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Lenzing AG schreibt trotz Umsatzrückgang schwarze Zahlen

19. März 2026 um 07:49
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Die oberösterreichische Lenzing AG meldet für 2025 ein leicht gesunkenes Umsatzvolumen bei gleichzeitig verbesserten operativen Kennzahlen: Das bereinigte EBITDA stieg auf 425,6 Millionen Euro, und der freie Cashflow belief sich auf 173,9 Millionen Euro.

Die Lenzing AG verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang um 2,3 Prozent auf 2,6024 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA stieg von 395,4 Millionen Euro in 2024 auf 425,6 Millionen Euro, der berichtete EBITDA-Wert lag bei 413,0 Millionen Euro. Der freie Cashflow betrug 173,9 Millionen Euro, der Cashflow aus operativer Tätigkeit 419,7 Millionen Euro.

Kostensenkungsprogramm zeigt Wirkung bei schwierigem Marktumfeld

Im Jahr 2025 wirkten sich internationale Zollmaßnahmen, gedämpfte Nachfrage und fallende Marktpreise besonders in der zweiten Jahreshälfte auf das Geschäft aus. Lenzing realisierte Kosteneinsparungen von mehr als 200 Millionen Euro (2024: 130 Millionen Euro).

Das Unternehmen nahm eine nicht-liquiditätswirksame Wertberichtigung in Höhe von 82,1 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem indonesischen Produktionsstandort vor. Das EBIT belief sich nach dieser Anpassung auf 17,6 Millionen Euro.

Personalabbau als Teil der Restrukturierung

Lenzing plant eine Reduktion von rund 600 Stellen in Österreich; daraus sollen jährliche Einsparungen von etwa 45 Millionen Euro entstehen, die bis Ende 2027 realisiert werden sollen. In den letzten Monaten des Jahres 2025 wurden durch die Beendigung von mehr als 200 Arbeitsverhältnissen Einsparungen von 22 Millionen Euro erzielt.

Herausforderungen im globalen Fasermarkt

Die Preise für Standardfasern blieben 2025 unter Druck, und die Preise für Dissolving-Pulp gingen deutlich zurück. Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten blieben hoch.

Die Faserverkaufsmengen sanken von etwa 960.000 Tonnen im Vorjahr auf rund 904.000 Tonnen.

Regionale Umsatzverteilung zeigt Asien-Fokus

Die externe Umsatzverteilung in 2025 war: 61 Prozent in Asien, 29 Prozent in Europa einschließlich Türkei, 9 Prozent in den Amerikas und 1 Prozent in anderen Regionen.

Cashflow-Verbesserung durch Working Capital Management

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit belief sich auf 419,7 Millionen Euro; der freie Cashflow lag bei 173,9 Millionen Euro, der ungehebelte freie Cashflow bei 279,3 Millionen Euro (2024: 244,6 Millionen Euro). Das Working Capital wurde um 21,6 Prozent auf 453,4 Millionen Euro reduziert.

Finanzstruktur durch neue Finanzierungen gestärkt

Lenzing sicherte sich ein syndiziertes Finanzierungspaket von 545 Millionen Euro (Kredit: 355 Millionen Euro / revolvierende Kreditfazilität: 190 Millionen Euro), emittierte eine neue Hybridanleihe über 500 Millionen Euro und tilgte die Hybridanleihe aus 2020. Liquide Mittel zum 31.12.2025 beliefen sich auf 690,9 Millionen Euro; die Nettofinanzverschuldung lag bei 1.350,1 Millionen Euro; die bereinigte Eigenkapitalquote betrug 29,6 Prozent.

Management-Umstrukturierung und neue Führung

Im Jahr 2025 übernahm Georg Kasperkovitz ab 1. Juni die Rolle des Chief Operations Officer; Walter Bickel war Ende März ausgeschieden. Mathias Breuer folgte am 1. Januar 2026 Nico Reiner als CFO nach. Christian Skilichs Mandat wurde vorzeitig bis zum 31. Mai 2029 verlängert. CEO Rohit Aggarwal trat am 31. Januar 2026 zurück; seitdem wird das Unternehmen von einem dreiköpfigen Vorstand aus Mathias Breuer (CFO), Georg Kasperkovitz (COO) und Christian Skilich (CPO/CTO) geführt. Ein Executive Committee wurde zur Unterstützung der weiteren Entwicklung eingerichtet.

Ausblick

Handelspolitische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen reduzieren die Sichtbarkeit. Lenzing erwartet anhaltenden Preisdruck im Markt für generische Fasern, berichtet aber von leicht verbesserten Preis- und Nachfragetrends im ersten Quartal 2026 im Zellstoff- und Fasergeschäft. Das Unternehmen will seine Transformation mit dem Performance-Programm und der Premiumisierungsstrategie fortsetzen.

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