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Politik

Kirchliche Bildung stärkt politische Mitte in Österreich

13. Jänner 2026 um 08:43
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Am 13. Januar 2026 kündigte das Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich eine neue Initiative unter dem Titel #politisch.sein an, die am 23. Februar in Salzburg mit einem Expert:innentalk starten wird. Ziel ist es, politische Bildungsangebote im kirchlichen Kontext zu fördern und der poli

Am 13. Januar 2026 kündigte das Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich eine neue Initiative unter dem Titel #politisch.sein an, die am 23. Februar in Salzburg mit einem Expert:innentalk starten wird. Ziel ist es, politische Bildungsangebote im kirchlichen Kontext zu fördern und der politischen Mitte in Zeiten wachsender Polarisierung neue Impulse zu geben. Diese Initiative ist besonders relevant für Österreich, wo die katholische Kirche eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Diskurs spielt.

Politische Bildung als kirchlicher Auftrag

Die Veranstaltung in Salzburg wird sich mit der Frage befassen, welchen Beitrag die kirchliche Erwachsenenbildung zur politischen Bildung leisten kann. Grundlage dafür ist das neue Apostolische Schreiben „Neue Landkarten der Hoffnung entwerfen“ von Papst Leo XIV., das zu einer Erneuerung des Bildungsengagements aufruft. Der Papst betont die Bedeutung eines „ganzheitlichen Humanismus“, der den Herausforderungen der heutigen Polykrise begegnet.

Politische Bildung wird als zentraler Bestandteil des kirchlichen Auftrags gesehen, der Räume für konstruktive Begegnungen und sachliche Auseinandersetzungen eröffnet. Dies geschieht jenseits von Demonstrationen und parteipolitischem Schlagabtausch, was in der aktuellen politischen Landschaft von entscheidender Bedeutung ist.

Einfluss und Entwicklung der politischen Bildung

Die politische Bildung hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits in den 1970er Jahren begann man, politische Bildung als festen Bestandteil des Bildungssystems zu integrieren. Im kirchlichen Kontext wurde diese Entwicklung jedoch erst in den letzten Jahrzehnten verstärkt, insbesondere durch die Gründung der Vernetzung Politische Bildung im Forum Katholischer Erwachsenenbildung im Jahr 2013.

Diese Vernetzung vereint kirchliche und zivilgesellschaftliche Einrichtungen, um politische Mitgestaltung und demokratische Kultur zu stärken. Rund 600 Hauptamtliche und 10.000 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen aus über 70 kirchlichen Bildungseinrichtungen engagieren sich für eine zeitgemäße Erwachsenenbildung in ganz Österreich.

Vergleich mit Deutschland und der Schweiz

Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in der politischen Bildung im kirchlichen Bereich einen einzigartigen Ansatz verfolgt. Während in Deutschland die politische Bildung stark staatlich organisiert ist, setzt Österreich auf eine enge Zusammenarbeit mit kirchlichen Institutionen. In der Schweiz hingegen ist die politische Bildung stark föderal organisiert, was zu einer großen Vielfalt an Ansätzen führt.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger:innen

Die Initiative #politisch.sein zielt darauf ab, Bürger:innen zu befähigen, politische Prozesse besser zu verstehen und aktiv an ihnen teilzunehmen. Ein Beispiel dafür ist die Förderung von Diskussionen in kirchlichen Bildungseinrichtungen, die es den Teilnehmenden ermöglichen, eigene Positionen zu entwickeln und gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Heinz Mittermayr, Leiter der Vernetzung Politische Bildung, betont die wachsende Notwendigkeit solcher Bildungsangebote angesichts der zunehmenden Angriffe auf demokratische Strukturen. Politische Bildung in der katholischen Kirche soll dazu beitragen, diese Entwicklungen kritisch zu beleuchten und Verantwortung für eine gerechte, demokratische Gesellschaft zu übernehmen.

Zahlen und Fakten zur kirchlichen Erwachsenenbildung

Laut aktuellen Statistiken engagieren sich in der kirchlichen Erwachsenenbildung in Österreich etwa 600 Hauptamtliche und 10.000 Ehrenamtliche in über 70 Einrichtungen. Diese Zahlen verdeutlichen die Reichweite und das Potenzial der kirchlichen Bildungsarbeit, die durch die neue Initiative weiter gestärkt werden soll.

Zukunftsperspektiven der Initiative

Die Zukunft der Initiative #politisch.sein sieht vielversprechend aus. Durch die hybride Veranstaltung am 23. Februar wird eine breite Beteiligung ermöglicht, die das Potenzial hat, die politische Mitte in Österreich nachhaltig zu stärken. Die Initiative könnte als Modell für andere Länder dienen, die ähnliche Herausforderungen in der politischen Bildung bewältigen müssen.

Zusammenfassend zeigt die Initiative #politisch.sein, wie wichtig es ist, politische Bildung in den kirchlichen Auftrag zu integrieren und dadurch die demokratische Kultur in Österreich zu stärken. Interessierte können sich auf der Landingpage www.forumkeb.at/politisch.sein über weitere Details informieren und zur Veranstaltung anmelden.

Schlagworte

#Demokratie#Erwachsenenbildung#Initiative#Katholische Kirche#Kirche#Österreich#Politische Bildung

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