Neubau an der A9 Pyhrn Autobahn nach 1,5 Jahren Bauzeit — Holzbau, breitere Spuren, 22 Mio. Euro Investition
Die ASFINAG hat die Mautstelle Bosruck auf der A9 fertiggestellt: Holz als dominierender Baustoff, 96 kWp PV-Anlage, breitere Fahrspuren und moderne Mautkabinen.
Nach etwas mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit ist der Neubau der Mautstelle Bosruck auf der A 9 Pyhrn Autobahn abgeschlossen. Sowohl die so genannte Mautspange als auch das neue Mautgebäude konnten plangemäß in Betrieb genommen werden.
Die ASFINAG bezeichnet die Mautstelle Bosruck als dritte „Mautstelle der Zukunft“ nach jenen beim Gleinalmtunnel und in St. Jakob in Tirol beim Arlbergtunnel. In der Aussendung zur Eröffnung nennen Verantwortliche bauliche, technische und nachhaltige Maßnahmen sowie konkrete Zahlen zu Investition und Personal.
Bei der offiziellen Eröffnung hob Vorstand Herbert Kasser hervor: „Die neue Mautstelle ist modern, technisch auf dem Letztstand, optisch ansprechend und es gibt mehr und vor allem breitere Durchfahrten“, und betonte damit aus Sicht der ASFINAG den veränderten Zustand der Anlage. Die Gebäude und Mautkabinen am Standort waren zuvor mehr als 40 Jahre alt, heißt es in der Mitteilung.
Als Kerndaten nennt die ASFINAG einen Investitionsbetrag von 22 Millionen Euro sowie einen Beschäftigtenbestand von 25 Personen am Standort. Weiter berichten die Verantwortlichen über technische Details wie eine PV-Anlage mit 96 kWp, die den eigenen Strombedarf decken soll, sowie die Umstellung der Heizung auf Biomasse.
Der Neubau wurde laut ASFINAG bei nahezu vollem Betrieb umgesetzt: Dazu wurde eine provisorische Mautspange errichtet, um den laufenden Verkehr weitgehend aufzufangen. "Die Einschränkungen waren so auch für unsere Kundinnen und Kunden kaum spürbar", zieht Andreas Fromm, Geschäftsführer der ASFINAG Baumanagement GmbH, in der Aussendung Bilanz.
Die Mitteilung nennt außerdem eine geplante Weiterverwendung der provisorischen Anlage: "Die provisorische Mautspange wird bis September abgebaut und beim Neubau der Mautstelle St. Michael auf der Tauernautobahn wiederverwendet."
Die Durchfahrtsspuren wurden verbreitert: Die Durchfahrtsbreite wurde von 3,20 Meter auf etwa 3,50 Meter vergrößert. In beiden Fahrtrichtungen steht nunmehr jeweils eine zusätzliche Durchfahrtsspur zur Verfügung; in Richtung Süden/Spielfeld sind es jetzt insgesamt sieben Spuren, in Richtung Norden/Linz sechs Spuren.
Für die Spuren mit Mautkabinen ist zusätzlich ein größeres Display montiert, auf dem relevante Fahrzeugdaten und insbesondere die Gültigkeit vorab erworbener Tickets sowie das Ablaufdatum der Mehrfahrtenkarte angezeigt werden können. Seitliche Gültigkeitsanzeigen für Besitzer von Mehrfahrtenkarten verbleiben weiterhin an der Anlage, so die Mitteilung.
Beim Neubau wurde überwiegend Holz als Baustoff verwendet, heißt es in der Aussendung; außerdem ist eine PV-Anlage mit 96 kWp installiert, die den eigenen Strombedarf deckt, und die Heizung wird auf Biomasse umgestellt. Konkrete technische Auslegungen oder Herstellernamen werden in der Mitteilung nicht genannt.
Die folgenden Begriffserklärungen orientieren sich an den in der Aussendung genannten Begriffen und erläutern diese neutral:
Eine Mautstelle ist eine Verkehrsinfrastruktur, an der Zahlungen für die Nutzung bestimmter Straßenabschnitte abgewickelt werden. In der ASFINAG-Aussendung bezeichnet der Begriff die Anlage an der A 9 Pyhrn Autobahn, an der jetzt ein Neubau in Betrieb genommen wurde.
Als Mautspange wird in der Mitteilung die provisorische Queranlage bezeichnet, die während des Neubaus errichtet wurde, um den Verkehr weiterhin abwickeln zu können. Die ASFINAG nennt in der Aussendung, dass diese provisorische Mautspange bis September abgebaut und wiederverwendet werden soll.
