Wirtschaft

Neues Energiesystem macht Alt-Erlaa fit für die Zukunft

GESIBA und AEAG stellen Wärmesystem des Wohnparks Alt-Erlaa auf Geothermie, Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung um

24. Juli 2026

Der Wohnpark Alt-Erlaa mit 3.182 Wohnungen erhält ein Energiesystem aus rund 780 Erdwärmesonden, 60 Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung; Förderungen decken rund 50 Prozent.

Die GESIBA und die Alt-Erlaa AG (AEAG) starten die umfassende energetische Sanierung des Wohnparks Alt-Erlaa in Wien. Das Projekt verbindet thermische Modernisierung der Gebäude mit einer erneuerbaren Wärmeversorgung: Die bestehende Wärmeversorgung auf Erdgasbasis wird schrittweise durch ein neues Energiesystem ersetzt, das Geothermie, Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung nutzt.

Der Wohnpark Alt-Erlaa zählt mit seinen 3.182 Wohnungen und mehr als 9.000 Bewohner zu den größten Wohnanlagen in Österreich. Bei der Sanierung werden laut Aussendung zahlreiche technische und gebäudebezogene Maßnahmen miteinander kombiniert, darunter Erdwärmesonden, Luftwärmetauscher, die Nutzung von Abwärme aus der Wohnungsabluft sowie ein Austausch von Gaskesseln durch Wärmepumpen.

Die energetische Sanierung des Wohnparks Alt-Erlaa im Überblick

Herzstück des Projekts ist die vollständige Umstellung der Wärmeversorgung: Rund 780 Erdwärmesonden sollen künftig die im Untergrund gespeicherte Energie erschließen. Ergänzt wird das System laut Aussendung durch 18 Luftwärmetauscher sowie die Nutzung der Abwärme aus der Wohnungsabluft, die in den Heizkreislauf zurückgeführt wird.

Gleichzeitig werden 38 Gaskessel durch insgesamt 60 Wärmepumpen ersetzt. Weitere technische Maßnahmen umfassen den hydraulischen Abgleich aller Wohnungen, die Einregulierung der bestehenden Abluftanlagen und die Reduktion der Vorlauftemperatur. Die Kombination dieser Maßnahmen wird in der Aussendung als Grundlage für einen effizienten Betrieb des neuen Energiesystems genannt.

Wie GESIBA, AEAG und Stadt Wien das Projekt umsetzen

GESIBA und die Alt-Erlaa AG (AEAG) treten laut Aussendung gemeinsam als Träger der Sanierung auf. Die Stadt Wien ist über ihre politischen Funktionen in Form von Statements vertreten; Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky nennt das Projekt ein Beispiel für die Wiener Wärmewende und verweist in der Aussendung auf das Ziel, die Stadt bis 2040 von fossilem Gas zu befreien.

Für die wirtschaftliche Umsetzung nennt die Aussendung Förderungen des Wohnfonds Wien, der den überwiegenden Teil der Fördermittel bereitstellt, sowie die Einbindung der Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Insgesamt werden demnach rund 50 Prozent der Kosten der Sanierungsmaßnahmen durch Förderungen gedeckt.

Ein Leuchtturm der Wiener Wärmewende

In der Aussendung wird das Projekt als ein Beispiel für die Wiener Wärmewende dargestellt. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky wird mit den Worten zitiert: „Im Wohnpark Alt-Erlaa zeigt Wien gerade im ganz großen Stil, wie die Energiewende funktioniert. Hier werden über 3.000 Wohnungen auf einmal saniert und 780 Erdsonden für CO2-frei Heizen und Kühlen in den Boden gesetzt. Das ist ein Paradebeispiel für sozialen Klimaschutz. Denn diese Technologie schont nicht nur die Umwelt, sondern langfristig auch das Geldbörserl der Mieterinnen und Mieter. Der Wohnpark Alt-Erlaa ist ein Signal für ganz Wien: Wenn Dekarbonisierung in einem so riesigen Komplex möglich ist, dann ist sie überall möglich. Egal ob Altbau oder Neubau – es gibt für jedes Haus eine Lösung. Bis 2040 wollen wir die Stadt komplett von fossilem Gas befreien. Alt-Erlaa ist der beste Beweis dafür, dass diese Vision auch Realität wird.“

Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch wird in der Aussendung weiter zitiert: „Mit der energetischen Sanierung vom Wohnpark Alt-Erlaa schlagen wir ein neues Kapitel der Wiener Wohnbauerfolgsgeschichte auf. Eine Dekarbonisierung in dieser Größenordnung ist im geförderten Wohnbau eine weltweite Pionierleistung! Raus aus der fossilen Wärmeversorgung bedeutet Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit für Generationen. Gleichzeitig wird durch die Sanierung der Energieverbrauch massiv reduziert. Der Wohnpark Alt-Erlaa steht damit auch in Zukunft für leistbares und qualitätsvolles Wohnen mit höchster Wohnzufriedenheit, für eine Bewohner*innenanzahl einer österreichischen Kleinstadt“.

Erneuerbare Technik statt fossiler Heizkessel

Die technischen Kernpunkte, wie sie in der Aussendung beschrieben sind, umfassen:

  • Rund 780 Erdwärmesonden zur Nutzung der im Untergrund gespeicherten Energie
  • 18 Luftwärmetauscher
  • Nutzung der Abwärme aus der Wohnungsabluft
  • Ersatz von 38 Gaskesseln durch 60 Wärmepumpen
  • Hydraulischer Abgleich aller Wohnungen und Einregulierung von Abluftanlagen
  • Reduktion der Vorlauftemperatur zur Effizienzsteigerung

Weniger Endenergiebedarf und mögliche CO₂-Reduktion

Parallel zur Heizungsumstellung sollen laut Aussendung umfangreiche Maßnahmen an der Gebäudehülle umgesetzt werden, darunter ein architektonisch abgestimmter Fenstertausch sowie die Verbesserung der Wärmedämmung an Außenwänden und Kellerdecken. Nach Angaben in der Aussendung sinkt dadurch der Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser um rund 78 Prozent.

Die CO₂-Emissionen würden – abhängig vom eingesetzten Strommix – um 90 bis 100 Prozent reduziert, heißt es in der Mitteilung. Diese Bandbreite wird in der Aussendung explizit mit der Abhängigkeit vom eingesetzten Strommix erklärt.

Finanzierung, Förderungen und Mieterbelastung

Die Aussendung nennt den Wohnfonds Wien als Hauptfördergeber: Dieser stelle den überwiegenden Teil der Fördermittel bereit, heißt es. Zusätzlich wird die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) genannt; zusammen mit weiteren Förderungen würden rund 50 Prozent der Kosten der Sanierungsmaßnahmen gedeckt.

Zur Frage möglicher Kosten für die Mieter heißt es in der Mitteilung ausdrücklich, dass für die Mieter keinerlei Mehrbelastungen entstünden. Gleichzeitig wird in der Aussendung darauf hingewiesen, dass langfristig mit einer deutlichen Reduktion der Heizkosten zu rechnen sei.

Geothermie, Wärmepumpen, Luftwärmetauscher und Wärmerückgewinnung erklärt

Geothermie: In der Aussendung sind rund 780 Erdwärmesonden als Element des neuen Energiesystems genannt. Diese Erdwärmesonden sollen laut Mitteilung die im Untergrund gespeicherte Energie erschließen.

Luftwärmetauscher: Die Aussendung nennt 18 Luftwärmetauscher als ergänzende Komponente. Luftwärmetauscher werden in der Mitteilung zusammen mit anderen Maßnahmen aufgeführt, um Wärme aus der Umgebungsluft und der Abluft zu nutzen.

Wärmepumpen: Im Projekt ersetzen 60 Wärmepumpen die bisher eingesetzten 38 Gaskessel. In der Aussendung werden Wärmepumpen als zentrales Element der erneuerbaren Wärmeversorgung genannt.

Wärmerückgewinnung aus Abluft: Die Mitteilung beschreibt die Nutzung der Abwärme aus der Wohnungsabluft, die künftig in den Heizkreislauf zurückgeführt werden soll. Dies ist Teil des kombinierten technischen Konzepts, wie es in der Aussendung heißt.

Hydraulischer Abgleich, Vorlauftemperatur und Free Cooling: Die Aussendung nennt den hydraulischen Abgleich aller Wohnungen, die Einregulierung der bestehenden Abluftanlagen sowie die Reduktion der Vorlauftemperatur. Außerdem ist die „Vorbereitung der sommerlichen Temperierung (Free Cooling)“ in den Fakten aufgeführt. Diese Punkte werden in der Mitteilung als Maßnahmen beschrieben, die einen effizienten Betrieb des Systems unterstützen sollen.

