Der AIT Poster Award des AIT Austrian Institute of Technology fördert gezielt Innovationsgeist und unternehmerisches Denken bei jungen Forschenden. Die besten Einreichungen wurden am 28. Mai 2026 bei einer feierlichen Award Ceremony prämiert.
Der AIT Poster Award des AIT Austrian Institute of Technology fördert gezielt Innovationsgeist und unternehmerisches Denken bei jungen Forschenden. Die besten Einreichungen wurden am 28. Mai 2026 bei einer feierlichen Award Ceremony prämiert.
Der erste Platz geht an Juan Esteban Arjona Rodriguez vom Center for Transport Technologies im LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen. Prämiert wurde sein Posterprojekt zur Entwicklung einer „Fast Additive Manufacturing Simulation“ für die drahtbasierte Additive Fertigung mittels Lichtbogen (Wire Arc Additive Manufacturing, WAAM).
Ziel des Konzepts ist es, hochkomplexe thermische und mechanische Simulationen künftig innerhalb weniger Minuten statt mehrerer Tage durchführen zu können. Aktuell arbeitet er am LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen an analytischen und numerischen Simulationen von Wasserstofftanks in europäischen Forschungsprojekten.
Behzad Sadeghi vom Erich-Schmid-Institut für Materialwissenschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften belegte den zweiten Platz mit einem Aluminium-Verbundwerkstoff, entwickelt für Anwendungen, bei denen Materialermüdung eine kritische Rolle spielt. Dank geringen Gewichts und hoher Haltbarkeit eignet sich das Material besonders für Luftfahrt und Wasserstoffinfrastruktur.
Den dritten Platz erreichte Alina Schärmer mit einer Arbeit zum Einsatz von Large Language Models (LLMs) in Security Operation Centern (SOCs). Untersucht wurde die automatisierte Interpretation und Klassifizierung von Warnmeldungen aus Intrusion-Detection-Systemen (IDS), um reale Angriffe schneller von Fehlalarmen zu unterscheiden und bekannten Angriffstechniken zuzuordnen.
Die Studie analysierte sowohl netzwerk- als auch hostbasierte IDS-Warnungen und zeigte, dass zusätzliche Kontextinformationen die Qualität der Klassifizierung deutlich verbessern können. Gleichzeitig nennen die Ergebnisse Kosten, Modellzuverlässigkeit und der Umgang mit sensiblen Daten als zentrale Herausforderungen für den Einsatz in sicherheitskritischen Umgebungen.
In diesem Jahr präsentierten 17 Diplomand:innen, Dissertant:innen und Junior Scientists aus sieben AIT-Centern sowie aus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ihre Projekte mit Potenzial für Anwendungen in Bereichen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität oder Life Sciences.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Awards ist die langjährige Zusammenarbeit mit dem niederösterreichischen Start-up-Inkubator accent Inkubator sowie dem Venture Capital Fonds tecnet equity, die den Wettbewerb seit seiner Einführung im Jahr 2010 begleiten.
Spin-offs sind für das AIT ein wichtiger Transferpfad, um Forschungsergebnisse in wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung zu bringen. Das Themenspektrum reicht von Life Sciences über digitale Plattformökonomie bis hin zu intelligenten Tools für die Stadtplanung.