Generalversammlung des Verbandes Wärmepumpe Austria am 18. Juni 2026 zu Studie, Förderbudget und Netzintegration
Bei der Generalversammlung in Seekirchen standen das bald ausgeschöpfte Kesseltausch-Budget 2026, die Studie zur netzdienlichen Wärmepumpe und Forderungen des Verbands im Mittelpunkt.
Bei der Generalversammlung des Verbandes Wärmepumpe Austria am 18. Juni 2026 in Seekirchen diskutierten mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Wärmepumpen-Branche aktuelle Entwicklungen der Energie- und Klimapolitik und deren Auswirkungen auf Markt und Förderlandschaft. Schwerpunkt waren der erwartete Markteinbruch infolge der Ausschöpfung des Kesseltausch-Budgets für 2026, der Ausblick auf 2027 mit dem aktuellen Doppel-Budget und die geplanten Förderkriterien.
Die Veranstaltung fand auf Einladung des Verbandsmitglieds Windhager – BHT statt. Andreas Weißenbacher, CEO der BWT Holding GmbH, begrüßte die Mitglieder unter dem Leitgedanken „For You and Planet Blue“ und stellte diese Philosophie in Verbindung mit der Bedeutung innovativer Wärmepumpentechnologien.
Die Generalversammlung des Verbandes am 18. Juni 2026 versammelte laut Aussendung mehr als 100 Branchenvertreterinnen und -vertreter aus ganz Österreich. Auf der Agenda standen neben den üblichen Tagesordnungspunkten Einblicke in das Arbeitsprogramm 2025, die inhaltlichen Schwerpunkte für 2026 sowie die aktuelle Marktsituation.
Im Rahmen der Diskussionen wurde besonders hervorgehoben, dass das Förderbudget für den Kesseltausch 2026 bald ausgeschöpft sein wird. Der Verband zog Bilanz über Aktivitäten und Erfolge des Arbeitsprogramms 2025 und gab einen Ausblick auf das Jahr 2027, in dem das erwartete Doppel-Budget und die geplanten Förderkriterien ein Thema bleiben.
In den Fachvorträgen wurden Ergebnisse der Studie „Netzdienliche Wärmepumpe der Zukunft“ vorgestellt. Die Studie kommt laut Präsentation zu dem Ergebnis, dass der gesamte Wärmesektor bis 2040 konsequent von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Systeme wie die Wärmepumpe umgestellt werden muss, um die nationalen Klimaziele zu erreichen.
Nach den Berechnungen der Studie werden bis 2040 rund 1,3 Millionen zusätzliche Wärmepumpen benötigt, darunter mehr als eine Million Heizungswärmepumpen. Das entspricht einem jährlichen Ausbau von etwa 60.000 Heizungswärmepumpen.
Die Studie benennt zudem konkrete Effekte des Heizkesselaustausches: Durch den Austausch von Heizkesseln könnten rund 19 Terawattstunden Erdgas und Heizöl ersetzt werden. In der Aussendung heißt es weiter, dass dadurch mehrere Millionen Tonnen CO2 eingespart werden könnten und volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro jährlich vermieden würden, die bei einer Verfehlung der europäischen Klimaziele durch den Kauf zusätzlicher Emissionszertifikate entstehen würden.
Präsident Richard Freimüller wird in der Meldung mit den Worten zitiert: „Mit der Umsetzung der geplanten Klimaziele – rund 1,3 Millionen Wärmepumpen bis 2040 – können die heutigen nationalen Gasimporte um bis zu 24 %, das sind 19 TWh, reduziert werden.” Diese Aussage wird in der Aussendung in Zusammenhang mit Energieunabhängigkeit, Versorgungssicherheit und einer unabhängigen Wärmeversorgung zu leistbaren Preisen gebracht.
Die Generalversammlung behandelte laut Verbandsangaben auch die aktuelle Situation eines rückläufigen Marktes und die Auswirkungen des bald ausgeschöpften Förderbudgets für den Kesseltausch. Vor diesem Hintergrund kündigten Verband und Mitglieder an, eine gemeinsame und abgestimmte Marketinginitiative zu erarbeiten.
Ziel dieser Initiative soll es laut Aussendung sein, mit unterschiedlichen Werbemaßnahmen die vielfältigen Vorteile einer Wärmepumpe verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln. Im Mittelpunkt soll laut Meldung der Nutzen stehen, der für Menschen besonders relevant ist, etwa Heizung, Kühlung und Warmwasser mit nur einer Technologie, die Nutzung kostenlos verfügbarer Umweltenergie und PV-Strom sowie hohe Energieeffizienz.
Präsident Freimüller wird in der Aussendung weiter mit den Worten zitiert: „Die Branche muss langfristig von Förderprogrammen unabhängig werden. Es muss uns gelingen, die zahlreichen Vorteile der Technologie noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und die Wärmepumpe als wirtschaftlich attraktive, zukunftssichere und nachhaltige Lösung zu positionieren.”
Netzdienliche Wärmepumpe: Im Rahmen der Generalversammlung wurde eine Studie mit diesem Titel vorgestellt. Der Begriff verweist auf Wärmepumpen, die nicht nur Wärme bereitstellen, sondern auch Aspekte der Netzsteuerung und -stabilität berücksichtigen, wie es der Studienname nahelegt.
