Eine erfreuliche Nachricht erreicht österreichische Haushalte: Die Preise für Lebensmittel sind im März 2026 deutlich gesunken. Laut aktuellem AK Preismonitor kostete der Warenkorb mit den günstigsten Produkten des täglichen Bedarfs um 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Eine erfreuliche Nachricht erreicht österreichische Haushalte: Die Preise für Lebensmittel sind im März 2026 deutlich gesunken. Laut aktuellem AK Preismonitor kostete der Warenkorb mit den günstigsten Produkten des täglichen Bedarfs um 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
„Dort, wo sich Kosten etwa bei Energie oder einzelnen Vorleistungen entspannen, wird das im Wettbewerb rasch an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben“, sagt Christian Prauchner, Obmann des Fachverbands Lebensmittelhandel in der WKÖ.
Der Wettbewerb zwischen Supermärkten und Diskontern trägt dazu bei, dass Preisbewegungen zeitnah sichtbar werden. Gleichzeitig bleibt das Preisniveau im längerfristigen Vergleich erhöht. Diese Entwicklung ist wesentlich durch Faktoren bestimmt, die außerhalb des Einflussbereichs des Lebensmittelhandels liegen. Dazu zählen insbesondere die stark gestiegenen Preise für Energie, landwirtschaftliche Rohstoffe und Betriebsmittel sowie deutlich erhöhte Lohnkosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
„Der Lebensmittelhandel steht am Ende der Wertschöpfungskette. Preisentwicklungen bei Rohstoffen, Energie, Löhnen oder in der Produktion schlagen sich daher unmittelbar in den Einkaufspreisen nieder“, so Prauchner.
Die aktuelle Entspannung könnte jedoch nur vorübergehend sein. Wirtschaftsexpertinnen und -experten verweisen bereits auf neue Risiken. Die geopolitische Lage, insbesondere im Nahen Osten, hat zuletzt zu steigenden Öl- und Gaspreisen geführt. Energie bleibt ein zentraler Kostenfaktor in Produktion, Verarbeitung und Transport. Auch bei Düngemitteln werden wieder deutliche Preissteigerungen erwartet, die sich unmittelbar auf die landwirtschaftliche Produktion auswirken.
„Wenn sich diese Kostenentwicklungen fortsetzen, wird sich das mittelfristig auch bei den Lebensmittelpreisen niederschlagen“, warnt Prauchner.
Vor diesem Hintergrund sieht der Fachverband auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als entscheidend an. Die Bundesregierung ist gefordert, in ihrem Einflussbereich keine zusätzlichen Preistreiber zu schaffen. „Gerade in einer Phase möglicher neuer Teuerung ist es wichtig, dass die Bundesregierung mit Augenmaß agiert. Zusätzliche Belastungen wie die geplante Plastikabgabe wirken unmittelbar auf die Lebensmittelpreise“, betont Prauchner.
„Die Entwicklung der letzten Monate zeigt, dass der Wettbewerb im Lebensmittelhandel funktioniert und Preissenkungen weitergegeben werden. Pauschale Vorwürfe, der Handel würde Preisentwicklungen einseitig zu Lasten der Konsumentinnen und Konsumenten ausnutzen, sind durch die aktuellen Daten klar widerlegt“, so Prauchner abschließend.