Wirtschaft

EZB: Endauswahl für neue Euro-Banknoten vorgestellt

Europäische Zentralbank zeigt zehn Finalentwürfe, Start einer EU-weiten Online-Umfrage bis 21. September 2026

23. Juli 2026

Die EZB präsentiert zehn Finalentwürfe für die nächste Euro-Banknotenserie; eine öffentliche Umfrage läuft bis zum 21. September 2026.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die in die Endauswahl gekommenen Gestaltungsvorschläge für die nächste Euro-Banknotenserie vorgestellt und zeitgleich eine öffentliche Umfrage gestartet. Die vorgestellten Entwürfe basieren auf zwei Themen: „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“ und enthalten damit verbundene Motive, die diese Themen illustrieren sollen.

Die EZB lädt die Bevölkerung in ganz Europa zur Teilnahme an einer auf Beschluss des EZB-Rats initiierten Online-Umfrage ein. Die Umfrage läuft noch bis zum 21. September 2026; parallel dazu führt ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut eine separate, repräsentative Befragung im Euroraum durch. Die Ergebnisse beider Umfragen sollen in einem Bericht zusammengefasst werden, sobald das endgültige Gestaltungskonzept ausgewählt worden ist.

EZB-Endauswahl der Banknotenentwürfe

Nach Angaben der EZB sind die Gestaltungsvorschläge über einen EU-weiten Design-Wettbewerb bestimmt worden. Mehr als 1 200 Grafikdesigner hatten sich beworben; 25 von ihnen wurden eingeladen, Gestaltungsvorschläge für ein Thema oder beide Themen auszuarbeiten. Eine unabhängige Jury aus 21 Fachleuten wählte aus den Einreichungen anschließend zehn Vorschläge aus, die nun der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel – sie sind eine der greifbarsten Ausdrucksformen Europas.“ Die EZB betont mit dieser Formulierung die symbolische Bedeutung der Banknoten neben ihrer Funktion als Zahlungsmittel.

Rolle der EZB, der OeNB und der unabhängigen Jury im Auswahlprozess

Die Mitteilung nennt mehrere Institutionen und Akteure, die am Auswahlprozess beteiligt sind. Die EZB hat die Endauswahl veröffentlicht und die öffentliche Umfrage initiiert; der EZB-Rat trifft die endgültige Entscheidung über das Design. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) beteiligt sich als Mitglied des Eurosystems an der Kommunikation dieses Verfahrens und weist in der Aussendung auf die Möglichkeit der öffentlichen Beteiligung hin.

Die unabhängige Jury, die aus 21 Fachleuten aus Bereichen wie Grafikdesign, Kommunikation, Neurowissenschaft und Geschichte bestand, wurde laut Meldung jeweils von einer Zentralbank des Euroraums nominiert. Die Jury hat die Aufgabe übernommen, aus den im Wettbewerb eingereichten Arbeiten eine engere Auswahl zu treffen, deren Vorschläge nun der breiten Öffentlichkeit zur Bewertung vorgelegt werden.

Ablauf des Auswahlprozesses und beteiligte Akteure

Die Mitteilung nennt mehrere Schritte, die bis zur endgültigen Entscheidung vorgesehen sind. Zunächst hat eine unabhängige Jury zehn Vorschläge aus der Wettbewerbsauswahl gewählt. Anschließend läuft bis 21. September 2026 die öffentliche Online-Umfrage, parallel zur repräsentativen Befragung durch ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut.

Die endgültige Entscheidung über die Gestaltung der neuen Banknoten wird laut Aussendung der EZB-Rat voraussichtlich gegen Jahresende fällen. Der EZB-Rat soll sich dabei auf verschiedene Informationen stützen, darunter die Schlussfolgerungen der Jury, eine technische Bewertung sowie die Ergebnisse der beiden Umfragen. Nach Auswahl des Designs wird dieses weiter ausgearbeitet und getestet, bevor die Produktion beginnt.

Zeitplan bis zur endgültigen Entscheidung und danach

Die EZB beschreibt den weiteren Ablauf in mehreren Phasen: Auswahl des endgültigen Gestaltungskonzepts durch den EZB-Rat, anschließende Ausarbeitung und Prüfung des ausgewählten Designs sowie Produktionsvorbereitungen. Die Banknoten der neuen Serie werden voraussichtlich in den darauffolgenden Jahren in Umlauf gebracht. Parallel dazu behalten die Banknoten der vorherigen Serie ihren Wert und bleiben neben der neuen Serie in Umlauf.

Die Mitteilung verweist außerdem darauf, dass es sich um die erste vollständige Neugestaltung der Euro-Banknoten seit ihrer Ausgabe im Jahr 2002 handelt; die ursprünglichen Banknoten waren vom Österreicher Robert Kalina entworfen worden.

Begriffe erklärt: Design-Wettbewerb, unabhängige Jury, öffentliche Umfrage, Sicherheitsmerkmale, ökologischer Fußabdruck

Design-Wettbewerb

In der Mitteilung wird ein EU-weiter Design-Wettbewerb genannt, an dem mehr als 1 200 Grafikdesigner teilgenommen haben. Solche Wettbewerbe dienen laut Aussendung dazu, eine große Zahl kreativer Vorschläge zu sammeln, aus denen eine Jury die geeignetsten Entwürfe auswählt.

Unabhängige Jury

Die Jury bestand aus 21 Fachleuten aus Bereichen wie Grafikdesign, Kommunikation, Neurowissenschaft und Geschichte. Diese Expertengruppe wurde laut Meldung jeweils von einer Zentralbank des Euroraums nominiert und wählte die zehn Finalentwürfe aus.

