft interpretierende Darstellung eines Themas, wobei die Machenden einen inhaltlichen Fokus setzen. Für Laien bedeutet das: Eine Dokumentation bietet Hintergründe, Kontext und Stimmen, die erklären, warum eine Person oder ein Ereignis kulturelle Bedeutung hat. Eine Dokumentation kann dadurch auch Erinnerungsarbeit leisten und eine historische Perspektive eröffnen.
Der Begriff Performance-Künstlerin beschreibt eine Künstlerin, die live, oft provokativ und körperzentriert arbeitet. Performance verbindet Elemente aus Theater, Bildender Kunst, Aktion und politischem Statement. Im Unterschied zu traditionellen Formen wie Malerei oder Skulptur ist Performance häufig zeitlich begrenzt und unwiederholbar. Für Zuschauerinnen und Zuschauer heißt das: Es geht weniger um ein gedachtes Endprodukt als um ein direktes Erleben in der Situation. Performance-Kunst kann dabei Tabus brechen, gesellschaftliche Diskurse anstoßen und neue Formen des künstlerischen Ausdrucks schaffen.
Unter einer Regie-Arbeit versteht man in der Film- und Theaterwelt das Werk, das aus der Perspektive einer Regisseurin oder eines Regisseurs gestaltet wurde. Eine Regie-Arbeit verbindet Drehbuch, Inszenierung, Bildsprache und Schnitt zu einem künstlerischen Ganzen. Wenn Valie Export als Regisseurin auftritt, trägt sie nicht nur die inhaltliche Verantwortung, sondern formt auch die visuelle und dramaturgische Umsetzung ihrer Ideen. Für das Publikum bedeutet das: Eine Regie-Arbeit trägt die Handschrift der Künstlerin und bietet Einsichten in ihre ästhetische und politische Haltung.
Eine Programmänderung liegt vor, wenn ein Sender kurzfristig von seinem zuvor bekannten Sendeplan abweicht. Gründe sind vielfältig: aktuelle Ereignisse, Todesfälle prominenter Persönlichkeiten, live-Berichterstattungen oder technische Zwischenfälle. Programmänderungen sind ein Instrument, mit dem Rundfunkanstalten gesellschaftliche Relevanz abbilden und auf Ereignisse reagieren. Für Zuschauerinnen und Zuschauer können sie jedoch zu Verwirrung führen, wenn erwartete Sendungen ausfallen oder verlegt werden, weshalb Ankündigungen und transparente Kommunikation wichtig sind.
Valie Export war eine prägende Figur im Bereich der Medien- und Performance-Kunst. Ihr Wirken hat öffentliche Debatten angestoßen und künstlerische Grenzen ausgelotet. Die Entscheidung des ORF, das Programm zu ändern und sowohl eine Dokumentation als auch eine Regie-Arbeit zu senden, steht in einer langen Tradition öffentlich-rechtlicher Sender, kulturelle Nachlässe, künstlerische Lebenswerke und begründete öffentliche Resonanz im Fernsehen sichtbar zu machen. In Österreich hat das Fernsehen historisch eine zentrale Rolle bei der Präsentation von Kunst und Kultur gespielt. Sendereihen, Dokumentationen und Retrospektiven bieten der breiten Bevölkerung Zugang zu künstlerischen Biografien, die ansonsten überwiegend in spezialisierten Galerien und Museen zugänglich wären. Die Ausstrahlung von Archivmaterial und die Aufbereitung von Künstlerinnenleben dienen somit auch dem kulturellen Gedächtnis.
Seit Jahrzehnten verändern sich die Mechanismen, wie Gesellschaften an Personen und Ereignisse erinnern. Früher dominierte lineares Fernsehen als zentraler Ort der kollektiven Erinnerung. Inzwischen ergänzen Streaming, Online-Archive und Social Media diese Funktionen. Trotzdem bleibt das lineare Fernsehen, insbesondere an Abenden mit programmlicher Bedeutung, ein Ort, an dem breite Bevölkerungsgruppen zugleich erreicht werden. Die ORF-Programmänderung im Fall Valie Export zeigt, wie alte und neue Erinnerungsformen nebeneinander existieren: die abendliche Fernsehsendung als Ort des kollektiven Gedenkens, ergänzt durch Online-Informationen und Pressestellenhinweise.
