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Wissenschaft

Österreich startet EU-Projekt für evidenzbasierte Politik

100 Expert:innen diskutieren über wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung

19. März 2026
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Ein neues europäisches Projekt soll die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in politischen Entscheidungen stärken und läuft bis 2028.

Das Projekt "Evidence-informed Policymaking (EIPM 2.0)" soll die Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik in ganz Europa stärken. Am 18. März 2026 fand in Wien die Auftaktveranstaltung statt; das Projekt läuft bis März 2028.

Wissenschaft als Grundlage politischer Entscheidungen

Rund 100 Vertreter:innen aus Wissenschaft, Forschung, Politikberatung, Verwaltung und Zivilgesellschaft kamen zur Auftaktveranstaltung zusammen. Das Motto der Veranstaltung lautete: "Politikgestaltung im Zeichen wissenschaftlicher Erkenntnisse – zur Zukunft evidenzinformierter Politik in Österreich und Europa".

Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung betonte: "Gute Politik braucht Fakten und Evidenzen. Wenn Entscheidungen auf verlässlichem Wissen basieren, stärkt das das Vertrauen in unsere Demokratie. Dieses Projekt ist ein wichtiger Beitrag dazu. In Österreich und in ganz Europa."

Internationale Zusammenarbeit

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) gemeinsam mit der Europäischen Kommission umgesetzt. Neben Österreich nehmen sechs weitere EU-Mitgliedsstaaten teil: Spanien, Frankreich, Irland, Polen, Portugal und Zypern.

Ziel des Projekts ist, die Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in politischen Entscheidungen zu stärken.

Expertennetzwerk

In Österreich wird das Projekt von einem Team internationaler und nationaler Expert:innen gemeinsam mit einer Steuerungsgruppe unter der Leitung des BMFWF umgesetzt. Die ausgewählten nationalen Expert:innen, die gemeinsam mit dem JRC das Projekt durchführen, sind:

  • Prof. Ulrike Felt, Leiterin des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung an der Universität Wien
  • Wolfgang Polt, ehemaliger Direktor von Joanneum Research Policies und FTI-Experte
  • Iris Rauskala, ehemalige Bildungs- und Wissenschaftsministerin und frühere Präsidialchefin des BMFWF sowie Rektorin der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg
  • Johannes Starkbaum vom Institut für Höhere Studien, Hauptautor der Ursachenstudie zu Ambivalenzen und Skepsis in Österreich in Bezug auf Wissenschaft und Demokratie
  • Silvana Rupprechter, österreichische Umwelt- und Sozialwissenschafterin am King's College London

Analyse und Weiterentwicklung

Im Rahmen des Projekts wird analysiert, wie evidenzbasierte Politik derzeit funktioniert, wo es Verbesserungen braucht und welche konkreten Maßnahmen sinnvoll sind. Die Auftaktveranstaltung diente dem Austausch zwischen österreichischen und europäischen Partnern sowie der gemeinsamen Weiterentwicklung des Projekts.

Link zum EIPM 2.0 Projekt des Joint Research Center der Europäischen Kommission:

Evidence-Informed Policymaking for the Twin Transition (EIPM 2.0) | Knowledge for policy

Schlagworte

#Wissenschaftspolitik#Evidenzbasierte Politik#EU-Projekt#Politikberatung#Demokratie

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