Die Mietpreise in Österreich erreichen neue Höchststände: Durchschnittlich 16 Euro pro Quadratmeter müssen Mieter im ersten Quartal 2026 bezahlen - ein Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig entspannt sich die Situation am Mietmarkt leicht, da erstmals seit zwei Jahren wieder mehr Wohnungen verfügbar sind. Diese Entwicklung zeigt eine aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24, für die rund 95.292 Inserate ausgewertet wurden.
Die Mietpreise in Österreich erreichen neue Höchststände: Durchschnittlich 16 Euro pro Quadratmeter lagen die Angebotsmieten im ersten Quartal 2026 - ein Anstieg von etwa 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Erstmals seit zwei Jahren nimmt das Angebot an verfügbaren Mietobjekten kurzfristig wieder zu. Das zeigt die aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24, für die 95.292 Inserate ausgewertet wurden.
Wien liegt bei den angebotenen Mietpreisen mit durchschnittlich 22,41 Euro pro Quadratmeter an der Spitze. Nach Wien folgen Salzburg mit 21,23 Euro und Tirol mit 21,13 Euro pro Quadratmeter.
Fünf Bundesländer liegen unter dem Österreich-Schnitt von 16 Euro: Burgenland (11,72 Euro), Niederösterreich (12,98 Euro), Oberösterreich (13,29 Euro), Steiermark (13,85 Euro) und Kärnten (15,13 Euro). Im Burgenland wurde zudem ein Sinken der durchschnittlichen Angebotsmieten verzeichnet, wobei im Vorjahr einzelne Neubauprojekte die Preise erhöht hatten.
Die Zahl der verfügbaren Mietimmobilien ist in mehreren Regionen gestiegen. Besonders stark fiel das Plus in Niederösterreich mit 18 Prozent aus. Auch in Vorarlberg (+15 Prozent), Wien (+10 Prozent), Tirol und Kärnten (+9 Prozent) gab es mehr Mietobjekte als noch vor einem Jahr. "Viele Suchende interessieren sich wieder mehr für das Kaufen und dementsprechend weniger für das Mieten von Immobilien", so Joseph Obiegbu, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.
Die Nachfrageentwicklung zeigt regionale Unterschiede: Tirol (+16 Prozent), Steiermark (+14 Prozent), Vorarlberg und Kärnten (je +11 Prozent) verzeichneten Zuwächse. Rückläufig waren Salzburg (-11 Prozent), Burgenland (-9 Prozent) und Wien (-4 Prozent). In Salzburg zeigt sich der Rückgang insbesondere in der Stadt Salzburg, während andere Orte innerhalb des Bundeslandes etwas mehr Interesse verzeichneten.
Über die Datenanalyse
Die im April 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 95.292 Datenpunkten der ersten drei Monate 2024, 2025 und 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Basis sind Bruttomieten (Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten). Als Kennzahl wurde der Median verwendet. Analysiert wurden sowohl Wohnungen als auch Häuser, die zur Miete angeboten werden.