FMA: Auslandsgeschäft österreichischer Versicherer €14,3 Mrd
Auslandsanteil am Prämieneinkommen steigt auf 56%; Tschechien und Polen bleiben wichtigste Märkte
Die FMA berichtet: 2025 erzielten fünf international tätige österreichische Versicherungsgruppen im Ausland ein Prämienvolumen von €14,3 Mrd., Anteil 56%.
Die fünf international tätigen österreichischen Versicherungsgruppen haben ihr Auslandsgeschäft im Jahr 2025 weiter ausgebaut: Das im Ausland erzielte Prämienvolumen stieg auf €14,3 Mrd. und lag damit um 10,7% über dem Vorjahr. Damit übertraf das Ausland erneut das heimische Geschäft, das ein Prämienvolumen von €11,3 Mrd. erreichte; der Anteil des Auslandsgeschäfts erhöhte sich damit auf 56%.
„Das Auslandsgeschäft ist für die österreichischen Versicherungen längst ein zentraler Bestandteil ihres Geschäftsmodells“, erklärte FMA‑Vorständin Mariana Kühnel. „Die breite regionale Aufstellung eröffnet Wachstumschancen in unterschiedlichen Märkten und trägt dazu bei, wirtschaftliche Entwicklungen einzelner Länder besser abzufedern. Deshalb ist eine eng abgestimmte grenzüberschreitende Aufsicht so wichtig. Die FMA ist als Gruppenaufseherin im laufenden Austausch mit den zuständigen Aufsichtsbehörden vor Ort, insbesondere über die europäischen Aufsichtskollegien.“
Auslandsprämien 2025: €14,3 Mrd. und 56% Anteil
Der Foreign Insurance Business Report 2026 der Finanzmarktaufsicht (FMA) weist für das Jahr 2025 ein aus dem Ausland erzieltes Prämienvolumen von €14,3 Mrd. aus. Dieser Wert lag laut Bericht um 10,7% über dem Vorjahr. Demgegenüber steht das heimische Prämienvolumen von €11,3 Mrd., womit sich für 2025 ein Auslandsanteil am gesamten Prämieneinkommen von 56% ergibt.
Der Bericht fasst die aggregierten Zahlen der fünf international tätigen österreichischen Versicherungsgruppen zusammen und stellt damit die Größenordnung ihres grenzüberschreitenden Geschäfts für das Berichtsjahr dar. Die FMA benennt die genannten Prozentwerte und Volumina als zentrale Kennzahlen zur Beschreibung der regionalen Struktur des Prämieneinkommens.
Wichtigste Auslandsmärkte: Tschechien, Polen, Rumänien, Ungarn, Türkei und Slowakei
Im Mittelpunkt der Auslandstätigkeit der österreichischen Versicherungsgruppen stehen weiterhin die Märkte in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Tschechien und Polen sind mit Anteilen von 22% bzw. 18% am ausländischen Prämienvolumen die mit Abstand wichtigsten Länder.
Weitere Schlüsselmärkte mit jeweils mehr als 5% Anteil am ausländischen Prämienvolumen nennt die FMA: Rumänien, Ungarn, die Türkei und die Slowakei. Zusammen entfallen auf diese sechs Märkte rund 70% des gesamten ausländischen Prämienvolumens, so der Bericht.
Marktanteile vor Ort und strukturelle Hinweise
Die heimischen Firmen verzeichnen laut Bericht den höchsten Marktanteil in Tschechien und in der Slowakei mit jeweils knapp über 40%. Weitere ausgewiesene Marktanteile betreffen Litauen mit 35% und Rumänien mit 33%.
Im Bericht weist die FMA zudem auf eine mögliche Verschiebung des geografischen Schwerpunkts im laufenden Jahr hin. Als konkreten Auslöser nennt die FMA die Übernahme der deutschen Nürnberger Versicherung durch die Vienna Insurance Group; die FMA erwartet dadurch eine deutliche Verschiebung des regionalen Fokus.
Prämieneinkommen, Prämienvolumen, Marktanteil, Gruppenaufseherin und Aufsichtskollegien erklärt
Prämieneinkommen: Damit ist das gesamte Prämienvolumen gemeint, das Versicherungsgesellschaften in einem Berichtsjahr vereinnahmen. Im Foreign Insurance Business Report werden Prämien getrennt nach Inlands- und Auslandsgeschäft ausgewiesen, um die geografische Verteilung zu dokumentieren.
Prämienvolumen: Dieser Begriff bezeichnet die Summe der vereinnahmten Prämien in einem Zeitraum. Im Kontext des Reports bezieht sich das Prämienvolumen auf die aggregierten Werte der fünf international tätigen österreichischen Versicherungsgruppen und dient als Maß für die wirtschaftliche Bedeutung des Auslandsgeschäfts.
Marktanteil: Mit Marktanteil ist der Anteil einer Versicherung oder Gruppe am Prämienvolumen eines lokalen Marktes gemeint. Der Bericht nennt konkrete Marktanteile der heimischen Firmen in ausgewählten Ländern, etwa „knapp über 40%“ in Tschechien und der Slowakei, und verwendet diese Werte, um die Stellung österreichischer Anbieter in diesen Märkten zu beschreiben.
Gruppenaufseherin: Die FMA tritt im Bericht als Gruppenaufseherin auf. Damit ist gemeint, dass sie die Aufsicht über Versicherungsgruppen mit grenzüberschreitender Tätigkeit wahrnimmt und sich in diesem Rahmen insbesondere mit den zuständigen Aufsichtsbehörden in den jeweiligen Gastländern abstimmt.
