Zweites Marc Impact Programm der ERSTE Stiftung kürt drei Sieger: Nepanikař, Origin BCI und TalentsLounge
Beim re:Marc Pitch-Event in Budapest setzte sich die tschechische Mental‑Health‑App Nepanikař durch; Origin BCI und TalentsLounge erhielten Innovations- und Skalierungspreise.
Die tschechische Mental‑Health‑App Nepanikař ist Gewinnerin des Marc Grand Impact Award 2026. Die Auszeichnung wurde beim re:Marc Pitch‑Event in Budapest vergeben; Nepanikař erhält 20.000 Euro und wurde aus den Finalistinnen und Finalisten des Marc Impact Programms als Gesamtsieger gekürt.
Beim zweiten Durchgang des Marc Impact Programms präsentierten die besten Teams aus sechs Ländern in Zentral‑ und Osteuropa ihre Geschäftsmodelle mit Wirkung vor einer Jury. Das Pitch‑Event fand im Ethnografischen Museum in Budapest statt.
Das re:Marc Pitch‑Event markierte den Abschluss des zweiten Marc Impact Programms, das seit 2024 läuft. Vertreterinnen und Vertreter der besten zwei Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus jedem der sechs Länder — Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Serbien und Kroatien — stellten ihre Business Cases vor.
Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Ungarn, eröffnete den Wettbewerb mit den Worten: „Glaubt an euch, denn das Gute gewinnt am Ende immer.“ Die Veranstaltung diente als Abschlusspräsentation des Programmdurchgangs und als Forum für die Preisvergabe in mehreren Kategorien.
Nepanikař ist eine tschechische App, die nach Angaben der Veranstalter kostenlos, schnell, niederschwellig und anonym Hilfe für Menschen in psychischen Notsituationen anbietet. Die App hat laut Mitteilung fast 800.000 Nutzer:innen; über 500 Menschen greifen täglich auf Unterstützung bei Panikattacken, Essstörungen, Selbstverletzungen und bei Selbstmordgedanken zu.
Die Funktionen umfassen Chats, Krisen‑Hotlines und Zugang zu Therapie. Das Team hinter Nepanikař wird als fachlich ausgebildet beschrieben; die Technologie der App sei Open Source. Im Anschluss an die Preisverleihung nannte die Meldung expansiven Schrittwünsche: Nepanikař wolle in weitere Länder expandieren und sein Ausbildungs‑Programm erweitern.
Origin BCI, ein junges Start‑up aus Rumänien, erhielt den Marc Innovation Champion Award 2026 und 15.000 Euro. Laut Aussendung hat das Team eine bionische Handprothese entwickelt, die auch das Gefühl vermitteln soll, Dinge tatsächlich zu berühren.
Die Prothese werde als günstiger und zugleich ansprechender im Aussehen beschrieben als bisher erhältliche Lösungen; hauptsächlich profitieren sollen Menschen, die ihren Arm verloren haben. Wegen der Beweglichkeit der Prothese könne diese Technologie laut Mitteilung auch bei Industrierobotern Anwendung finden. Die Gründer streben an, den Prototypen künftig selbst zu produzieren.
Die österreichische Bildungs‑Organisation DaVinciLab gewann mit ihrer TalentsLounge den Marc Scalability Champion Award 2026 und erhielt 15.000 Euro. Die TalentsLounge ist eine digitale Lernplattform, die Lehrpersonen mit Unterrichtsmaterialien zu Themen wie Coding und Künstlicher Intelligenz unterstützt.
Das Konzept beruht laut Meldung darauf, dass Skills am besten gelernt werden, wenn sie unmittelbar angewendet werden. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sollen die Materialien schneller adaptierbar werden. Die TalentsLounge plant nach Angaben der Aussendung, international zu wachsen und nicht nur in Schulen möglichst vielen Menschen den Umgang mit digitalen Technologien zu vermitteln.
Nach Angaben der ERSTE Stiftung wurde das Programm nach dem ersten erfolgreichen Jahr von drei auf sechs Länder ausgeweitet. Insgesamt durchliefen 99 Sozialunternehmen und NGOs das Marc‑Programm in Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Serbien und Kroatien.
Die lokalen Partner hatten diese Teilnehmenden aus 332 Einreichungen ausgewählt. Beim Pitch‑Event traten die jeweils besten zwei des Landes vor einer Jury auf, um ihre Business Cases mit Wirkung zu präsentieren.
Die Jury des Pitch‑Events wurde als international beschrieben und setzte sich aus Fachleuten aus dem Impact‑ und Investmentbereich zusammen. Gelistet wurden:
Die Jury wählte aus den Präsentationen die drei Preisträgerinnen und Preisträger in den genannten Kategorien aus.
