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Politik

Niederösterreich stärkt digitale Kompetenzen der Gemeinden

Zweijähriger Schwerpunkt „Digitale Gemeinde

1. April 2026
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Über 700 Teilnehmer bei Webinaren, innovative Hackathons und maßgeschneiderte Mentoring-Programme: NÖ macht Gemeinden fit für die digitale Zukunft.

Die Digitalisierung in niederösterreichischen Gemeinden wurde in den vergangenen zwei Jahren durch den Schwerpunkt „Digitale Gemeinde“ gezielt vorangetrieben. Das Ziel: Verwaltungsabläufe vereinfachen, Effizienz steigern und bessere Services für die Bevölkerung schaffen.

Praxisnahe Digitalisierung für den Gemeindealltag

"Der Schwerpunkt ‚Digitale Gemeinde‘ zeigt, wie aus Zuhören, Austausch und praxisnahen Impulsen konkrete digitale Lösungen entstehen", erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Die Geschäftsstelle für Digitalisierung und Innovation des Landes Niederösterreich hat dabei gezielt auf die Bedürfnisse der Gemeinden gehört und umsetzungsorientierte Angebote entwickelt.

Die digitalen Werkzeuge sollen alltagstauglich sein. "Wer im Gemeindealltag Verantwortung trägt, soll digitale Werkzeuge sicher anwenden können", so die Landeshauptfrau. "Damit werden Abläufe einfacher, es bleibt Zeit für das Wesentliche und wir ermöglichen damit moderne Services für die Menschen vor Ort."

Großer Andrang bei digitalen Weiterbildungsformaten

Mehr als 700 Personen nahmen an Live-Webinaren im Rahmen des digiCAFÉ teil.

Ergänzt wurde das Angebot durch Workshops etwa zu ID-Austria und Künstlicher Intelligenz sowie durch Praxisbeispiele aus dem „Digitalen Delikatessen Kochbuch“, das über 5.000-mal verteilt wurde.

Innovative Formate fördern kreative Lösungen

Formate wie die digiWERKSTATT und der Gemeinde-Hackathon im Haus der Digitalisierung in Tulln gaben Raum, um neue Ideen gemeinsam zu entwickeln und weiterzudenken.

Erfolgsgeschichte aus Bischofstetten

Im Rahmen des Hackathons in Bischofstetten arbeiteten Studierende, Verwaltung und Wirtschaft an der Idee einer „DAHOAM Community App“. Die digitale Lösung soll lokale Betriebe, Angebote und Aktionen sichtbar machen und Bürgerinnen und Bürger motivieren, im Ort einzukaufen.

Bürgermeisterin Gerlinde Muhr sagt: "Jetzt gilt es, mit passenden Partnern die Ideen auf die Strecke zu bringen oder mögliche bestehende Tools für die aktuellen Anforderungen weiterzuentwickeln. Wir sind dazu bereits im Austausch und wollen auch gemeindeübergreifend zusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen."

Individuelles Mentoring für Gemeinden

Im digiMENTORING-Programm arbeiteten acht Gemeinden sechs Monate lang gemeinsam mit Expertinnen und Experten an der digitalen Weiterentwicklung ihrer Gemeinde. Dabei wurden die jeweilige Ausgangssituation analysiert, Bedarfe erhoben und darauf aufbauend Projekte geplant oder bereits umgesetzt. Konkret entstanden Maßnahmen wie eine Online-Terminbuchung oder Angebote zur Unterstützung bei der Einrichtung der ID Austria.

Raxendorf

Die Gemeinde Raxendorf nutzte die Begleitung, um Schritte wie die Einführung eines elektronischen Akten- und Dokumentenmanagementsystems (ELAK) sowie weitere digitale Verbesserungen vorzubereiten. Bürgermeister Johannes Höfinger sagt: "Das Programm hat uns konkrete Ansätze und wertvolle Einblicke gezeigt, wie Digitalisierung im Verwaltungsbereich Mehrwert schaffen kann – für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für die Bevölkerung. Jetzt geht es an die weitere Umsetzung."

Digitaler Kompass als Orientierungshilfe

Ein weiterer Baustein des zweijährigen Schwerpunkts war der digi-Kompass. Dieser wurde im EU-Interreg-Projekt BRIE von der Universität für Weiterbildung Krems, der Dorf- und Stadterneuerung und Gemeinden entwickelt. Das kostenlose Online-Tool unterstützt Gemeinden dabei, ihren digitalen Stand einzuschätzen, Handlungsfelder zu erkennen und gezielt nächste Schritte zu setzen. Nun steht es allen Gemeinden in Niederösterreich zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.digiGEMEINDE.at

Schlagworte

#Digitalisierung#Gemeinden#Mikl-Leitner

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