Kesseltausch-Budget: In der Aussendung wird wiederholt auf das Förderbudget für den Kesseltausch 2026 verwiesen, das laut Verband bald ausgeschöpft sein wird. Mit „Kesseltausch-Budget“ ist das Fördermittelvolumen gemeint, das für den Austausch fossiler Heizkessel gegen erneuerbare Heizsysteme zur Verfügung steht.
EU ETS2: Die Aussendung nennt die Erweiterung des EU-weiten Emissionshandels (EU ETS2) als Rahmen, in dem die CO2-Bepreisung ab 2027 auch auf den Heizungsbereich ausgedehnt werden sollte. Damit ist das in der Meldung genannte Instrument zur schrittweisen Bepreisung von CO2-Emissionen gemeint.
EWG (für Neubauten): Das Kürzel EWG wird in der Meldung in Verbindung mit Neubauten genannt. Im Kontext der Aussendung steht das EWG für bestehende ordnungspolitische Regelungen, die sich auf Neubauten beziehen und hier als Bezugspunkt für weitere Maßnahmen genannt werden.
CO2-Bepreisung fossiler Energieträger: In der Meldung wird die CO2-Bepreisung als Mittel genannt, die Betriebskosten fossiler Heizsysteme kontinuierlich zu steigern. Die CO2-Bepreisung wird in der Aussendung als relevanter Faktor angeführt, der die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen beeinflussen kann.
In der Aussendung fasst der Verband seine Sicht auf die Wirkung der nationalen Energie- und Klimaziele zusammen: „Mit den nationalen Energie- und Klimazielen schafft Österreich Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung, reduziert CO2-Emissionen und Gasimporte, steigert die Energieunabhängigkeit und vermeidet Strafzahlungen von bis zu zwei Milliarden Euro im Jahr 2040.” Die Formulierungen werden im Text als Sichtweise des Verbandes dargestellt.
Präsident Freimüller wird zusätzlich mit dem Satz zitiert: „Die Wärmepumpe verbindet Klimaschutz, Versorgungssicherheit, geringste Betriebskosten und heimische Wertschöpfung. Jetzt gilt es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Haushalte und Unternehmen weiterhin in erneuerbare Heizsysteme investieren können.” Auch diese Aussage ist in der Meldung als Position des Verbandes enthalten.
Wann und wo fand die Generalversammlung statt?
Die Generalversammlung des Verbandes Wärmepumpe Austria fand am 18. Juni 2026 in Seekirchen statt. Als Gastgeber trat das Verbandsmitglied Windhager – BHT auf, wie in der Aussendung angegeben.
Wer nahm an der Versammlung teil?
Laut Aussendung folgten mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Wärmepumpen-Branche aus ganz Österreich der Einladung. Neben Mitgliedern wurden Fachvorträge präsentiert und Diskussionen zu Förder- und Marktfragen geführt.
Welche Kernergebnisse nennt die vorgestellte Studie?
Die Studie „Netzdienliche Wärmepumpe der Zukunft“ nennt in der Aussendung die Notwendigkeit, den Wärmesektor bis 2040 von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Systeme wie die Wärmepumpe umzustellen. Konkret werden rund 1,3 Millionen zusätzliche Wärmepumpen bis 2040 und ein jährlicher Ausbau von etwa 60.000 Heizungswärmepumpen genannt.
Welche Folgen des Kesseltausch-Budgets wurden thematisiert?
In der Meldung heißt es, dass das Förderbudget für den Kesseltausch 2026 bald ausgeschöpft sein wird und dies zu einem erwarteten Markteinbruch führen könne. Verband und Mitglieder diskutierten deshalb die Auswirkungen sowie Maßnahmen und den Ausblick auf 2027 mit dem aktuellen Doppel-Budget.
Welche politischen Maßnahmen fordert der Verband?
Der Verband nennt drei Maßgaben: erstens ordnungspolitische Regelungen inklusive verpflichtender Alternativenprüfung zum Ersatz fossiler Bestandsanlagen, zweitens die kontinuierliche Steigerung der Betriebskosten fossiler Heizsysteme durch CO2-Bepreisung (im Kontext EU ETS2 ab 2027) und drittens eine ausreichende, kontinuierliche und nicht-disruptive Förderung als Anreiz für den Umstieg.
Wo finde ich weiterführende Kontakte?
Als Ansprechpartner nennt die Aussendung Präsident Richard Freimüller mit Telefon 0043 (0)664 1111 370 und E-Mail freimueller [at] waermepumpe-austria.at. Weiterhin ist Maria Gabriel, MSc, beim Verband Wärmepumpe Austria als Kontakt genannt; Telefon: +43 (0)732 600 300 70, E-Mail gabriel [at] waermepumpe-austria.at.
Quellen: Verband Wärmepumpe Austria, Generalversammlung am 18. Juni 2026 (Aussendung des Verbandes). Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Verbandes: www.waermepumpe-austria.at
Kontakt laut Meldung: Präsident Richard Freimüller, Tel: 0043 (0)664 1111 370, E-Mail: freimueller [at] waermepumpe-austria.at. Verband Wärmepumpe Austria, Maria Gabriel, MSc, Telefon: +43 (0)732 600 300 70, E-Mail: gabriel [at] waermepumpe-austria.at.