APG und Industriellenvereinigung Kärnten betonen Bedeutung der 380‑kV‑Verbindung für Strominfrastruktur, Industrie und Investitionen
APG und IV Kärnten erläutern beim Austausch in Klagenfurt das Projekt Netzraum Kärnten mit einer 380‑kV‑Verbindung und dem Ausbau des 110‑kV‑Netzes.
APG und die Industriellenvereinigung (IV) Kärnten haben im Rahmen eines Austausches im Infocenter der APG in Klagenfurt den Projektstand und die Bedeutung des Vorhabens „Netzraum Kärnten“ erörtert. In der Aussendung betonte APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner, dass mit dem Projekt die einzige Lücke im 380‑kV‑Versorgungsring Österreichs geschlossen werde und dass die Leitung für Kärnten eine Rolle dabei spiele, „damit die Industrie ihre Prozesse dekarbonisieren kann und Zugang zu preisgünstigem Strom hat, um wettbewerbsfähig zu bleiben."
Netzraum Kärnten ist laut Aussendung ein Kooperationsprojekt von Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz (KNG‑Kärnten Netz). Geplant ist demnach eine 380‑kV‑Verbindung zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach bei Völkermarkt in Kärnten sowie ein umfassender Ausbau und die Verstärkung des kärntnerischen 110‑kV‑Netzes.
In der Mitteilung wird das Vorhaben als Schlüsselprojekt für Kärnten, Osttirol und ganz Österreich bezeichnet. Dort heißt es, die bestehenden Leitungen seien stark ausgelastet und näherten sich ihren Kapazitätsgrenzen. Die Aussendung verwendet in diesem Zusammenhang die Formulierung, dass sich mit dem Projekt „eine Jahrhundertchance“ eröffne und nennt mögliche Folgen wie die Stärkung von Kärnten und Osttirol als Wirtschafts‑ und Lebensraum sowie die Ermöglichung zusätzlicher Einspeisung von Strom aus erneuerbarer Energie.
Beim Austausch im Infocenter der APG in Klagenfurt zitierte die Aussendung mehrere Stimmen. APG‑Vorstandssprecher Gerhard Christiner sagte: „Mit dem Projekt Netzraum Kärnten schließen wir die einzige Lücke, die es im 380‑kV‑Versorgungsring Österreichs noch gibt."
Die Industriellenvereinigung Kärnten wird mit den Worten zitiert: „Für die Kärntner Industrie ist eine leistungsfähige Strominfrastruktur die grundlegende Voraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Der Netzraum Kärnten schafft die Basis für eine sichere Energieversorgung, wettbewerbsfähige Strompreise, Investitionen und hochwertige Arbeitsplätze. Deshalb unterstützen wir dieses zukunftsweisende Projekt mit Nachdruck", betonte Timo Springer, Präsident der IV Kärnten.
APG‑Projektleiter Wolfgang Hafner wird in der Aussendung mit der Aussage wiedergegeben: „Mit dem Netzraum Kärnten schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass künftig auch Kärnten verstärkt von diesen Investitionen profitieren kann. Der Zugang zu leistbarem, nachhaltigem Strom wird zu einem entscheidenden Standortfaktor für neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Bundesland."
Die Aussendung verweist darauf, dass derzeit eine hohe Zahl an Netzzugangsanfragen vorliege. Es wird ausgeführt, dass Rechenzentren und energieintensive Betriebe sich dort ansiedelten, „wo Strom in ausreichender Menge, hoher Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar ist."
Weiterhin heißt es in der Mitteilung, dass davon aktuell vor allem der Osten Österreichs sowie Oberösterreich profitierten, „wo es bereits eine leistungsstarke 380‑kV‑Strominfrastruktur gibt bzw. die Inbetriebnahme kurz bevorsteht." In diesem Kontext wird das Projekt Netzraum Kärnten als Voraussetzung genannt, damit künftig auch Kärnten von solchen Investitionen profitieren könne.
Die Pressemitteilung enthält mehrere Zahlenangaben zur APG‑Struktur und zu Investitionen. Dort wird genannt, dass sich das APG‑Netz auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km erstreckt und von einem Team von rund 1.000 Spezialistinnen und Spezialisten betrieben und instand gehalten wird. Weiters werden in der Aussendung insgesamt 67 Umspannwerke erwähnt, die in ganz Österreich verteilt sind und von der Steuerzentrale in Wien zum Großteil remote betrieben werden.
Zur Versorgungssicherheit heißt es in der Mitteilung, dass die Versorgungssicherheit auch 2025 dank der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei 99,99 Prozent lag. Für Investitionen nennt APG konkrete Zahlen: 680 Millionen Euro im Jahr 2026 sowie 595 Mio. (2025), 440 Mio. (2024) und 490 Mio. Euro (2023). Zudem wird in der Aussendung angekündigt, dass APG insgesamt bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus‑ und Umbau investieren werde.
