Am Mitterschöpfl in Niederösterreich stärkt das Land seine Kooperation mit dem Leopold Figl Observatorium der Universität Wien. Gemeinsam wird in den nächsten fünf Jahren rund eine Million Euro investiert.
Am Mitterschöpfl in Niederösterreich stärkt das Land seine Kooperation mit dem Leopold Figl Observatorium der Universität Wien. Gemeinsam mit der Universität Wien wird in den nächsten fünf Jahren rund eine Million Euro investiert. Die betreffende Vereinbarung wurde einstimmig von ÖVP, FPÖ und SPÖ in der Sitzung der Landesregierung bestätigt.
Das Leopold Figl Observatorium wird sich in den kommenden Jahren der Suche nach Exoplaneten widmen. Bei dieser Forschung nutzt man die sogenannte Transitmethode: Zieht ein Planet vor seinem Stern vorbei, wird dieser für einen kurzen Moment minimal dunkler. Aus diesen Helligkeitsveränderungen lassen sich Größe, Umlaufbahn und Entfernung des Planeten bestimmen. Weltweit sind bereits über 5.000 Exoplaneten bekannt.
Das Leopold Figl Observatorium als Außenstelle des Instituts für Astrophysik der Universität Wien wurde in den 1960er Jahren eingerichtet und beherbergt Österreichs größtes Spiegelteleskop mit einem Durchmesser von 1,5 Metern. Die Anlage kann sehr geringe Helligkeitsveränderungen beim Transit eines Exoplaneten messen, die in der Regel weniger als ein Prozent des Sternenlichts ausmachen, und ergänzt damit Beobachtungsdaten zur Präzisierung physikalischer Eigenschaften von Exoplaneten, so Projektleiter João Alves von der Universität Wien.
Das Observatorium öffnet auch regelmäßig seine Türen für die Öffentlichkeit. Qualifizierte Amateurastronominnen und -astronomen sollen in Zukunft an echten Forschungsprojekten mitarbeiten und Daten beisteuern, die in wissenschaftliche Publikationen einfließen können.
Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, Tel.: +43 2742 9005 – 12704, Mobil: +43 676 812 15283, E-Mail: [email protected]