Was sich durch die Sanierung für Mieter und Betrieb ändert

Die Aussendung stellt klar, dass für die Mieter keinerlei Mehrbelastungen entstehen. Gleichzeitig wird in der Mitteilung angegeben, dass durch die thermischen Sanierungsmaßnahmen langfristig mit einer deutlichen Reduktion der Heizkosten zu rechnen ist.

Für den Betrieb wird in der Aussendung auf eine Kombination aus Maßnahmen verwiesen: thermische Sanierung der Gebäudehülle, Umstellung der Wärmeversorgung und technische Eingriffe wie hydraulischer Abgleich und Einregulierung der Abluftanlagen. Diese Kombination wird in der Mitteilung als Grundlage für die angestrebte Effizienz des neuen Energiesystems beschrieben.

Fragen und Antworten zum Energiesystem im Wohnpark Alt-Erlaa

Wie viele Wohnungen sind betroffen? Laut Aussendung umfasst der Wohnpark Alt-Erlaa 3.182 Wohnungen mit mehr als 9.000 Bewohnern. Die Mitteilung stellt dar, dass die Sanierung die gesamte Wohnanlage umfasst und somit alle genannten Einheiten betrifft.

Welche technischen Komponenten werden installiert? Die Aussendung nennt rund 780 Erdwärmesonden, 18 Luftwärmetauscher, Nutzung der Abwärme aus der Wohnungsabluft sowie den Ersatz von 38 Gaskesseln durch 60 Wärmepumpen. Darüber hinaus werden hydraulischer Abgleich, Einregulierung bestehender Abluftanlagen und die Reduktion der Vorlauftemperatur genannt.

Wie groß ist die erwartete Energieeinsparung? Nach Angaben in der Aussendung sinkt der Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser um rund 78 Prozent. Die Mitteilung nennt außerdem eine Verringerung der CO₂-Emissionen um 90 bis 100 Prozent, wobei die Bandbreite vom eingesetzten Strommix abhängt.

Wer finanziert das Projekt? Die Aussendung nennt Förderungen des Wohnfonds Wien, der demnach den überwiegenden Teil der Fördermittel bereitstellt, sowie die Unterstützung durch die Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Insgesamt würden rund 50 Prozent der Kosten der Sanierungsmaßnahmen durch Förderungen gedeckt.

Gibt es Belastungen für Mieter? In der Mitteilung heißt es explizit, dass für die Mieter keinerlei Mehrbelastungen entstehen. Ergänzend wird in der Aussendung ausgeführt, dass langfristig mit einer deutlichen Reduktion der Heizkosten zu rechnen ist.

Welche Voruntersuchungen wurden durchgeführt? Die Aussendung nennt geotechnische Erkundungen bis in 200 Meter Tiefe, Heizlastberechnungen, Gebäudesimulationen und Tests mit abgesenkter Vorlauftemperatur als durchgeführte Voruntersuchungen zur Bestätigung der technischen Machbarkeit. Diese Untersuchungen werden in der Mitteilung als Grundlage für die geplanten Maßnahmen aufgeführt.

Fakten zum Projekt

  • 3.182 Wohnungen mit über 9.000 Bewohner
  • Rund 780 Erdwärmesonden
  • 18 Luftwärmetauscher
  • Nutzung der Abwärme aus der Wohnungsabluft
  • Ersatz von 38 Gaskesseln durch 60 Wärmepumpen
  • Hydraulischer Abgleich aller Wohnungen
  • Vorbereitung der sommerlichen Temperierung (Free Cooling)
  • Reduktion des Endenergiebedarfs um rund 78 Prozent
  • Verringerung der CO₂-Emissionen um bis zu 100 Prozent bei Versorgung mit Ökostrom

Quellen und Kontakt

Grundlage dieses Artikels ist die Aussendung von GESIBA zur energetischen Sanierung des Wohnparks Alt-Erlaa. Für Rückfragen nennt die Aussendung als Kontakt: Mag.a Michaela Wein, MSc. BA, Pressesprecherin, Telefon: +43 (0)676 83 534 - 461, E-Mail: m.wein [at] gesiba.at. Weitere Informationen sind auf der Website von GESIBA verfügbar: https://www.gesiba.at/.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-Comm GmbH und der jeweilige Aussender.