Internationale Expert:innen diskutieren in Vorarlberg über die Zukunft künstlicher Intelligenz in der psychischen Gesundheitsversorgung
Fachtagung am 20. Juni 2026 in Bregenz: Expert:innen diskutieren Einsatz, ethische und rechtliche Fragen sowie Datenschutz bei KI in der Psychotherapie.
Künstliche Intelligenz (KI) rückt auch in der psychischen Gesundheitsversorgung zunehmend in den Blickpunkt. Bei der internationalen Fachtagung „KI in der Psychotherapie“ wollen Fachleute aus Psychotherapie, Psychiatrie, Philosophie, Ethik und KI-Forschung am 20. Juni 2026 im vorarlberg museum in Bregenz Fragen zur Anwendung, zu Rahmenbedingungen und zu möglichen Grenzen diskutieren.
Die Veranstaltung beginnt bereits am Vorabend mit einem öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs in der inatura Dornbirn. Im Rahmen eines Pressegesprächs werden Expert:innen aktuelle Entwicklungen, Datenschutzfragen und die Rolle therapeutischer Beziehung in einer digitalisierten Gesundheitslandschaft thematisieren.
Die Fachtagung „KI in der Psychotherapie“ findet laut Aussendung am 20. Juni 2026 im vorarlberg museum in Bregenz statt. Bereits am Vorabend eröffnet der Psychiater und Philosoph Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs die Veranstaltung mit dem öffentlichen Vortrag „Zwischen Mensch und Algorithmus. Psychische Gesundheit in Zeiten von KI“ in der inatura Dornbirn. Weitere Informationen zum Tagungsthema sind auf der Veranstaltungsseite verfügbar: https://www.intpsy3.at/thema-2026/
In der Aussendung wird darauf verwiesen, dass digitale Gesundheitsanwendungen, KI-basierte Chatbots und automatisierte Analyseverfahren zunehmend im Gesundheitsbereich eingesetzt werden. Diese Technologien werden genannt in Zusammenhang mit Aufgaben wie Diagnostik, Dokumentation, Qualitätssicherung und der Unterstützung psychotherapeutischer Prozesse.
Gleichzeitig weist die Mitteilung auf aktuelle Berichte über Datenschutzprobleme und unzureichend regulierte Anwendungen hin. Daraus leitet die Aussendung die Notwendigkeit klarer Qualitätsstandards und einer verantwortungsvollen Umsetzung ab. Nach Ansicht der Veranstalterinnen und Veranstalter lautet die zentrale Frage nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wie sie so gestaltet werden kann, dass Patient:innen, Psychotherapeut:innen und die Gesellschaft davon profitieren.
Mag. Mag. Dr. Markus Böckle, MSc, Präsidiumsmitglied des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) und Leiter des Departments Forschung & Wissenschaft im ÖBVP, wird in der Aussendung als langjährig mit digitalen Entwicklungen beschäftigter Psychotherapeut vorgestellt.
Er wird mit den Worten zitiert: "Künstliche Intelligenz kann psychotherapeutische Versorgung sinnvoll unterstützen. Gleichzeitig braucht es klare Qualitätsstandards, Datenschutz und die aktive Einbindung psychotherapeutischer Expertise. Die Frage ist nicht, ob KI kommt, sondern wie wir sie verantwortungsvoll gestalten."
Mag. Michael Kögler, MSc, Vorsitzender des Vorarlberger Landesverbandes für Psychotherapie (VLP), Psychotherapeut und Unternehmensberater, wird in der Mitteilung als weiterer Bestandteil der Diskussionsrunde genannt.
Er betont: "Digitale Technologien können den Zugang zu Unterstützung erleichtern und neue Wege in der Versorgung eröffnen. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass Menschen auch künftig qualitätsgesicherte psychotherapeutische Behandlung und persönliche Begleitung erhalten"
Prof. Dr. Ueli Kramer, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Lausanne, wird in der Aussendung als Psychotherapieforscher und klinischer Psychotherapeut vorgestellt, der zu Wirkmechanismen psychotherapeutischer Prozesse forscht.
Er wird mit der Feststellung zitiert: "Die Diskussion über KI sollte weder von Euphorie noch von Angst bestimmt werden. Entscheidend ist die wissenschaftliche Frage, welche Anwendungen tatsächlich einen Nutzen für Patientinnen und Patienten bringen und welche Versprechen kritisch geprüft werden müssen"
Prof. Dr. Katharina Kubera, MSc, geschäftsführende Oberärztin an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg sowie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, bringt laut Aussendung die psychiatrische und medizinische Perspektive in die Diskussion ein.
In der Mitteilung heißt es: "Digitale Technologien können die psychische Gesundheitsversorgung bereichern. Gerade bei psychischen Erkrankungen müssen jedoch Sicherheit, Transparenz und die Wahrung menschlicher Verantwortung oberste Priorität haben."
