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Österreichische Nationalbibliothek feiert Frauentag 2026

Kostenlose Führungen und Online-Ausstellung würdigen weibliche Leistungen

26. Februar 2026
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Am 8. März 2026 bietet die Österreichische Nationalbibliothek freien Eintritt und spezielle Führungen zu Frauen von der Antike bis heute.

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Die Österreichische Nationalbibliothek setzt am Internationalen Frauentag 2026 ein starkes Zeichen für die Würdigung weiblicher Leistungen. Am 8. März können Besucher bei freiem Eintritt ein umfangreiches Programm erleben, das Frauen von der Antike bis in die Gegenwart in den Mittelpunkt stellt.

Vier Museen öffnen ihre Türen

Das besondere Programm erstreckt sich über vier verschiedene Museen der Nationalbibliothek. Kostenlose Sonderführungen werden im Literatur-, Papyrus-, Globen- und Esperantomuseum angeboten. Jede Führung beleuchtet dabei unterschiedliche Aspekte weiblicher Geschichte und Errungenschaften.

"Die vielseitigen historischen Leistungen von Frauen spiegeln sich quer durch unsere unterschiedlichen Sammlungen wider", erklärt die Österreichische Nationalbibliothek in ihrer Ankündigung. Diese Vielfalt wird durch das abwechslungsreiche Führungsprogramm erlebbar gemacht.

Online-Ausstellung "Die Blattmacherinnen"

Ein besonderes Highlight ist die Online-Ausstellung "Die Blattmacherinnen", die auch von zuhause aus besucht werden kann. Diese digitale Schau porträtiert vier bemerkenswerte Frauen, die um die Jahrhundertwende Mediengeschichte schrieben.

Anhand von Zeitungsausschnitten, Titelblättern, Dokumenten und Fotografien werden die Lebensgeschichten von vier "Blattmacherinnen" erzählt: Die bürgerliche Frauenrechtsaktivistin Marie Lang (1858–1934), die Sozialdemokratin Adelheid Popp (1869–1939), die katholische Publizistin Hanny Brentano (1872–1940) und die Modeschriftstellerin Fanny Burckhard (1861–1926) prägten ihre Zeit durch ihre journalistische Arbeit.

Brücke zur Gegenwart

Die Ausstellung schlägt auch eine Brücke zur Gegenwart: In Video-Interviews berichten fünf österreichische Journalistinnen über ihre Erfahrungen und Herausforderungen an der Spitze von Redaktionen. Diese persönlichen Einblicke zeigen, wie sich die Rolle von Frauen im Journalismus entwickelt hat und welche Herausforderungen auch heute noch bestehen.

Literaturmuseum: "Entdeckerinnen und Aufdeckerinnen"

Im Literaturmuseum führt die Spezialführung "Entdeckerinnen und Aufdeckerinnen" durch die literarische Geschichte von Schriftstellerinnen. Die Tour durch die Dauerausstellung macht deutlich, wie Autorinnen durch ihre Werke neue Schreibweisen entdeckt und gesellschaftliche Missstände aufgedeckt haben.

Prominente Namen wie Ida Pfeiffer, Friederike Mayröcker und Elfriede Jelinek stehen exemplarisch für die vielen Autorinnen, die die österreichische und internationale Literaturlandschaft geprägt haben. Jede dieser Frauen hat auf ihre Weise literarische Grenzen überschritten und neue Wege beschritten.

Papyrusmuseum: Frauen in der Antike

Das Papyrusmuseum bietet mit der Sonderführung "Papyri: Auf den Spuren von Frauen in antiken Quellen" einen faszinierenden Einblick in die "weibliche Seite" antiker Texte. Besucher erfahren, wie Großgrundbesitzerinnen ihren Alltag gestalteten, wie Frauen mit untreuen Männern umgingen und wie sie Rechtsgeschäfte abwickelten.

Diese Führung vermittelt ein neues, selbstbestimmteres Bild von Frauen in der Antike und räumt mit Vorurteilen über die Rolle der Frau in vergangenen Epochen auf. Die antiken Quellen zeigen, dass Frauen bereits vor Jahrtausenden wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Funktionen innehatten.

Globenmuseum: Frauen in der Kartographie

"Die Vermessung der Erde – eine kurze Geschichte der Frau in der Kartographie" lautet der Titel der Spezialführung im Globenmuseum. Diese Tour macht deutlich, dass die Kartographie keine rein männliche Domäne ist und zeigt den bedeutenden Beitrag von Frauen in dieser Wissenschaftsdisziplin auf.

Weibliche Entdeckerinnen bereisten die Welt, erstellten präzise Karten, konzipierten innovative Globen und trugen maßgeblich dazu bei, dass wir die Welt heute besser verstehen können. Ihre oft übersehenen Leistungen werden in dieser Führung gewürdigt und sichtbar gemacht.

Esperantomuseum: Plansprache und Frauen

Das Esperantomuseum porträtiert an diesem besonderen Tag die faszinierenden Lebensgeschichten außergewöhnlicher Frauen und zeichnet ihre Verbindungen zur Plansprache Esperanto nach. Besonders hervorgehoben wird der prägende Einfluss der Schriftstellerin Marjorie Boulton, die es neu zu entdecken gilt.

Die Führung zeigt, wie Frauen zur Entwicklung und Verbreitung von Esperanto beigetragen haben und welche Rolle sie in der internationalen Esperanto-Bewegung spielten.

Kostenloser Zugang für alle

Ein besonderer Vorteil des Programms ist der kostenlose Zugang zu allen Angeboten. Sowohl der Eintritt in die Museen als auch alle Sonderführungen sind am Internationalen Frauentag 2026 kostenfrei. Dies ermöglicht es einem breiten Publikum, die vielfältigen Angebote zu nutzen und mehr über die Geschichte und Leistungen von Frauen zu erfahren.

Die Online-Ausstellung "Die Blattmacherinnen" ist darüber hinaus ganzjährig und kostenfrei zugänglich, sodass Interessierte jederzeit die Geschichten der vier porträtierten Journalistinnen entdecken können.

Bedeutung für die Gesellschaft

Das umfangreiche Programm der Österreichischen Nationalbibliothek zum Internationalen Frauentag unterstreicht die Wichtigkeit, weibliche Leistungen sichtbar zu machen und zu würdigen. Durch die Verbindung von historischen Inhalten mit aktuellen Bezügen wird deutlich, welchen langen Weg Frauen bereits zurückgelegt haben und welche Herausforderungen noch bestehen.

Die verschiedenen Führungen und Ausstellungen zeigen, dass Frauen in allen Bereichen – von der Literatur über die Wissenschaft bis hin zum Journalismus – bedeutende Beiträge geleistet haben, die oft nicht die Anerkennung erhielten, die sie verdienten.

Praktische Informationen

Interessierte können sich über das vollständige Programm und mögliche Anmeldungen auf der Website der Österreichischen Nationalbibliothek informieren. Die verschiedenen Museen sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bieten am Frauentag erweiterte Öffnungszeiten.

Das Programm richtet sich an alle Altersgruppen und bietet sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Familien spannende Einblicke in die Welt außergewöhnlicher Frauen. Die Online-Ausstellung ergänzt das Angebot perfekt für alle, die nicht persönlich vorbeikommen können.

Schlagworte

#Internationaler Frauentag#Österreichische Nationalbibliothek#Museen#Frauen Geschichte#Kostenlose Führungen

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