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Landeshauptfrau Mikl-Leitner eröffnet Museum Schloss Prugg

29. Mai 2026
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Am Freitagvormittag wurde das Museum Schloss Prugg in Bruck an der Leitha feierlich eröffnet. Seit 400 Jahren befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Harrach; erstmals werden rund 1.400 Quadratmeter des Areals öffentlich zugänglich gemacht.

Am Freitagvormittag wurde das Museum Schloss Prugg in Bruck an der Leitha feierlich eröffnet. Seit 400 Jahren befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Harrach; erstmals werden rund 1.400 Quadratmeter des Areals öffentlich zugänglich gemacht.

Eröffnungsworte von Landeshauptfrau Johanna Mikl‑Leitner

Landeshauptfrau Johanna Mikl‑Leitner nannte die Eröffnung einen historischen Moment: „Hier in Schloss Prugg wird Geschichte erzählt, spürbar und erlebbar gemacht. Es erzählt von Generationen vor uns und wie wir uns entwickelt haben.“ Sie betonte die Bedeutung solcher Orte in herausfordernden Zeiten: „Denn nur, wer Geschichte kennt, kann auch die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen.“

Mikl‑Leitner hob weiters hervor, dass „Niederösterreich das Land mit der europaweit größten Museumsdichte“ sei und bezeichnete das Land als „Kunst- und Kulturland, das für Vielfalt, Weltoffenheit und Qualität steht.“ Sie verwies auf die Entwicklung der letzten vier Jahrzehnte und nannte Beispiele wie den Kulturbezirk St. Pölten, das KinderKunstLabor, das sanierte Stadttheater Wiener Neustadt, die Kunstmeile Krems und Grafenegg.

Aussagen von Schlossherr Ernst‑Heinrich Harrach

Ernst‑Heinrich Harrach blickte auf die Entwicklung des Schlosses von 1564 bis heute zurück: „Das war eine lange Reise bis hierher.“ Er sei seit 17 Jahren mit dem Haus betraut, die letzten drei Jahre habe „das Projekt so richtig Fahrt aufgenommen“. Begonnen habe alles mit Führungen; „heute haben wir mit der Eröffnung des Museums Schloss Prugg einen Meilenstein geschafft, der einen neuen Weg in die Zukunft markiert.“ Harrach dankte seiner Frau Saba sowie dem Denkmalschutz, der Bezirkshauptmannschaft, der Stadtgemeinde, den Behörden und den zuständigen Abteilungen im Land Niederösterreich. „Dieses Projekt ist erst der Beginn für eine Entwicklung, mit der wir wirtschaftliche, kulturelle und soziale Impulse setzen wollen“, so Harrach.

Bedeutung der Sanierung nach Landeskonservator Patrick Schicht

Landeskonservator Patrick Schicht betonte die gesellschaftliche und denkmalpflegerische Bedeutung: „Es geht dabei um Werte wie Heimat, Identität und Kultur – Werte, die finanziell nicht darstellbar sind, aber in einer Zeit der Globalisierung, Digitalisierung und Robotisierung wichtiger als je zuvor.“ Über die geschichtliche Bedeutung sagte Schicht: „Denn hier war die alte Landesgrenze und hätte es dieses Schloss nicht gegeben, wäre unsere Bundeslandgrenze heute irgendwo zwischen Mödling und Baden und das Steinfeld wäre bereits ungarisch.“ Er dankte der Familie Harrach: „Danke, dass Sie das Wahrzeichen der Region erhalten und dieses Kulturerbe öffentlich zugänglich machen.“

Programm und Beteiligte der Eröffnungsfeier

Bürgermeister Gerhard Weil sprach zum Thema „Schloss Prugg und die Stadtgemeinde Bruck an der Leitha Heute“. Pia Wallnig vom Staatsarchiv Österreich referierte zu „Urkunden, Rechnungsbücher und Tagzettel: Das Familienarchiv Harrach und seine Bedeutung für historische Forschung und breite Öffentlichkeit“. Zu Wort kam außerdem Christoph Klinger, CEO von CTS Eventim Austria.

Die Geistlichen Pater Erich Waclawski und Pater Jan Magyar segneten das Museum. Durch die Feier führte Kammerschauspieler Michael Dangl. Musikalisch gestaltet wurde diese vom tschechischen Ensemble „Plaisirs de Musique“ unter der künstlerischen Leitung von Jan Cizmar, gemeinsam mit Flötistin Maria Fedotova.

Landeshauptfrau Mikl‑Leitner unterstrich zum Abschluss, dass die Eröffnung „ein weiterer Meilenstein für das Kulturland Niederösterreich“ sei und dankte der Familie Harrach: „Danke, dass Sie Verantwortung übernehmen, Herzblut, Liebe und auch viel Geld investieren, um mit der Öffnung des Schlosses für die Öffentlichkeit Geschichte lebendig zu machen und in die Zukunft zu tragen.“

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