Florian Bauer, Executive Director Social Finance and Impact Investment der ERSTE Stiftung, wurde in der Meldung mit der Aussage zitiert: „Unternehmen sorgen unmittelbar für Veränderung: Mit guten Ideen können sie Emissionen reduzieren und Ressourcen sparen, Menschen mit psychischen oder physischen Problemen helfen oder dazu beitragen, dass gute Bildung für alle leichter zugänglich wird.“
Peter Surek, Geschäftsführer der Erste Social Finance, sagte laut Aussendung: „Schon im vergangenen Jahr konnten wir sehen, dass die gezielte Beratung des Marc Impact Programms dabei hilft, Investoren zu finden, die an Wirtschaftlichkeit und Impact gleichzeitig interessiert sind. Das Social Banking im Netzwerk der Erste Group bietet ebenfalls gezielt Finanzierungslösungen an.“
Zsuzsanna Pál, Managing Director of IFUA Nonprofit Partners, die das Programm in Ungarn koordiniert, wird mit der Feststellung zitiert, dass durch Marc in Zentral‑ und Osteuropa Schritt für Schritt eine Community von Unternehmer:innen entstehe, die Erfahrungen austausche und zusammenarbeite.
Impact‑Unternehmen: Als Impact‑Unternehmen bezeichnet die Meldung Organisationen, die eine positive Wirkung für die Gesellschaft und wirtschaftliches Gewinnstreben verbinden. Solche Unternehmen arbeiten demnach an sozialen oder ökologischen Herausforderungen mit marktfähigen Lösungen.
Marc Impact Programm: Das Programm unterstützt nach eigenen Angaben seit 2024 Organisationen dabei, Lösungen für gesellschaftliche Probleme umzusetzen, mit einem Schwerpunkt auf der Verbesserung der Finanzierbarkeit für Investoren.
Open Source: In der Meldung wird die Technologie von Nepanikař als Open Source bezeichnet. Open‑Source‑Software bedeutet allgemein, dass Quellcode öffentlich zugänglich ist und von Dritten geprüft oder weiterentwickelt werden kann.
Skalierbarkeit: Beim Marc Scalability Champion Award steht laut Meldung die Fähigkeit im Fokus, eine Lösung in größerem Maßstab verfügbar zu machen — etwa wenn eine digitale Lernplattform wie die TalentsLounge international angeboten werden soll.
Bionische Prothese: Origin BCI wird mit der Entwicklung einer bionischen Handprothese beschrieben, die neben mechanischen Funktionen fühlbare Rückmeldungen ermöglichen soll; solche Technologien kombinieren mechanische Komponenten mit elektronischen oder sensiblen Elementen.
Die Meldung nennt als Schwerpunkt des Marc Impact Programms die Unterstützung bei der Verbesserung der Finanzierbarkeit von Impact‑Organisationen: Das Programm soll gezielte Beratung bieten, um Businesspläne so zu gestalten, dass sie für Investoren interessant sind.
Als Partner des Programms werden mehrere Organisationen und Netzwerke genannt: Erste Social Finance, ERSTE Stiftung, Erste Group, IFUA Nonprofit, SIMPACT, Impact Hub Vienna, Synerb, Startup Kitchen, Croatian Entrepreneur Center und ASK.
Nepanikař gewann den Marc Grand Impact Award 2026 und erhielt 20.000 Euro. Die App wurde in der Meldung als kostenloses Hilfsangebot für Menschen in psychischen Notsituationen beschrieben, mit fast 800.000 Nutzer:innen und über 500 täglichen Nutzenden, die Hilfe bei verschiedenen Krisen suchen.
Es wurden drei Preis‑Kategorien genannt: Marc Grand Impact Award (Nepanikař, 20.000 Euro), Marc Innovation Champion Award (Origin BCI, 15.000 Euro) und Marc Scalability Champion Award (TalentsLounge von DaVinciLab, 15.000 Euro).
Laut Meldung rekrutierten lokale Programmpartner aus insgesamt 332 Einreichungen in den sechs Ländern die 99 Sozialunternehmen und NGOs, die das Marc‑Programm durchliefen. Aus diesen Gruppen traten beim Pitch‑Event die besten zwei Teams aus jedem Land an.
Die Jury bestand aus Vertreterinnen und Vertretern aus dem Impact‑Investment‑Umfeld, darunter Lena Gampp (Fourfold Foundation), Andrew Gray (Tilia Impact Ventures), Elemér Eszter (Impact Ventures Ungarn), Tic Nica (Growceanu) und Tímea Stverteczy (Marc‑Preisträgerin 2025).
Nach Angaben der Aussendung startet der nächste Durchgang im Herbst 2026. Mit der Slowakei wird dann das siebente Land in Zentral‑ und Osteuropa am Marc Programm teilnehmen.
Diese Meldung basiert auf einer Aussendung der ERSTE Stiftung / DIE ERSTE österreichische Spar‑Casse Privatstiftung. Kontakt in der Aussendung: ERSTE Stiftung, Martina Bachler‑Huber, Telefon: 0664 88132418, E‑Mail: martina.bachler‑huber [at] erstestiftung.org.