Öffentliche Umfrage

Die EZB hat eine Online-Umfrage gestartet, zu der alle Menschen in Europa eingeladen sind. Die Umfrage wurde auf Beschluss des EZB-Rats initiiert und läuft bis zum 21. September 2026. Parallel dazu wird eine repräsentative Umfrage im Euroraum durchgeführt; die EZB kündigt an, beide Ergebnisse in einem Bericht zusammenzuführen.

Sicherheitsmerkmale

Die Meldung nennt, dass die neuen Banknoten „neuartige und verbesserte Sicherheitsmerkmale“ enthalten werden. Laut EZB sollen diese Merkmale die Echtheitsüberprüfung erleichtern und die hindernisfreie Nutzung – auch durch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen – verbessern. Die EZB verweist zudem auf die Möglichkeit, bei regelmäßigen Neuausgaben vom technologischen Fortschritt zu profitieren, um Geldfälschern einen Schritt voraus zu sein.

Ökologischer Fußabdruck

Die EZB gibt an, bestrebt zu sein, den ökologischen Fußabdruck der Banknoten zu verringern, indem deren Haltbarkeit verbessert und nachhaltigere Materialien sowie Produktionsprozesse eingesetzt werden. Diese Maßnahmen werden in der Aussendung als Teil des Design- und Produktionsansatzes genannt.

Was die öffentliche Umfrage umfasst und wie Rückmeldungen genutzt werden

Die öffentliche Online-Umfrage richtet sich an die breite Bevölkerung in Europa und bezieht sich auf die zehn in die Endauswahl gekommenen Gestaltungsvorschläge. Die EZB betont, dass dieselben Fragen parallel auch von einem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut an einer repräsentativen Stichprobe des Euroraums gestellt werden, um Vergleichsdaten zu gewinnen.

Die Meldung stellt klar, dass die Ergebnisse beider Umfragen in einem Bericht zusammengeführt werden sollen, sobald das endgültige Gestaltungskonzept ausgewählt worden ist. Dieser Bericht soll neben den Schlussfolgerungen der Jury und einer technischen Bewertung eine der Grundlagen für die Entscheidung des EZB-Rats bilden. Die EZB bezeichnet das Feedback der Öffentlichkeit als „ein wesentliches Element des inklusiven Ansatzes des Eurosystems“ und nennt die öffentliche Beteiligung als Bestandteil dieses Ansatzes.

FAQ zur Neugestaltung der Euro-Banknoten

1. Welche Themen liegen den Entwürfen zugrunde?

Die EZB nennt zwei Themen, auf denen die Finalentwürfe beruhen: „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“. Die vorgestellten Entwürfe enthalten Illustrationen und Motive, die diese Themen widerspiegeln.

2. Wer hat an dem Wettbewerb teilgenommen und wie viele Vorschläge wurden ausgewählt?

Mehr als 1 200 Grafikdesigner hatten sich laut Mitteilung beworben. 25 Designer wurden eingeladen, Gestaltungsvorschläge auszuarbeiten; eine unabhängige Jury wählte daraus zehn Vorschläge aus, die in die Endauswahl gelangten.

3. Bis wann läuft die öffentliche Umfrage und wer führt parallel eine repräsentative Befragung durch?

Die öffentliche Online-Umfrage läuft noch bis zum 21. September 2026. Parallel dazu führt ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut eine separate Umfrage mit denselben Fragen bei einer repräsentativen Stichprobe von Bürgern des Euroraums durch.

4. Wer entscheidet über das endgültige Design und wann ist die Entscheidung geplant?

Die endgültige Entscheidung über die Gestaltung der neuen Banknoten trifft der EZB-Rat. Nach Angaben in der Meldung wird diese Entscheidung voraussichtlich gegen Jahresende erfolgen. Grundlage sind u. a. die Schlussfolgerungen der Jury, eine technische Bewertung und die Ergebnisse der Umfragen.

5. Was passiert mit den bisherigen Banknoten der aktuellen Serie?

Die EZB informiert, dass die Banknoten der vorherigen Serie ihren Wert behalten und neben der neuen Serie in Umlauf bleiben. Die Mitteilung betont, dass es sich um die erste vollständige Neugestaltung seit 2002 handelt.

6. Welche Ziele nennt die EZB für die neuen Banknoten in Bezug auf Sicherheit und Nachhaltigkeit?

In der Aussendung heißt es, die neuen Banknoten würden „neuartige und verbesserte Sicherheitsmerkmale“ enthalten, die die Echtheitsüberprüfung erleichtern und die hindernisfreie Nutzung auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen verbessern sollen. Zudem gibt die EZB an, bestrebt zu sein, den ökologischen Fußabdruck durch verbesserte Haltbarkeit und nachhaltigere Materialien sowie Produktionsprozesse zu verringern.

Quellen und Kontakt

Bilder und Videos der Entwürfe sowie Informationen zum Auswahlverfahren und weiteres Anschauungsmaterial stellt die EZB auf einer eigens eingerichteten Multimedia-Seite zur Verfügung: https://multimedia.ecb.europa.eu/web/c7e5796089918f1d/ecb-banknotes-new-design-proposals/?viewType=grid

Zur Teilnahme an der öffentlichen Umfrage führt die EZB auf: (Umfrageende: 21. September 2026).

Kontakt laut Originalmeldung: Oesterreichische Nationalbank, Pressesprecherin Mag.a Marlies Schroeder, MiM. Telefon: (+43-1) 404 20-6900. E-Mail: marlies.schroeder [at] oenb.at. Website: https://www.oenb.at.

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