Europäische Aufsichtskollegien: Die Aussendung nennt den Austausch insbesondere über die europäischen Aufsichtskollegien. Diese Gremien sind Plattformen, über die Aufsichtsbehörden grenzüberschreitende Fragen besprechen und koordinieren, so die Darstellung der FMA im Bericht.
Was die FMA zur Verschiebung des geografischen Schwerpunkts nennt
Die FMA nennt im Report die Übernahme der Nürnberger Versicherung durch die Vienna Insurance Group als Ursache für eine erwartete deutliche Verschiebung des geografischen Schwerpunkts. Diese Erwähnung tritt im Zusammenhang mit den aggregierten Zahlen auf und wird von der FMA als marktrelevante Entwicklung genannt.
Außerdem hebt die FMA die besondere Bedeutung der Märkte der Beitrittskandidaten zur EU hervor. Die FMA verweist darauf, dass sich in diesen Ländern Wachstumschancen mit Fragen der Konvergenz und der Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden ergänzen, was für die grenzüberschreitende Aufsicht relevant sei.
Welche Informationen der FMA im Bericht liefert
- Aggregiertes Prämienvolumen der fünf international tätigen österreichischen Versicherungsgruppen für 2025, getrennt nach Inland und Ausland.
- Länderspezifische Anteile am ausländischen Prämienvolumen, darunter konkrete Prozentsätze für Tschechien (22%) und Polen (18%) sowie weitere Märkte mit mehr als 5% Anteil.
- Angaben zu lokalen Marktanteilen österreichischer Firmen in ausgewählten Ländern (z. B. Tschechien, Slowakei, Litauen, Rumänien).
- Hinweise auf regulatorische Aspekte und die Rolle der FMA als Gruppenaufseherin sowie auf den Austausch über die europäischen Aufsichtskollegien.
- Erwähnung einer marktrelevanten Transaktion mit möglicher Verschiebung des geografischen Schwerpunkts (Übernahme der Nürnberger Versicherung durch die Vienna Insurance Group).
Der Bericht liefert damit nach Angaben der FMA zentrale Kennzahlen und Strukturmerkmale zum Auslandsgeschäft der österreichischen Versicherungsgruppen für das Berichtsjahr und benennt zugleich Aspekte der grenzüberschreitenden Aufsicht.
FAQ zum Foreign Insurance Business Report 2026
Wie hoch war das Auslandsprämienvolumen der österreichischen Versicherungsgruppen 2025?
Das im Ausland erzielte Prämienvolumen belief sich 2025 auf €14,3 Mrd., so der Foreign Insurance Business Report 2026 der FMA. Dieser Wert wird in der Aussendung zudem als 10,7% über dem Vorjahreswert ausgewiesen.
Wie groß ist der Anteil des Auslandsgeschäfts am gesamten Prämieneinkommen?
Der Bericht nennt einen Auslandsanteil am Prämieneinkommen von 56% für 2025. Diese Zahl ergibt sich aus dem Vergleich des Auslandsprämienvolumens von €14,3 Mrd. mit dem heimischen Prämienvolumen von €11,3 Mrd., wie in der Aussendung dargestellt.
Welche Länder sind laut Bericht die wichtigsten Auslandsmärkte?
Tschechien und Polen sind mit Anteilen von 22% bzw. 18% am ausländischen Prämienvolumen die wichtigsten Länder. Weitere Schlüsselmärkte mit jeweils mehr als 5% Anteil sind Rumänien, Ungarn, die Türkei und die Slowakei.
In welchen Ländern haben österreichische Versicherer besonders hohe Marktanteile?
Die heimischen Firmen verzeichnen laut Bericht die höchsten Marktanteile in Tschechien und der Slowakei mit jeweils knapp über 40%. Litauen wird mit 35% und Rumänien mit 33% Marktanteil genannt.
Welche Rolle beschreibt die FMA im Bericht?
Die FMA tritt im Bericht als Gruppenaufseherin auf und verweist auf den laufenden Austausch mit den zuständigen Aufsichtsbehörden vor Ort, insbesondere über die europäischen Aufsichtskollegien. Die Aussendung nennt diese Zusammenarbeit als Teil der Aufsichtstätigkeit bei grenzüberschreitendem Versicherungsgeschäft.
Wo kann der Bericht eingesehen werden?
Der gesamte Foreign Insurance Business Report 2026 ist laut Aussendung auf der Website der FMA abrufbar. Die FMA benennt die entsprechende Seite als Abrufstelle für den vollständigen Bericht.
Quellen und Kontakt
Quelle: Foreign Insurance Business Report 2026, Finanzmarktaufsicht (FMA). Der Bericht und ergänzende Materialien sind auf der Website der FMA verfügbar: https://www.fma.gv.at/versicherungen/offenlegung/auslandsgeschaeft-oesterreichischer-versicherungsgruppen/
Kontakt laut Aussendung:
Boris Gröndahl, FMA‑Mediensprecher
Telefon: +43 1 24959-6010 / +43 676 8824 9995
E‑Mail: boris.groendahl [at] fma.gv.at
Wörtliches Zitat aus der Aussendung: „Das Auslandsgeschäft ist für die österreichischen Versicherungen längst ein zentraler Bestandteil ihres Geschäftsmodells“, erklärte FMA‑Vorständin Mariana Kühnel. „Die breite regionale Aufstellung eröffnet Wachstumschancen in unterschiedlichen Märkten und trägt dazu bei, wirtschaftliche Entwicklungen einzelner Länder besser abzufedern. Deshalb ist eine eng abgestimmte grenzüberschreitende Aufsicht so wichtig. Die FMA ist als Gruppenaufseherin im laufenden Austausch mit den zuständigen Aufsichtsbehörden vor Ort, insbesondere über die europäischen Aufsichtskollegien.“
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