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Lynch-Syndrom: 300.000 Österreicher tragen unerkannte Krebsgene

16. März 2026 um 07:35
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Während Millionen Österreicher täglich um ihre Gesundheit besorgt sind, wissen rund 300.000 Menschen nicht, dass sie eine der gefährlichsten erblichen Krebsveranlagungen in sich tragen. Das Lynch-S...

Das Lynch-Syndrom ist eine erbliche Krebsveranlagung, die durch eine angeborene Genveränderung (Keimbahnmutation) verursacht wird. Diese Mutation ist bei der Geburt in allen Körperzellen vorhanden und beeinträchtigt Reparaturmechanismen der DNA, die normalerweise Fehler im Erbgut korrigieren. Funktionieren diese Mechanismen nicht ausreichend, können sich genetische Schäden ansammeln und die Entstehung von Krebs begünstigen.

Die Österreichische Krebshilfe startet eine Informationsoffensive, um auf das Thema aufmerksam zu machen und Betroffene sowie Angehörige zu informieren.

Was ist das Lynch-Syndrom?

Das Lynch-Syndrom ist eine erbliche Krebsveranlagung, die durch eine angeborene Genveränderung verursacht wird. Diese Keimbahnmutation ist bereits bei der Geburt in allen Körperzellen vorhanden und beeinträchtigt die Reparaturmechanismen der DNA. Dadurch können sich genetische Schäden ansammeln und die Entstehung von Krebs begünstigen.

Welche Krebsarten treten häufig auf?

Besonders häufig treten Dickdarmkrebs (Kolorektalkarzinom) und Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) auf. Auch urologische Tumoren sowie bestimmte Formen von Hautkrebs können mit dem Syndrom zusammenhängen.

Österreichs Maßnahmen zur Aufklärung

«Erbliche Krebsveranlagungen wie das Lynch-Syndrom rücken zunehmend in den Fokus der Krebsmedizin», erklärt Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. «Das Wissen um eine genetische Veranlagung ist kein unabänderliches Schicksal sondern eine Chance für aktive Vorsorgeentscheidungen.» Viele Betroffene wissen aber leider nicht, dass sie Träger:innen einer entsprechenden Genveränderung sind. Hier will die Krebshilfe mit einer Informationsoffensive gegensteuern und aufklären.

Neue Broschüre schafft Orientierung

Die neue Broschüre bietet einen verständlichen Überblick über Risiken, Vorsorge, Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten beim Lynch-Syndrom. Sie richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle, die sich über das Lynch-Syndrom informieren möchten. Sie ersetzt nicht das persönliche Gespräch mit medizinischen Expert:innen, soll dieses jedoch sinnvoll ergänzen.

«Ich danke Univ.-Prof. Dr. Stephan Polterauer für seine Initiative zur gemeinsamen Herausgabe dieser wichtigen Broschüre und die ehrenamtliche Erstellung der medizinischen Inhalte sowie den medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften für Gastroenterologie, Gynäkologie, Urologie, Chirurgie und Dermatologie sowie Expert:innen aus den Bereichen Humangenetik und Psychoonkologie für die interdisziplinäre Zusammenarbeit,» unterstreicht Sevelda.

Die Broschüre ist ab sofort bei der Krebshilfe kostenlos erhältlich und steht auch zum Download unter www.krebshilfe.net zur Verfügung.

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