PV-Anlage steht für Photovoltaikanlage, die Sonneneinstrahlung in elektrischen Strom umwandelt. In der Mitteilung wird die Leistung mit 96 kWp angegeben; kWp bezeichnet dabei die installierte Spitzenleistung der Anlage.
Als Biomasse wird in der Regel organisches Material bezeichnet, das zur Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Die ASFINAG nennt in ihrer Aussendung, dass die Heizung der neuen Mautstelle auf Biomasse umgestellt wird.
Mautkabinen sind an der Durchfahrt befindliche Arbeitsplätze für Personal oder Technik zur Abwicklung von Mautvorgängen. Die Mitteilung beschreibt neue, wärme- und schallgedämmte Mautkabinen, die moderneren Arbeitsplätzen entsprechen sollen.
Eine Mehrfahrtenkarte ist ein im Vorhinein erworbenes Ticket mit mehreren Gültigkeiten für wiederholte Durchfahrten. Die Aussendung verweist auf die Anzeige von Gültigkeit und Ablaufdatum dieser Karten an der neuen Anlage.
Die Mitteilung nennt mehrere konkrete Änderungen, die unmittelbar an der Anlage sichtbar sind: breitere Durchfahrten (von 3,20 m auf etwa 3,50 m), zusätzliche Spuren in beide Fahrtrichtungen, größere Displays an den Spuren mit Mautkabinen sowie neue, wärme- und schallgedämmte Mautkabinen. Diese Punkte werden in der Aussendung als Teil des Neubaus beschrieben.
Außerdem werden bauliche und energetische Aspekte genannt: überwiegende Verwendung von Holz als Baustoff, eine PV-Anlage mit 96 kWp zur Deckung des eigenen Strombedarfs und die Umstellung der Heizung auf Biomasse. Die ASFINAG weist in der Mitteilung auch auf die Wiederverwendung der provisorischen Mautspange beim Neubau einer anderen Mautstelle hin.
In der Aussendung nennt ASFINAG die Mautstelle Bosruck als dritte „Mautstelle der Zukunft“; zuvor wurden demnach Mautstellen beim Gleinalmtunnel und in St. Jakob in Tirol beim Arlbergtunnel als solche bezeichnet. Konkrete Vergleiche der technischen Ausstattung oder des Budgets zwischen den Standorten werden in der Mitteilung nicht vorgenommen.
Als wirtschaftliche Kennzahlen führt die ASFINAG in ihrer Aussendung einen Gesamtinvestitionsbetrag von 22 Millionen Euro an. Weitere finanzielle Details oder Förderquellen werden in der Mitteilung nicht genannt.
Laut Aussendung ist der Neubau nach etwas mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit plangemäß in Betrieb genommen worden. Ein genaues Eröffnungsdatum nennt die Mitteilung nicht; die Zeitangabe steht als Zeitraum zur Bauzeit.
Die Mitteilung hebt breitere Durchfahrten, mehr Spuren in beiden Richtungen sowie größere Displays an den Spuren mit Mautkabinen hervor. Zudem wird in einem Zitat von Vorstand Herbert Kasser ein „deutlich besserer Service für die Kundinnen und Kunden“ genannt.
Die ASFINAG berichtet, dass während des Neubaus eine provisorische Mautspange errichtet wurde, sodass der Betrieb nahezu voll aufrechterhalten werden konnte. Andreas Fromm zieht in der Aussendung die Bilanz, dass die Einschränkungen für Kundinnen und Kunden dadurch kaum spürbar gewesen seien.
Die Aussendung informiert, dass die provisorische Mautspange bis September abgebaut und beim Neubau der Mautstelle St. Michael auf der Tauernautobahn wiederverwendet werden soll. Konkrete Details zur Verlagerung oder dem Abbauprozess werden in der Mitteilung nicht genannt.
Die Mitteilung nennt neue, wärme- und schallgedämmte Mautkabinen, größere Displays zur Anzeige von Fahrzeugdaten und Ticketgültigkeit, die Verbreiterung der Durchfahrtsbreite auf etwa 3,50 Meter sowie die Anzahl der Spuren (sieben Richtung Süden/Spielfeld, sechs Richtung Norden/Linz). Weitere technische Spezifikationen werden in der Aussendung nicht aufgeführt.
In der Aussendung nennt die ASFINAG eine Investitionssumme von 22 Millionen Euro und gibt an, dass am Standort 25 Menschen beschäftigt sind. Weitere Personalinformationen oder Kostenaufstellungen werden in der Mitteilung nicht geliefert.
Quelle: ASFINAG Pressemitteilung zu Mautstelle Bosruck.
Kontakt laut Mitteilung: ASFINAG, Walter Mocnik, Pressesprecher Steiermark und Kärnten. Telefon: +436646010813827. E-Mail: walter.mocnik [at] asfinag.at. Website: .