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NÖ Bauerntag: Pernkopf fordert Trendumkehr und Importstopp

30. Mai 2026
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Bei frühsommerlichen Temperaturen kam es in Wieselburg zu einer Kundgebung von über 1.000 Bauernbündlerinnen und Bauernbündlern. Anlass war der NÖ Bauerntag auf der Wieselburger Messe zum 120-jähri...

Bei frühsommerlichen Temperaturen kam es in Wieselburg zu einer Kundgebung von über 1.000 Bauernbündlerinnen und Bauernbündlern. Anlass war der NÖ Bauerntag auf der Wieselburger Messe zum 120-jährigen Bestandsjubiläum des Niederösterreichischen Bauernbunds.

Pernkopf forderte gleiche Produktionsbedingungen und Importstopp

Bauernbundobmann LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf betonte das 120-jährige Bestehen des NÖ Bauernbunds als Auftrag, Führungsstärke zu zeigen. In Richtung Lebensmittelimporte sagte Pernkopf: „Wir brauchen eine Kurskorrektur hin zu mehr Eigenverantwortung und Vertrauen statt immer mehr Regeln und Kontrollen. Gleiches Recht für alle heißt auch gleiche Produktionsstandards für alle. Die logische Konsequenz: Importstopp für alle Produkte, die das nicht erfüllen.“ Er forderte eine Trendumkehr in Land und Bund, „um das Leben wieder leichter zu machen und das Land wieder an die Spitze zu bringen“ und appellierte: „Ziel der Volkspartei muss es sein, Wahlen höchstmöglich zu gewinnen, nicht so wenig wie möglich zu verlieren.“

Familie der Volkspartei zeigte am Bauerntag Geschlossenheit

Gemeinsam mit ranghohen politischen Vertretern aus Bund und Land, angeführt von Bundeskanzler Christian Stocker und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, nahmen zahlreiche Mitglieder der Bundesregierung, das gesamte VPNÖ-Landesregierungsteam sowie alle Obleute der sechs Bünde der Volkspartei Niederösterreich teil.

Stocker: Wir bauen auf euch und ihr könnt auf uns bauen

Bundeskanzler Christian Stocker bekräftigte das Nein der Volkspartei zu eigentumsfeindlichen Steuern: „Leistung darf nicht bestraft werden, deshalb gibt es mit uns keine Vermögenssteuern.“ Zur Frage der Produktionsstandards sagte Stocker: „Eines kann nicht sein: Dass wir die Produktion in Österreich mit immer höheren Standards erschweren und gleichzeitig Produkte, die nicht nach unseren hohen Standards produziert wurden, zu niedrigeren Preisen mit unseren konkurrieren. Gerade als ÖVP braucht es deshalb aus meiner Sicht ein klares Bekenntnis zu Freihandel, aber gleichzeitig auch eine klare Transparenz, damit die Menschen selbst entscheiden können, dass sie unsere hochqualitativen Produkte kaufen.“

Mikl-Leitner kündigte Bewässerungsprojekte für widerstandsfähige Landwirtschaft an

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Unsere Bäuerinnen und Bauern sind das Rückgrat unserer Heimat. Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen sie nicht nur Anerkennung und Respekt, sondern auch faire Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und eine starke politische Stimme. Und diese starke Stimme ist seit mittlerweile 120 Jahren der Niederösterreichische Bauernbund. Vor allem jetzt, angesichts der anhaltenden Trockenheit und Wetterextreme braucht die Landwirtschaft auch entsprechende Rahmenbedingungen und Unterstützung durch die Politik. Deshalb haben wir massiv in landwirtschaftliche Bewässerungsprojekte investiert und werden das auch weiter tun, besonders im Osten unseres Landes. Wir tun alles, um unsere Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen.“

Fixprogramm für ganze bäuerliche Familie

Der NÖ Bauerntag beinhaltete einen Festzug durch das Messegelände, den traditionellen Einzug der Bauernbundfahnen aus den Bezirken und einen anschließenden Frühschoppen. Für Kinder gab es den Stationenbetrieb ‚Landwirtschaft begreifen‘, eine Hüpfburg und Kinderschminken.

Blick in die Geschichte

Seit seiner Gründung am 24. Juni 1906 ist der NÖ Bauernbund eine Stimme für die heimischen Bäuerinnen und Bauern. Aus dem Bauernbund gingen unter anderem Leopold Figl, Andreas Maurer und Erwin Pröll hervor. Heute zählt die Organisation rund 100.000 Mitglieder. Bei der NÖ Landwirtschaftskammerwahl 2025 erreichte der NÖ Bauernbund als agrarpolitische Interessenvertretung mit 82 Prozent das bundesweit beste Ergebnis aller Kammerwahlen in Österreich.

Quelle: OTS/Aussendung Bauernbund Niederösterreich

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