BMWET, WKÖ und Österreich Werbung präsentieren KI-Fahrplan, Gen‑Z-Studie und neues Märktebewertungsmodell
Bundesministerium, WKÖ und Österreich Werbung starten eine KI-Strategie und setzen ein neues Märktebewertungsmodell; Gen‑Z- und KI-Studien liefern zentrale Erkenntnisse.
Künstliche Intelligenz, veränderte Gästebedürfnisse und Internationalisierung stehen im Zentrum einer neuen strategischen Ausrichtung für den Tourismusstandort Österreich. Beim Pressegespräch anlässlich des Österreichischen Tourismustages (ÖTT) stellten Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, WKÖ-Präsidentin Martha Schultz und ÖW-Geschäftsführerin Astrid Steharnig-Staudinger die wesentlichen Eckpunkte vor.
Im Fokus der Präsentation standen drei eng miteinander verknüpfte Themen: die Entwicklung einer KI-Strategie für den Tourismus, die stärkere Ausrichtung auf die Generation Z als künftige Schlüsselzielgruppe sowie die weitere Internationalisierung mithilfe eines neuen Märktebewertungsmodells.
Auf Basis des Regierungsprogramms und der bei der Veranstaltung vorgestellten Vision T hat das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) die Österreich Werbung (ÖW) beauftragt, eine KI-Strategie für den Tourismusstandort Österreich zu entwickeln und die internationale Marktbearbeitung neu auszurichten. Konkret soll dafür künftig ein neues Märktebewertungsmodell eingesetzt werden, „das die Internationalisierung noch stärker im Tourismusmarketing verankert", heißt es in der Aussendung.
Die Ankündigung verbindet demnach technologische Fragestellungen mit Marktorientierung: Ziel ist es laut den Verantwortlichen, Sichtbarkeit, Marktbearbeitung und Marktpriorisierung neu zu justieren, wobei die ÖW als beauftragte Organisation die Umsetzung koordinieren soll.
„Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln im internationalen Wettbewerb grundlegend verändern. Wer künftig sichtbar sein, neue Gäste gewinnen und Wertschöpfung im Land halten will, muss diese Entwicklung aktiv gestalten. Deshalb geben wir mit einem eigenen KI-Fahrplan für den Tourismus und einem neuen Märktebewertungsmodell den Startschuss für die nächste Phase des internationalen Tourismusmarketings. Unser Ziel ist klar: Österreich soll nicht nur zu den beliebtesten Reisezielen der Welt zählen, sondern auch zu den innovativsten und wettbewerbsfähigsten Tourismusstandorten", sagt Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus.
Die Aussage der Regierungsspitze verknüpft damit ein technologisches Instrument (KI-Fahrplan) mit strategischer Marktarbeit (Märktebewertungsmodell) als Elemente der neuen Ausrichtung.
Die Österreich Werbung stellte in Wien Ergebnisse aus der Studie „Reisen der Gen Z“ vor und betonte das Potenzial junger Reisender für den heimischen Tourismus. Die Studie liefert mehrere quantifizierbare Aussagen zu dieser Altersgruppe in den für Österreich wichtigen Herkunftsmärkten.
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betont in Zusammenhang mit der Vision T die Bedeutung der Gen Z: „Mit der Vision T haben wir einen klaren Kompass für die Zukunft des Tourismus in Österreich vorgelegt. Die Generation Z spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie wird die Gäste, Mitarbeitenden und Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen stellen. Wer die Zukunft unserer Konjunkturlokomotive Tourismus gestalten will, muss ihre Erwartungen verstehen und sie aktiv in die Gestaltung einbinden. Deshalb schaffen wir mit dem neuen Beteiligungsformat ‚GenZ goes GenT‘ aus der Vision T gezielt Möglichkeiten, junge Menschen stärker in tourismuspolitische Entscheidungen einzubringen. Die vorliegende Studie der ÖW liefert dafür wertvolle Erkenntnisse und zeigt, wie wir Österreichs Tourismus erfolgreich, nachhaltig und zukunftsfit weiterentwickeln können."
Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Martha Schultz, verweist in der Aussendung auf die Rolle der Betriebe: „Der Erfolg des österreichischen Tourismus entsteht in unseren Betrieben – bei Unternehmerinnen und Unternehmern, die investieren, innovieren und gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jeden Tag Gastfreundschaft leben. Gerade angesichts von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und wachsendem internationalem Wettbewerb müssen wir die Chancen von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und neuen Märkten konsequent nutzen. Dadurch können wir Wertschöpfung, Beschäftigung und Lebensqualität in unseren Regionen langfristig sichern. Die Wirtschaftskammer unterstützt dabei mit Information, Weiterbildung, praxisnahen Angeboten und der internationalen Marktexpertise der WKÖ/Außenwirtschaft Austria. KI kann Betriebe entlasten und neue Möglichkeiten eröffnen – den entscheidenden Unterschied machen aber weiterhin die Menschen, die Qualität, Persönlichkeit und österreichische Gastfreundschaft erlebbar machen", betont Martha Schultz.
Die Studie „KI und Reisen" liefert laut Österreich Werbung Befunde zur Nutzung von KI entlang der Customer Journey. Dabei wird hervorgehoben, dass Künstliche Intelligenz in allen Phasen der Reiseplanung zunehmend an Bedeutung gewinnt und bereits in Teilmärkten verbreitet ist.
Zu dem Thema erklärt Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung: „Die Gäste von morgen entscheiden anders als die Gäste von gestern. Deshalb reicht es nicht, sichtbar zu sein. Wir müssen dort präsent sein, wo Inspiration entsteht und Reiseentscheidungen getroffen werden: auf Social Media, über Empfehlungen und zunehmend auch in KI-gestützten Anwendungen. Österreich muss sich dafür nicht neu erfinden. Aber wir müssen unsere Stärken für neue Zielgruppen noch besser sichtbar machen. Mit einer KI-Strategie für den Tourismus und dem gezielten Aufbau einer zukunftsfähigen Datenbasis für KI-Anwendungen – in enger Abstimmung mit der Datenstrategie und dem Tourism Data Space – sowie der Weiterentwicklung unserer Marktanalysen schaffen wir die Voraussetzungen, um Österreichs internationale Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken."
Der Österreichische Tourismustag (ÖTT) ist laut Aussendung die größte Branchenveranstaltung des heimischen Tourismus und bringt jährlich Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismuswirtschaft, Politik, Wissenschaft und Partnerorganisationen zusammen. Rund 900 Gäste folgten 2026 der Einladung von BMWET, WKÖ und Österreich Werbung, um gemeinsam über die Zukunft des Tourismusstandorts Österreich zu diskutieren.
Unter dem Motto „Ein (Er)Lebensgefühl, das bleibt" standen transformative Reiseerlebnisse, neue Zielgruppen und digitale Innovationen im Mittelpunkt. Der ÖTT 2026 bot demnach Keynotes, Studienpräsentationen und Diskussionsformate als Plattform für Austausch, Orientierung und Vernetzung.
Im Kontext der Aussendung bezieht sich Künstliche Intelligenz auf Technologien und Anwendungen, die laut Studien und Aussagen der Veranstaltenden Einfluss auf Inspiration, Planung und Buchung von Reisen haben. Die ÖW-Studie „KI und Reisen" dokumentiert, dass KI in einzelnen Märkten bereits von mehr als 40 Prozent der Reisenden genutzt wird.
Als Zielgruppe bezeichnet die Aussendung die Generation Z mit rund 48 Millionen Menschen in den wichtigsten europäischen Herkunftsmärkten Österreichs. Die Studie „Reisen der Gen Z" ordnet diese Gruppe zu den reiseaktivsten Zielgruppen Europas und beschreibt Präferenzen wie authentische, aktive und erlebnisorientierte Angebote.