Die ORF-Programmänderung betrifft Bürgerinnen und Bürger auf mehreren Ebenen. Zunächst ist da die direkte Auswirkung auf das eigene Fernseherlebnis: Wer für 'dokFilm: Homo ludens' eingeschaltet hatte, wird die Sendung am angekündigten Slot nicht sehen. Stattdessen bietet ORF2 ab 23.05 Uhr eine Dokumentation über Valie Export und im Anschluss eine Regie-Arbeit der Künstlerin. Dies verändert den Abendplan vieler Zuschauerinnen und Zuschauer, etwa Familien, Berufstätige, Studierende und Kunstinteressierte. Praktisch bedeutet das: Erinnerte Sendungen müssen neu programmiert werden; Informationen über Ersatztermine folgen in der Regel auf den Senderseiten.
Darüber hinaus hat die Programmänderung eine symbolische Wirkung. Für Menschen, die Valie Export als Künstlerin schätzen, fungiert das Fernsehen als gemeinsamer öffentlicher Raum des Erinnerns. Es entstehen kollektive Momente, in denen Menschen zeitgleich einen Film sehen und anschließend darüber diskutieren können — online wie offline. Für Schulen, Universitäten und freie Kulturinitiativen kann die kurzfristige Ausstrahlung Anlass sein, eigene Veranstaltungen, Gespräche oder Unterrichtseinheiten zu planen, um die Arbeit der Künstlerin zu reflektieren und weiterzugeben.
Die Mitteilung des ORF enthält klare zeitliche Angaben, die wir hier präzise zusammenfassen: Am Sonntag, 17. Mai 2026, zeigt ORF2 um 23.05 Uhr die Dokumentation 'Valie Export – Ikone und Rebellin' (2015) von Claudia Müller. Um 23.50 Uhr folgt 'Die Praxis der Liebe' (1984), Exports Regie-Arbeit. Das zuvor für denselben Abend geplante 'dokFilm: Homo ludens – Warum wir spielen' entfällt. Ö1 wiederholt am selben Tag ab 14.05 Uhr die Sendung 'Menschenbilder – Eine vielstimmige Frau – Valie Export' aus 1996. Die Presseinformation verweist auf http://presse.ORF.at als Kontaktquelle. Diese präzisen Uhrzeiten sind relevant für Zuschauerinnen und Zuschauer, die das lineare Angebot nutzen, sowie für Playlists und Sendeplanarchive.
Die offizielle Presseangabe stammt vom ORF und ist abrufbar unter http://presse.ORF.at. Für weiterführende Lektüre und Kontext empfehlen wir außerdem Ressorts und Artikel auf pressefeuer.at, darunter Hintergrundstücke zu Performance-Kunst, ORF-Gedenksendungen und Retrospektiven:
Die kurzfristige ORF-Programmänderung am 17. Mai 2026 macht deutlich: Valie Export hat in Österreich und darüber hinaus Spuren hinterlassen. Das Fernsehen ordnet sich in die Rolle eines öffentlichen Erinnerungsortes ein und bietet breite Zugänge zur Auseinandersetzung mit künstlerischen Lebenswerken. Wer sich weiter informieren möchte, kann die angekündigten Sendungen sehen, die Beiträge in Radiosendungen nachhören und die ORF-Presseinformationen konsultieren. Wie sollte die mediale Nachlasspflege von Künstlerinnen wie Valie Export gestaltet werden? Wir laden unsere Leserinnen und Leser ein, ihre Perspektiven und Erinnerungen zu teilen und die angebotenen Sendungen zum Anlass von Gesprächen in Familien, Institutionen und öffentlichen Foren zu nehmen.
Kontakt und Quelle: ORF Presse, http://presse.ORF.at. Artikel veröffentlicht am 14. Mai 2026.