Laut Aussendung bringt die Fachtagung internationale Expert:innen aus Psychotherapie, Psychiatrie, Philosophie, Ethik und KI-Forschung zusammen. Ziel sei es, aktuelle Entwicklungen wissenschaftlich einzuordnen und Orientierung für Fachpersonen, Medien, Politik und Öffentlichkeit zu schaffen.
Die Veranstalter:innen sehen die kommenden Jahre als entscheidend für die Gestaltung digitaler Innovationen im Gesundheitsbereich. In der Mitteilung wird die Herausforderung so beschrieben, dass technologische Möglichkeiten mit wissenschaftlicher Evidenz, ethischer Verantwortung und der Bedeutung menschlicher Beziehungen verbunden werden müssen.
Künstliche Intelligenz: In der Aussendung wird KI als treibende Kraft beschrieben, die neue Anwendungen in Diagnostik, Dokumentation und Therapieunterstützung ermöglicht. Neutral erklärt bezeichnet der Begriff Verfahren und Systeme, die Aufgaben lösen, die üblicherweise menschliche Intelligenz erfordern, etwa Mustererkennung oder Sprachverarbeitung.
Digitale Gesundheitsanwendungen: Das sind laut Text Anwendungen, die im Gesundheitsbereich eingesetzt werden und digitale Funktionen bereitstellen. Solche Anwendungen können von administrativen Tools bis zu therapeutisch genutzten Programmen reichen.
KI-basierte Chatbots: Im Originaltext werden Chatbots als Beispiel genannt für KI-gestützte Angebote. Neutral erklärt sind Chatbots computerbasierte Dialogsysteme, die Texteingaben auswerten und automatisierte Antworten generieren können.
Qualitätsstandards: Die Aussendung macht mehrfach auf die Notwendigkeit klarer Qualitätsstandards aufmerksam. Das umfasst Regeln und Kriterien, mit denen Sicherheit, Wirksamkeit und Datenschutz von Anwendungen bewertet werden können.
Datenschutz: Datenschutzprobleme werden in der Mitteilung als aktuelles Thema genannt. Datenschutz steht für rechtliche und technische Maßnahmen, die personenbezogene Daten schützen sollen.
Wissenschaftliche Evaluation: Mehrere der zitierten Expert:innen fordern in der Aussendung eine evidenzbasierte Prüfung von Anwendungen. Wissenschaftliche Evaluation meint hier systematische Untersuchungen, die Aussagen über Wirkungen und Grenzen von Interventionen erlauben.
Die Aussendung nennt als Anwendungsfelder von KI in der Psychotherapie Diagnostik, Dokumentation, Qualitätssicherung und die Unterstützung psychotherapeutischer Prozesse. Ebenso werden fachliche, ethische und rechtliche Grenzen sowie die Rolle menschlicher Beziehung thematisiert.
Im Rahmen der Tagung soll laut Mitteilung ein Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Ethik stattfinden, um diese Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und einzuordnen.
Wann und wo findet die Fachtagung statt?
Die Aussendung nennt als Termin den 20. Juni 2026. Veranstaltungsort ist das vorarlberg museum in Bregenz; der öffentliche Eröffnungs-Vortrag von Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs findet am Vorabend in der inatura Dornbirn statt.
Wer spricht und welche Fachrichtungen sind vertreten?
Genannt werden in der Mitteilung Expert:innen aus Psychotherapie, Psychiatrie, Philosophie, Ethik und KI-Forschung. Namentlich erwähnt sind Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Mag. Mag. Dr. Markus Böckle, Mag. Michael Kögler, Prof. Dr. Ueli Kramer und Prof. Dr. Katharina Kubera.
Welche Themen stehen im Mittelpunkt?
Im Originaltext sind Themen wie Diagnostik, Dokumentation, Qualitätssicherung, Unterstützung psychotherapeutischer Prozesse sowie fachliche, ethische und rechtliche Grenzen aufgeführt. Datenschutzprobleme und die Notwendigkeit klarer Qualitätsstandards werden ebenfalls genannt.
Welche Positionen vertreten die Expert:innen?
Aus der Mitteilung geht hervor, dass es unterschiedliche Schwerpunkte gibt: Markus Böckle hebt die Einbindung psychotherapeutischer Expertise und Qualitätsstandards hervor; Michael Kögler betont Zugang und Versorgung; Ueli Kramer fordert wissenschaftliche Prüfung statt Technik-Euphorie; Katharina Kubera nennt Sicherheit, Transparenz und menschliche Verantwortung.
Was ist das erklärte Ziel der Veranstaltung?
Laut Aussendung soll die Fachtagung dazu dienen, aktuelle Entwicklungen wissenschaftlich einzuordnen und Orientierung für Fachpersonen, Medien, Politik und Öffentlichkeit zu schaffen. Die Veranstalter:innen sehen die kommenden Jahre als entscheidend für die Gestaltung digitaler Innovationen im Gesundheitsbereich.
Herausgeberin der Aussendung ist der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie. Kontaktangaben aus der Mitteilung:
Weitere Informationen zur Organisation finden sich auf der Website: https://www.psychotherapie.at