Die Vision T wird in der Meldung als strategischer Rahmen genannt, der als Basis für die neuen Maßnahmen dient. Aus der Vision T stammt auch das neue Beteiligungsformat „GenZ goes GenT", das junge Menschen in tourismuspolitische Entscheidungen einbinden soll.
Das neue Märktebewertungsmodell wird in der Aussendung als Instrument angekündigt, das die Internationalisierung des Tourismusmarketings stärker verankern soll. Konkrete Methodik oder Kriterien des Modells werden in der Mitteilung nicht detailliert beschrieben.
Der Tourism Data Space wird genannt als Teil der Abstimmung, in der eine zukunftsfähige Datenbasis für KI-Anwendungen aufgebaut werden soll. Detaillierte Inhalte oder technische Spezifikationen werden in der Aussendung nicht ausgeführt.
Laut Aussendung hat das BMWET die Österreich Werbung mit der Entwicklung einer KI-Strategie für den Tourismusstandort Österreich beauftragt und die internationale Marktbearbeitung neu auszurichten. Dafür soll künftig ein neues Märktebewertungsmodell eingesetzt werden. Diese drei Elemente – KI-Fahrplan, neue Marktpriorisierung und Studien zu Gen Z und KI-Nutzung – bilden laut den Verantwortlichen die Basis für die nächste Phase des Tourismusmarketings.
Weitere operative Details, Zeithorizonte oder Fördervolumina werden in der veröffentlichten Mitteilung nicht genannt. Die ÖW stellt Basisinformationen zu den genannten Studien kostenlos zur Verfügung und verweist auf Bestellmöglichkeiten.
Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) hat laut Aussendung die Österreich Werbung beauftragt, eine KI-Strategie für den Tourismusstandort Österreich zu entwickeln und die internationale Marktbearbeitung neu auszurichten.
Die Österreich Werbung ist laut Mitteilung Auftragnehmerin für die Entwicklung der KI-Strategie und für die Neuausrichtung der internationalen Marktbearbeitung. Außerdem stellt die ÖW die Basisinformationen zu den beiden Studien „Reisen der Gen Z" und „KI und Reisen" kostenlos zur Verfügung.
Das neue Märktebewertungsmodell wird in der Aussendung als Instrument beschrieben, das die Internationalisierung noch stärker im Tourismusmarketing verankern soll. Konkrete Details zur Methodik nennt die Mitteilung nicht.
Die Studie „Reisen der Gen Z" stellt unter anderem fest, dass rund 48 Millionen Menschen der Generation Z in den wichtigsten europäischen Herkunftsmärkten leben, dass diese Gruppe zu den reiseaktivsten Zielgruppen Europas zählt und dass etwa 50 Prozent ihre Reisen innerhalb der letzten vier Wochen vor Abreise planen. Außerdem spielen Empfehlungen, Social Media und digitale Inhalte eine starke Rolle für ihre Reiseentscheidungen.
Die Studie „KI und Reisen" zeigt laut Aussendung, dass in einzelnen Märkten bereits mehr als 40 Prozent der Reisenden KI-Anwendungen für Inspiration, Planung oder während der Reise nutzen. Zudem wird in der Studie formuliert, dass Reiseentscheidungen zunehmend auch außerhalb klassischer Suchmaschinen und Buchungsplattformen entstehen.
Die strategischen Schwerpunkte wurden beim Pressegespräch anlässlich des Österreichischen Tourismustages (ÖTT) präsentiert. Der ÖTT 2026 brachte laut Mitteilung rund 900 Gäste zusammen und stand unter dem Motto „Ein (Er)Lebensgefühl, das bleibt".
Quelle: Österreich Werbung
Studien und Bestellmöglichkeiten: Studie „Reisen der Gen Z", Studie „KI und Reisen"
Kontakt: Österreich Werbung, Thomas Kreidl, MA MSc, Telefon: +43 1 588 66-277, E-Mail: thomas.kreidl [at] austria.info, b2b.austria.info/de-at/newsroom