380‑kV‑Versorgungsring: In der Aussendung wird der 380‑kV‑Versorgungsring Österreichs als ein zentrales Element der überregionalen Strominfrastruktur dargestellt. Der Begriff bezieht sich auf Hochspannungsleitungen mit einer Nennspannung von 380 Kilovolt, die für die Übertragung großer Energiemengen über längere Strecken eingesetzt werden.
110‑kV‑Netz: Das 110‑kV‑Netz wird in der Mitteilung als Teil des regionalen Verteilnetzes genannt, dessen Ausbau und Verstärkung für das Projekt geplant sind. 110 Kilovolt bezeichnet hierbei eine übliche Spannungsebene zur regionalen Verteilung elektrischer Energie.
Netzzugangsanfragen: Die Aussendung beschreibt eine aktuell hohe Zahl an Netzzugangsanfragen, also Anträge von potenziellen Einspeisern oder Verbrauchern auf Anschluss an das Stromnetz. Solche Anfragen werden in der Mitteilung als Indikator für Nachfrage nach leistungsfähiger Netzinfrastruktur angeführt.
Übertragungsnetzbetreiber (APG): APG wird in der Mitteilung als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber bezeichnet, der die sichere Stromversorgung Österreichs verantwortet. Die Rolle umfasst demnach den Betrieb, die Instandhaltung und die Anpassung der Netzstruktur an steigende Anforderungen.
Versorgungssicherheit: In der Aussendung wird Versorgungssicherheit als Kennzahl genannt; APG gibt an, dass diese 2025 bei 99,99 Prozent lag. Versorgungssicherheit beschreibt hier die praktische Verfügbarkeit elektrischer Energie im Netz über einen bestimmten Zeitraum.
Die Projektbeschreibung in der Aussendung enthält mehrere zusammenfassende Aussagen zum erwarteten Stellenwert des Vorhabens. Dort wird etwa formuliert, dass das Vorhaben eine „Jahrhundertchance" biete und dass es die Möglichkeit eröffne, die Stromversorgung kommender Generationen zu sichern, zusätzliche Einspeisung aus erneuerbaren Energien zu ermöglichen und den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu unterstützen. Diese Formulierungen stammen direkt aus der Projektbeschreibung in der Mitteilung.
APG positioniert sich in der Aussendung zudem als Anbieter einer „leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur" und als Plattform für den Strommarkt, mit der laut Mitteilung erneuerbare Energien integriert und die Importabhängigkeit reduziert werden können. Diese Aussagen sind Teil der eigens in der Aussendung dargestellten Aufgaben und Selbstbeschreibung von APG.
Was ist Netzraum Kärnten?
Netzraum Kärnten ist laut Aussendung ein Kooperationsprojekt von Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz (KNG‑Kärnten Netz). Es umfasst demnach eine 380‑kV‑Verbindung zwischen Lienz und Obersielach sowie einen Ausbau des 110‑kV‑Netzes in Kärnten.
Wer sind die beteiligten Organisationen?
Als beteiligte Organisationen nennt die Mitteilung Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz (KNG‑Kärnten Netz). APG wird in der Aussendung als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber beschrieben.
Warum wird das Projekt als wichtig bezeichnet?
In der Aussendung wird erklärt, dass die bestehenden Leitungen stark ausgelastet seien und Kapazitätsgrenzen erreichten. Aus Sicht der Mitteilung schließt das Projekt die einzige Lücke im 380‑kV‑Versorgungsring Österreichs und soll damit Raum für zusätzliche Einspeisung und Verteilkapazitäten eröffnen.
Welche Strecken sind konkret geplant?
Die Mitteilung nennt eine 380‑kV‑Verbindung zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach bei Völkermarkt in Kärnten sowie einen umfassenden Ausbau und die Verstärkung des kärntnerischen 110‑kV‑Netzes.
Wie begründet die IV Kärnten ihre Unterstützung?
Timo Springer, Präsident der IV Kärnten, wird in der Aussendung mit der Begründung zitiert, dass eine leistungsfähige Strominfrastruktur „die grundlegende Voraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort" sei. Er nennt in der Mitteilung sichere Energieversorgung, wettbewerbsfähige Strompreise, Investitionen und hochwertige Arbeitsplätze als Aspekte, die mit dem Projekt in Verbindung gebracht werden.
Wo finde ich weitere Informationen?
In der Aussendung wird auf die Projektseite www.netzraumkaernten.at verwiesen, wo nach Angaben der Mitteilung weitere Informationen zum Projekt zur Verfügung stehen.
Quelle der Angaben ist die Aussendung von Austrian Power Grid AG zum Austausch mit Vertretern der Industriellenvereinigung Kärnten. Für weitergehende Anfragen wird in der Mitteilung folgender Kontakt genannt: APG - Austrian Power Grid, Mag. Wolfgang Gröger, MAS, Telefon: +43 664 883 42824, E‑Mail: wolfgang.groeger[at]apg.at. Weitere Informationen sind nach Angabe der Aussendung auf der APG‑Website https://www.apg.at verfügbar.